Was tun ? – Fünf Gebote !

 

 

 

 

 

1) Sofort jeden Personalstreit und jede parteitaktische Besserwisserei einstellen ! - Wäre  Martin Schulz denn vielleicht ein besserer Kanzler geworden als Angela Merkel, er wäre jedenfalls nie so viel besser gewesen, daß sich ein Wechsel gelohnt hätte. - Mag die starke Durchsetzungskraft eines Markus Söder diesen als späteren Nachfolger Horst Seehofers geeignet erscheinen lassen, jetzt aber sollte man den jetzigen bayerischen Ministerpräsidenten erst einmal weiter arbeiten lassen. – Verständlich, daß die Bierzeltparolen eines Alexander Gauland verbreitet Kopfschütteln bewirken, sie sind aber kein hinreichender Grund für Frauke Petry, sich feige zu verdrücken, statt sich in eine Arbeit „für Deutschland“ praktisch einzubringen.

 

 

 

2) Sofort jeden Streit über die bisherige deutsche Flüchtlingspolitik einstellen. – Unbestreitbar hat sie Milliardenkosten zu Lasten der deutschen Alteinwohner gebracht und bei diesen große Angst vor ihrer sozialen Zukunft hervorgerufen (Arbeitsplätze, Druck auf die Löhne, höhere Steuer- und Soziallasten). Aber die Zuwanderer standen vor unserer „Tür“, waren entschlossen, sich „Eintritt“ zu erzwingen; und es hätte eine Katastrophe verursacht, sie mit Gewalt am „Eintreten“ hindern zu wollen. – Also Schluß der Debatte ! Blick nach vorn !

 

 

 

3) Sofort damit beginnen, das Problem – und zwar wirklich - zu lösen.- Durch eine maximal erfolgreiche deutsche Wirtschafts- und Sozialpolitik, die den Alteinwohnern jede Zukunftsangst nimmt – auch jede verdrängte -, ihnen dagegen eine sichere positive Perspektive für sich und ihre Kinder und Enkelkinder eröffnet und den Zuwanderern ein Vorbild und die entsprechende Möglichkeit dazu liefert, die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen in ihrer Heimat so mitzugestalten, daß die Zuwanderer in ihre Heimatländer zurückkehren können und ggf. möchten.

 

 

 

4) Ab sofort eine weltweite – und zwar wirkliche - Friedenspolitik vorantreiben. – Wir müssen den Freunden Deutschlands in aller Welt nahebringen, daß wir allen Staaten der Welt ein Recht zu voller Autonomie zubilligen und auf jede Intervention gegen ihre innenpolitischen Aktivitäten verzichten können. Wir können entsprechend überzeugen, wenn wir unseren Freunden durchgängig glaubhaft machen, daß wir tatsächlich ihre Freunde sind, für ihre jeweiligen aktuellen eigenen politischen Probleme ausreichend Verständnis haben und indem wir ihnen bei der Bewältigung dieser ihrer Probleme praktisch helfen.

 

 

 

5) Ab sofort - zum Nutzen der Menschen in Deutschland und als Vorbild für die Welt - eine - mögliche - neue sozialgerechte Wirtschafts- und Währungspolitik voranreiben, die

 

-      den Interessen keines unserer Freunde, Nachbarn und überhaupt Menschen und Völkern auf der Welt entgegensteht,

 

-      die Voraussetzung für einen dauerhaften internationalen und nationalen Frieden schafft,

 

-      eine absolute und dabei umweltverträgliche Vollbeschäftigung zur Folge hat,

 

-      einen Anstieg aller moralisch und gesetzentsprechend erzielten Einkommen auf ein gerechtes Niveau ermöglicht,

 

-      automatisch eine relevante Steuer- und Sozialabgabensenkung bewirkt,

 

-      eine optimale Sozial-, Bildungs- und Kultur-Versorgung der Menschen finanzierbar macht,

 

-      jede Versorgung und Eingliederung von Neubürgern auf Zeit und ggf. dauerhaft für die Alteinwohner leicht erträglich und für Neubürger zumutbar macht. Auf daß diese sich tatsächlich auch emotional weitgehend integrieren können.

 

 

 

 

 

Jetzt nur Schwarz-Grün !

