Schluß mit dem Null-Zins-Unsinn !

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Ein seriöses Meinungsmagazin fragte in diesen Tagen seine Leser: „Was machen Sie mit Ihrem Geld ?“ Gemeint war hier: Wenn die Sparkasse keine Zinsen mehr zahlt. – Meine Antwort:

 

 

 

Ich nehme „überschüssiges“ Geld her, um möglichst erfolgreich währungswissenschaftlichen Sachverstand zu verbreiten, mit dessen Hilfe dann in besagter Publikation von Professor Hans-Werner Sinn geforderte „Aktionsbündnisse“ unsere Zentralbank nachdrücklich zwingen sollten, deren derzeitige einerseits nutzlose, anderseits für sparende Anleger und Versicherungen mordsgefährliche Null-Zins-Politik umgehend einzustellen.

 

 

 

Dazu: Die EZB gewährt augenblicklich deshalb spektakulär Null-Zins-Kredite, da Banken und Produktionsunternehmen zinsteurere Kredite nicht weiterverleihen bzw. vernünftig investieren können, weil wiederum sich aus zunehmenden Investitionen ergebende Produktionen wegen Kaufkraftmangels nicht in ausreichendem Maße auf dem Verkäufermarkt absetzbar sind.

 

 

 

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Draghi beabsichtigt deshalb einmal, per Null-Zins-Angebot den Geschäftsbanken ausreichend viel an für diese existenzwichtigen Verleihgeschäften zu ermöglichen, und er hofft gleichzeitig, auf diese Weise dem Käufermarkt indirekt mehr Kaufkraft zuzuführen, damit Nachfrage und Absatz konjunkturfördernd steigen können.

 

 

 

Die gutgemeine Absicht Draghis kann aber nur Erfolg haben, wenn der Italiener erkennt, weil ihn kompetente „Aktionsbündnisse“ Entsprechendes erklärt haben, daß Geldemissionen der Zentralbank nicht – angebotsorientiert – über die Geschäftsbanken eingeführt werden dürfen, sondern nur - nachfrageorientiert – direkt an die Käuferseite. Und das dann niemals als Kredite (man kann Blut nicht verleihen, und Geld ist das Blut der Wirtschaft; und wer läßt sich per Transfusion notwendiges  Blut leihen, wenn er dieses irgendwann als Schuld wieder zurückgeben muß ?), vielmehr nur als endgültige Kaufkraft-Geld-Vermehrung. Dieses zusätzliche Geld muß den Bürgern, den Käufern, von der EZB – über den Weg: Auszahlung an die Staatskasse, von der aus Weiterleitung per Steuerabschlag zur Verfügung gestellt werden.

 

 

 

Arbeitsqualität ist abhängig von

 

Vollbeschäftigung

 

 

 

Erwähntes Meinungsmagazin wollte weiter wissen: „Wie wollen wir in Zukunft arbeiten ?“ – Meine Antwort:

 

 

 

Alle Menschen möchten nicht überanstrengt und nicht zu sehr zeitlich gebunden und dabei doch zufriedenstellend entlohnt, allgemein anerkannt und interessant arbeiten.

 

 

 

Dieser Menschheitswunsch geht jedoch nur unter der Voraussetzung in Erfüllung, daß in einer Gesellschaft, einem Staatswesen null Erwerbslosigkeit, vielmehr absolute Vollbeschäftigung herrscht. In Deutschland gibt es allerdings derzeit – richtig gezählt – mehr als fünf Millionen Erwerbslose !

 

 

 

Vollbeschäftigung wiederum ist abhängig: a) von ressourcenmäßig und produktionstechnisch ausreichend viel Arbeitsmöglichkeiten, die in Deutschland gegeben sind, und b) von der Möglichkeit, die Summe aller Güter die Menschen zu produzieren imstande sind und produzieren möchten, gegen Geld, gegen Kaufkraft verkaufen zu können. - Je mehr Menschen, je mehr Produktionsmöglichkeit, je mehr Bedarf gegeben sind, desto mehr Geld muß dem entsprechend umfänglichen Geld-Waren-Geld-Waren-Güterkreislauf, dem Güterabsatz, dem Handel zur Verfügung stehen, d.h. muß die Gesellschaft, muß die Politik in Umlauf bringen.

 

 

 

In Deutschland läuft derzeit leider, absatz- und arbeitsplatzlähmend, deshalb krisenverursachend, viel zu wenig Geld als Kaufkraft um. Unsere Zentrale Notenbank verleiht zwar Milliarden zum Null-Tarif, doch dieses Kapital-Geld wird entweder gehortet oder in alle Welt verliehen, steht dagegen kaum als absatzbewirkendes, produktionsanreizendes, Vollbeschäftigung schaffendes Kaufkraft-Geld zur Verfügung. EU-Euro-Deutschland leidet unter der sog. angebotsorientierten Geldpolitik, entbehrt der sog. nachfrageorientierten Geldpolitik.