 

 

 

1) In einer Demokratie sind die Parlamentarier die ausgewählten Vertreter des Volkes. Das Volk formuliert und beschließt seine Gesetze – indirekt – durch diese von ihm ausgewählten Parlamentarier. Eine direkte Demokratie wäre zu aufwändig und ist daher unrealistisch.

 

2) In einer Demokratie setzen die Parlamentarier eine von ihnen ausgewählte Verwaltung (wie die USA-Administration) ein, die sie mit der Durchführung der von ihnen beschlossenen Gesetze beauftragen, und die darüber wachen, daß die Gesetze ordnungsgemäß durchgeführt werden. Die Parlamentarier wählen dazu aus und setzen ein einen Verwaltungschef – bzw. eine Chefin. Diese Verwaltungsspitze beruft daraufhin Mitarbeiter, die durch den Beschluß der Parlamentarier zurückgewiesen werden können. – Ob die Angehörigen der Verwaltung, die in Deutschland heute noch Regierung genannt wird und deren Leiter bzw. Leiterin als Kanzler, deren Mitarbeiter als Minister bezeichnet werden, einer Partei angehören und welcher, ob sie also etwa eine Art von „Koalition“ angehören, ist so lange unwichtig, wie diese Verwaltungsbeauftragten nicht einer „kriminellen Organisation“ zuzurechnen sind. – Die personelle Zusammensetzung der Verwaltung muß keineswegs der parteimäßigen Zusammensetzung des Parlamentes entsprechen. Die Angehörigen der Verwaltung können einer Partei oder verschiedenen Parteien, kleineren oder größeren, angehören oder parteilos sein. Die Verwaltung muß korrekt und kompetent arbeiten.

 

3) Da die Verwaltung über Sachkompetenz zur Ausführung der von den Parlamentariern beschlossenen Gesetze verfügen muß, ist es zweckmäßig, ihr zuzugestehen bzw. sie dazu anzuregen, auch selbst Gesetzesvorschläge den Parlamentariern zur Beschlußfassung vorzulegen. Die Gesetzesvorlagen der Verwaltung werden von den Parlamentariern angenommen oder abgelehnt wie Anträge aus den eigenen Reihen.

 

4) Die Verwaltung darf und sollte Parlamentarier fachkundig beraten, irgendeinen Einfluß auf die Gesetzgebung durch die Parlamentarier darf sie jedoch nicht ausüben. Die Parlamentarier sind kein Organ, das etwa politischen Vorstellungen der Verwaltung zur Realisation verhelfen soll.

 

5) Die nach der vergangenen Wahl anstehende neue Verwaltung – sprich heute: Bundesregierung – benötigt zwar für ihre Einsetzung eine Mehrheit von Parlamentariern, nicht aber für von ihr eventuell gewünschte Gesetzesvorlagen. Die entsprechende Beschlußfassung bestimmt allein das Parlament. Die neue Verwaltung kann also zukünftig ohne Weiteres eine – heute so genannte – „Minderheitsregierung“ sein.

 

6) Da es schon der Umstände halber geboten ist, daß die bisherige „Regierungschefin“ weiter im Amt bleibt – es gibt derzeit keinen triftigen Grund für einen Wechsel, es gibt keine reife Alternative -sollte die neue Verwaltung entweder eine reine „Minderheitsregierung“ sein oder aus einer schwarz-grünen „Minderheitskoalition“ bestehen. – Eine große Koalition „schwarz-rot“ würde die deutsche Demokratie und den roten Koalitionspartner töten, eine sogenannte „Jamaika-Koalition“ politisches Chaos erzeugen, weil die Opposition diese Koalition wegen des dritten Partners „aufs Messer“ zu bekämpfen müssen meinen würde.

 

Also: Jetzt nur „schwarz-grün“ !

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Draghi hat – fast – Recht !

 

 

Die Notenbanken der Welt

 

müssen noch sehr viel mehr

 

Geld in Umlauf setzen !

 

 

 

So ist die Lage in Euro-Europa – wie auch besonders in den USA und in der übrigen Welt:

 

Überall müssen viele Millionen oder gar Milliarden Menschen arbeitslos sein, jedenfalls teilarbeitslos. Sie sind arbeitslos, weil die Summe der Sachgüter und Dienstleistungen nicht verkauft werden kann, die sie herstellen könnten, nach der sie auch Bedarf haben und die sie auch deshalb herstellen müssen, um so Geld zum Erwerb ihrer eigenen Produktion zu verdienen. Es befindet sich zu wenig Geld im Umlauf, um die produzierbaren und gewünschten Güter schließlich auch kaufen zu können.

 

 

 

Draghi, als einer der kompetentesten Währungswissenschaftler der Welt und für Euro-Europa zuständig, weiß das. Und deshalb pumpt er mit der Europäischen Zentralbank seit Jahren auf verschiedene Weise gewaltige zusätzliche Geldmengen in den Markt. Diese Geldmengen sollen den Güterabsatz in erforderlichem Maße steigern.

 

 

 

Allerdings verleiht die EZB das Geld nur und führt es so – so die verbreitete Vorstellung - nur vorübergehend ein. Sie verleiht es an Investoren, auf daß diese mehr Produktionsmöglichkeiten erstellen sollten. Das Interesse an mehr Produktionsmöglichkeiten ist aber so gering, weil der Absatz von mehr Produktion wegen zu geringer Nachfrage durch Geld nicht möglich ist. Wer leiht schon Geld, das er nicht nützlich anlegen kann aber – so die verbreitete Vorstellung – als Schuld zurückzahlen muß ?

 

 

 

Das von Draghi angebotene Geld wird deshalb – trotz Null-Zinsen - nur zögerlich abgerufen, dann verbreitet nur „für bessere Zeiten“ aufbewahrt oder irgendwo dort investiert, wo es nicht notwendig ist, den Absatz von Produktion zu fördern. Der Null-Zins wirkt sogar schädlich. Die Bürger, die den Absatz fördern sollen, haben weniger Einnahmen durch Sparzinsen, halten ihr Geld sodann wegen mangelnder Zinsattraktivität zurück und verringern dadurch die nachfragende Geldmenge; und die Geschäftsbanken, die ihr Geld nicht los werden und deshalb nur wenig verdienen, machen den Bürgern Angst, die Geschäftsbanken könnten zahlungsunfähig werden.

 

 

 

Draghi tut also nur - fast - recht. - Notenbanken müssen erforderliches „frisches Geld“, müssen Neu-Emissionen immer der Käuferseite zur Verfügung stellen. Immer für immer. Und immer direkt und nicht etwa über Geschäftsbanken, die das Geld dann gegen Zinsen weiterverleihen wollen - und müssen –, mit dem Effekt, daß es dann wiederum nicht in genügendem Maße an die Käufer kommt, um diesen ein Absatz förderndes Kaufen zu ermöglichen. Die direkte Zuleitung an die Bürger ist absolut gerecht und absolut leicht zu bewerkstelligen. – Die Notenbanken müssen und könnten also das notwendige mehr Geld auf positiv wirksame  Weise in den Markt leiten.

 

 

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Terrorismus - Spitze des Angstberges

 

 

Verständlicherweise kann inzwischen kaum noch ein Mensch sein Entsetzen und seine Wut über die weltweiten Anschläge der letzten Zeit so beruhigen, daß er diese Geschehnisse sachlich und damit hilfreich analysieren könnte. Sonst würde er vielleicht herausfinden, daß die Entsetzlichkeiten fast immer die „Spitze des Angstberges“ darstellen.

 

 

 

Ein cooler Beobachter kann wahrnehmen, daß selbst während des Krieges 1933/45 unter der Mehrheit der Menschen nicht so viel – ggf. nur latente - Angst, Zukunftsangst herrschte wie in den letzten Jahrzehnten. Angst davor, daß sich ihre Lebensbedingungen – sozialungerecht – verschlechtern werden, man gegen diese Verschlechterung selbst nichts unternehmen könne und man überhaupt außer Stande sein werde, Maßgebliches zur Lebensgestaltung zu tun.

 

Inwieweit die Angst sachlich voll begründet ist ? - Angst ist Angst ! – Und es ist eine – lösbare - Aufgabe der Politik, diese Angst zu überwinden, unnötig zu machen. Insoweit die Angst nicht eine psychopathische wäre. Und die Angst überwindet man nicht dadurch, daß man nachträglich angstverursachende Täter verfolgt. Auch nicht mit Hilfe Angst signalisierender und diese weiter verstärkender Präventivmaßnahmen.