 

 

 

Es herrscht also tatsächlich Massenerwerbslosigkeit – statt Vollbeschäftigung. – Und in einer Zeit von Massenerwerbslosigkeit können die Menschen gewünschte Arbeitsbedingungen zwar intensiv und ggf. lautstark wollen, niemals aber wirklich durchsetzen. Millionen konkurrierender erwerbsloser Arbeitssuchender geben sich in der Praxis nämlich immer – notgedrungen - auch mit zu anstrengender, mit wenig bis zu gering entlohnter, wenig angesehener und wenig interessanter Arbeit „zufrieden“. Sie haben keine wirkliche Chance, die Qualität ihrer zukünftigen Arbeit zu bestimmen, sich entsprechend zu entscheiden. - Da müßte die Politik erst eine andere, eine moderne Währungspolitik durchsetzen bzw. betreiben.

 

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Herr H. schreibt: (Dienstag, 21 Juni 2016 13:51)

    »Da müßte die Politik erst eine andere, eine moderne Währungspolitik durchsetzen bzw. betreiben.«

    Arbeitsmangel haben wir bereits in der Bonner Republik Deutschland BRD seit den 1960er Jahren. Gemanaged sollte das mit der Globalsteuerung werden. Die war aber so konstruiert, daß durch Zeitverzögerung und einheitsstaatlicher Aktion die Wirtschaft synchronisiert wurde und zur Abzocke der staatlichen Gießkanne führte, nicht aber zur Arbeitsfülle. Inzwischen hat sich die Staatsverwaltung mit der Wirtschaft (das sind die Parteispender) solidarisiert und setzt die Reichsgrundsätze von 1924 zur Fürsorge über Arbeitsscheue wieder ungeniert mit staatlicher Gewalt via Hartz4 durch. Sollte die Wirtschaft einmal selbst verschuldete Fehler begehen, die ihre systemische Abzocke gefährden könnte, landet sie via Rettungsschirm weich in der sozialen Hängematte im Steuerparadies....


  • #2

    Günter WoltmannZeitler (Dienstag, 21 Juni 2016 13:54)

    ...Es kann nur so viel gegen Lohn gearbeitet werden, wie Produkte der Arbeit – in der Summe – verkauft werden können. Von Ressourcen und Arbeitsgeräten, welche zu Erstellen immer Arbeit darstellt, sowie von Bedarf nach Produkten hier einmal abgesehen.

    Verkaufen kann man nur gegen Geld. Je mehr Geld zum Kaufen aktiv eingesetzt werden kann, desto mehr Produktion kann verkauft und erarbeitet werden. Eine entsprechende Konjunktur verhindert kein „Kapitalist“ und kein „Neo-Liberaler“, kein Unternehmer und kein Politiker von links bis rechts, von progressiv bis konservativ.

    Das Geld muß allerdings denjenigen zufließen, die Produktionen kaufen möchten, nicht denjenigen, die Produktionsstätten bauen sollen, an denen dann – in der Praxis - wegen Geldmangels unverkäufliche Güter hergestellt werden sollen. Zusätzlich benötigtes Geld muß also an die Bürger direkt gegeben werden. Damit diese kaufen können oder ihr Geld verleihen an Bürger, die mit dem geliehen Geld mehr kaufen können, als sie mit dem eigenen erstehen könnten.

    Wenn alle, die Bedarf haben, mit Geld kaufen können - es geht hier immer um die Summe, die sich auf verschiedenste Güter, auf verschiedensten Bedarf aufteilt, wobei aber immer automatisch ein notwendiger Wechsel stattfindet (Wer keine Streichhölzer mehr verkaufen kann, stellt zahnstocher her – so etwa), herrscht bald Vollbeschäftigung. Dann sucht nicht der Arbeiter einen Arbeitsplatz sondern der Arbeitgeber einen Arbeiter.

    Und dann steigen die Löhne automatisch auf ein gerechtes Niveau. Und die Arbeitsbedingungen passen sich automatisch den vernünftigen Möglichkeiten und Wünschen der Arbeiter an. Dann kann man sich seine Arbeit wünschen. Und dann gibt es bald keine Niedriglöhner mehr....und die Arbeitgeber können die gerechten Löhne auch bezahlen, denn ihr Umsatz, ihre Effizienz steigt.

  • #3

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