 

 

 

Das Spektrum der bezeichneten Angst reicht dabei heute vom nur Stammtischpolitiker bis zum sogenannten Terroristen. Wobei der gegen die offenbar breit wahrgenommene soziale Ungerechtigkeit mit Brachialgewalt Kämpfende dann meint, die Interessen der „Schwachen und Hilflosen“ durchsetzen zu sollen und zu dürfen – so und mit den Mitteln, wie er es tut. Wobei manche gewiß auch nur gegen die von ihnen empfundene eigene soziale Deklassierung oder wegen eigener persönlicher „Schwierigkeiten“ Mitmenschen und sich selbst angreifen. Jedenfalls kann und muß man davon ausgehen, daß sogenannte Terroristen nicht um des Terrors selbst willen, aus Lust an diesem aktiv werden, wo sie doch immer auch sich selbst zur Disposition stellen. An einen besseren Platz im Jenseits für Terroristen glauben nur wenige, ihrer geringen Zahl wegen in der Praxis summa summarum ungefährliche Psychopathen. Mit an die Rechtmäßigkeit und Notwendigkeit ihres Vorgehens überzeugten entsprechenden Aktivisten wird man reden müssen, um sie auf einen anderen Weg zu ihrem Ziel umzuleiten.

 

- Denn die katastrophale soziale Ungerechtigkeit auf der Erde, die der Eisberg, der Angstberg ist, zu dessen Gipfel sich schließlich der vermaledeite Terrorismus aufgetürmt hat, kann durch eine mögliche bessere Währungs- und damit die Menschen zufriedenstellende Wirtschaftspolitik von Land zu Land hinreichend eingeschränkt bis schließlich überwunden werden. Über eine entsprechende Währungspolitik müßten die Regierungen aufgeklärt werden, gegen die überall terrorisiert wird, und auch die Terroristen selbst, damit sie ihre Regierungen unterstützen können und nicht bekämpfen zu müssen meinen.

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Noch ist die polnisch-deutsche Freundschaft nicht verloren !

 

 

 

Voraussetzungen

 

 

 

1) Die deutsche Politik und möglichst weitgehend auch die deutsche Medienöffentlichkeit verzichten zukünftig weitestgehend auf jede Kritik an der polnischen Innen- und nationalen Wirtschaftspolitik, der Rechtspolitik und der Kulturpolitik.

 

 

 

2) Man verlangt von Polen keinerlei Anpassung an derzeit außerhalb Polens geltende und gewünschte entsprechende Standards. Auf den Gebieten praktizierte Staatsordnung, Justizwesen, Religion und Sexualmoral etwa.

 

 

 

3) Man kritisiert nicht weiter die polnische Ausländer- und Zuwandererpolitik, versucht nicht, diese zu beeinflussen.

 

 

 

4) Man unterstützt oder behindert weder die polnische Regierungspolitik in Polen noch fördert oder diskriminiert man entsprechende oppositionelle Aktivitäten.

 

 

 

5) Deutschland stationiert heute und morgen absolut kein Militär auf polnischem Gebiet.

 

 

 

6) Deutschland praktiziert und erlaubt im Verhältnis zu Polen grundsätzlich eine Freihandelspolitik, lediglich ggf. eingeschränkt unter dem Gesichtspunkt von Gesundheits- und Umweltfürsorge.

 

 

 

7) Deutschland unterstützt zunehmend eine Ausweitung des bereits existierenden polnisch-deutschen Wissenschafts- und Kulturaustausches.

 

 

 

8) Polen verzichtet zukünftig auf alle Netto-Einnahmen aus dem von Deutschland maßgeblich mitfinanzierten EU-Haushalt.

 

 

 

9) Die polnische Politik und möglichst weitgehend auch die polnische Medienöffentlichkeit verzichten zukünftig weiterhin auf Vorwürfe gegen Deutschland wegen dessen Militärangriff auf Polen 1939, sondern respektieren diesen heute als eine in sich zwangsläufige Phase der menschheitsgeschichtlichen Entwicklung.

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Soziale Gerechtigkeit und Steuern

 

Das Magazin „Der Freitag“ stellt in einer Umfrage vom 17.07.17 vier Fragen, die von allgemeinem Interesse sind, so daß hier Antworten zur Diskussion gestellt werden sollen bzw. gefragt werden darf, wieso „Der Freitag“ „so etwas“ überhaupt fragen muß.

 

 

 

1) Frage: Wird genug gegen die soziale Ungerechtigkeit in Deutschland getan ?

 

Antwort: Antwortet da nicht jeder ehrliche Mensch mit „nein“ ?

 

 

 

2) Frage: Sind die Vermögensunterschiede zwischen Arm und Reich zu groß ?

 

Antwort: Antwortet da nicht jeder ehrliche Mensch mit „ja“ ?

 

 

 

3) Frage: Hat es die Generation nach uns einmal besser als wir ?

 

Antwort: Antwortet da nicht jeder politisch aufmerksame Mensch mit „nein“ ?

 

 

 

4) Frage: Sollten Erben großer Betriebsvermögen besteuert werden ?

 

Antwort:

 

 

 

a) Sollte das Erbvermögen vom Erblasser auf ungesetzliche Weise „erworben“ worden sein, sollte dieses nicht von unserem Staat besteuert sondern ohne Wenn und Aber eingezogen werden.

 

 

 

b) Sollte es dagegen nicht gesetzwidrig erworben worden sein, sollte der Staat nicht in die dann gegebene entsprechende Legalität eingreifen, sondern es dem Erblasser überlassen zu entscheiden, wem er sein Vermögen wann schenkt.

 

 

 

c) Ist das vererbte Vermögen zwar rechtmäßig aber ungerechterweise – im Vergleich zu den Unvermögenden – entstanden, muß der Staat durch eine entsprechende Politik dafür sorgen, daß die allgemein gewünschte und gleichzeitig im Interesse von Frieden und Sicherheit notwendige Gerechtigkeit – bezüglich der Möglichkeit, Vermögen zu erwerben - auf andere Weise geschaffen wird. - Was möglich ist.

 

 

 

d) Weiter sollte man in einem solchen Fall bedenken, daß ein Erbnehmer nicht deshalb automatisch persönlich besser lebt als Nichterben, weil er ein Betriebsvermögen übernommen hat, und daß zu oft unwahrscheinlich ist, daß über die Steuer begünstigte „Zwangserben“ mit dem Betriebsvermögen für die Allgemeinheit besser umgehen – können – als ein vom Erblasser vorgesehener Erbe.

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Linke Gipfelstürmer und rechtsradikale/rassistische Bundeswehrler !

 

 

I.

 

Wie die linke Gipfelstürmerei stoppen ?

 

 

 

Dazu Gedanken:

 

 

 

1) Man übertreibt nicht und äußert sich auch nicht voreingenommen, etwa über eine Partei, wenn man behauptet, der Hamburger G20-Gipfel vom vorvergangenen Wochenende werde von der Mehrheit der interessierten und entsprechend informierten Menschen auf unserer Erde abgelehnt, d.h. entweder als schädlich oder jedenfalls als überflüssig verstanden. Entsprechende – resignierende – Antworten bekommt man auf entsprechende Fragen fast immer, verständlicherweise dann meist von Menschen, die ihre entsprechende Meinung – natürlicherweise ängstlich, vorsichtig - nicht von sich aus proklamieren können und mögen.

 

Die verbreitete Ablehnung durch die Bürger kann derjenige nachvollziehen, der wahrgenommen hat, daß die Hamburger Veranstaltung rund 150 Millionen Euro gekostet haben dürfte und – absolut keinen nennenswerten Nutzen gebracht hat, der nicht zu minimalen Kosten auch hätte erreicht werden können. Es ist nun einmal eine Binsenwahrheit, daß auch wohlmeinende und fleißigste Gipfelpolitiker selbst gar nichts Wesentliches schaffen können; alles muß vorher von den Sachbearbeitern bis ins Detail geprüft, erdacht, ausgehandelt und somit „vorbeschlossen“ werden. Die scheinbar Mächtigen können nur noch „große Reden“ halten, unterschreiben und sich dann zuprosten. Sollten sie einmal doch etwas Zusätzliches ausmachen, wird das dann später noch einmal diskret überprüft und ggf. ...

 

 

 

2) Die Bürger wissen, daß sie gegen diese extrem teure und nutzlose Politik nichts ausrichten können – wie viel Wichtiges könnte man mit 150 Millionen Euro nicht alles finanzieren ? Nicht einmal über Wahlen können sich die Bürger „revanchieren“, denn – beispielsweise - der Gipfel in Hamburg wurde von einer sogenannten Großen Koalition „getragen“. Die Bürger fühlen sich nicht ernst genommen und resignieren.

 

Quasi automatisch melden sich in einem solchen Fall „Helden“, „Robin Hoods“, „Landsknechte“, die sich für die Interessen der „kleinen Leute“ glauben einsetzen zu sollen. Sie behaupten gar nicht, eine bessere Politik als „die da oben“ machen zu können, aber sie möchten ernst genommen werden. Besonders dann, wenn sie selbst unter Minderwertigkeitsgefühlen leiden. In diesem Fall wollen sie letztlich gar nicht mehr ernst genommen werden, sondern nur noch ihren Frust abarbeiten. Und Frust abarbeiten heißt für Frustrierte, nicht höflich aufzutreten, sanft zu streicheln sondern den Rüpel rauszulassen. Nach der Devise: „Die sind im Konzert – wir machen ein Konzert, als Kakophonie“. Schon Schiller dichtete ja: „Da werden Frustrierte zu Hyänen – und treiben mit Entsetzen Scherz.“ - Das ist alles voraussehbar und damit vermeidbar.

 

 

 

3) Man kann das nur folgendermaßen stoppen:

 

Niemals mehr einen solchen „Gipfel“ veranstalten, der doch nichts bringen kann, der aber das Publikum in dessen Nöten verhöhnt, indem man ihm vorspielt, es würde bei einer derartigen Zusammenkunft praktisch und erfolgversprechend an der Lösung seiner Probleme gearbeitet.

 

Diese Probleme werden nicht dadurch beseitigt, daß die „führenden Köpfe“ der Menschheit in Schlössern und Hotels beieinander sitzen, sich, wenn es hoch kommt, um persönliche Freundschaften bemühen oder persönliche Animositäten abbauen, sondern dadurch, daß sie, weil sie führende Köpfe sind, „zuhause“ über wirklich durchgreifende Lösungskonzepte nachdenken, diese erdenken, entwickeln.

 

Und diese Lösungskonzepte zunächst in ihrem eigenen Land erfolgreich anwenden und sie danach, so das wirklich nutzbringend ist, durch ihre diplomatischen Mitarbeiter mit den entsprechenden Bemühungen in den Nachbarländern - unaufwendig – abstimmen und ggf. ergänzen.

 

So werden die Bürger in ihrer Gesamtheit dann tatsächlich hinreichend zufriedengestellt, ihr latentes Rebellieren unnötig gemacht und „stürmende Robin Hoods“ nicht dazu veranlaßt oder animiert, für die – tatsächlich oder angeblich – hinter ihnen stehende „schweigend Mehrheit“ die Knochen hinzu halten, ins Feuer zu gehen – und/oder ein solches zu legen.

 

 

 

Die Gipfelstürmer stoppt man, in dem man unnötige aber provozierende „Gipfel“ vermeidet. Selbst der Wiener Kongreß 1814/15 war da – hinsichtlich seiner Form – eher unnötig.

 

 

 

 

 

II.

 

Was kann man tun

 

gegen rechtsradikale und rassistische

 

Bundeswehrler ?

 

 

 

Dazu Gedanken:

 

 

 

1) Man sollte Rassisten nur Rassisten nennen – nur ohne den Zusatz „Rechte“ und „Radikale“.

 

Denn wer sein „Herz rechts schlagen fühlt“, wie der auch immer die Eingruppierung „rechts oder links“ zu erklären versucht, und wie radikal, d.h. gründlich, der ein Problem beseitigen möchte, so muß der keineswegs automatisch auch ein Rassist sein. „Rassist“ ist ein Schimpfwort. Einen eben nicht rassistischen „Rechten“ und/oder „Gründlichen“ kann diese Benennung diskriminieren. SPD und Linkspartei lassen sich zwar als Linksparteien bezeichnen - wieso eigentlich ? -, aber als radikal und rassistisch möchten sie nicht bezeichnet oder persönlich abgewertet werden. Und zudem: Sich zu Unrecht als Rassisten diskriminiert fühlende Rechte beziehungsweise Radikale werden zwangsläufig zu den tatsächlichen Rassisten hingedrängt, vermehren gegebenenfalls deren Zahl.

 

 

 

In diesem Zusammenhang sollte auf die heute praktizierte Vieldeutigkeit der Begriffe Rassismus und Rasse aufmerksam gemacht werden. Die Begriffe werden heute überwiegend von Menschen benutzt oder erlitten, die sie kaum sachgerecht definieren können. Einer anderen „Rasse“ zugeordnet wird überwiegend schon der Mensch, der nur anders aussieht, denkt, fühlt, glaubt; und wer solche Unterschiede benennt oder gar fürchtet, wird dann gegebenenfalls als „Rassist“ bezeichnet.

 

 

 

2) Wenn jemand für eine Armee angeworben wird, die gegen Menschen oder ein Länder Kriege führt – aus welchem Grund, zu welchem Zweck auch immer -, die von „anderer Rasse“ sind, und er selbst schon vorher gegen „die anderen“ eingestellt ist, ist das kriegerische Engagement der werbenden Armee gegebenenfalls einer der Gründe, der Armee beizutreten. Deshalb kann man davon ausgehen, daß sich in der Armee Deutschlands überdurchschnittlich viel sogenannte Rassisten ansammeln. Wenn man aufgrund dieser Sachlage eine proportional übergroße Ansammlung von sogenannten Rassisten in der deutschen Armee überwinden und anschließend vermeiden will, wird man nicht umhin kommen, die deutsche Armee komplett aus allen Ländern der Welt außer Deutschland zurückzuziehen.

 

Deutschland wird heute von keinem Land der Welt, von keinem Volk der Welt bedroht – es sei denn, man verstünde dortige Verteidigungsbemühungen als Bedrohung für uns. Aber wir bedrohen sie ja nicht, also werden sie sich in der Praxis nicht gegen uns verteidigen müssen.

 

Und „unsere fortschrittlichen Verhältnisse“ und/oder „Gerechtigkeit 2017“ – was ist das ? – überall auf der Welt durchzusetzen, kann auch nicht Aufgabe einer deutschen Armee sein. Bald jeder deutsche Bürger müßte da als Weltpolizei-Soldat in die Welt hinaus ziehen. Deutschland lebte auch einmal – vor rund 100 Jahren noch - in feudalen Staatsformen, die Versorgung war entwicklungsbedürftig; und kein Volk der Welt war auf die Idee gekommen, uns per Intervention zu Einigkeit und Recht und Freiheit zu verhelfen, und uns von unserer grauen Vorzeit zu befreien.

 

 

 

3) Der notwendige Abzug der deutschen Armee aus dem gesamten Ausland darf auf keinem Fall und muß auch keinesfalls freundschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und seinen Freunden beeinträchtigen oder gar zerstören.

 

Eine unbedingt notwendige absolute Loyalität muß sich da nicht durch eine eventuelle Kriegsbeteiligung beweisen sondern kann sich überzeugend anders darstellen. Da ist eine kreative deutsche Politik gefordert. Am Ende kann sich diese geradezu speziell dadurch ausdrücken, daß Deutschland sich aus kriegerischen Konflikten in der Welt konsequent heraushält und statt dessen - gegebenenfalls mit beeindruckendem finanziellem Aufwand – weltweit – und dabei besonders den Freunden – hilft. Eine gute deutsche Binnen-, Wirtschafts- und Sozialpolitik, eine bessere als die aktuelle, verschafft Deutschland zweifellos die Möglichkeit, entsprechend zu helfen, Loyalität und Solidarität zu üben.

 

 

 

4) Wenn Deutschland zukünftig nicht mehr in Betracht zieht, in der übrigen Welt Soldaten einzusetzen, ist es folgerichtig, daß die bisherige deutsche Armee im Prinzip gänzlich aufgegeben bzw. umorientiert wird. Umorientiert in eine Deutsche Not-Wehr. Diese Not-Wehr kann dann nicht nur in Deutschland sondern auch weltweit aufgrund ihres technischen und logistischen Know-hows helfen, wo immer „Not am Mann“ ist, ggf. verursacht durch Ereignisse Höherer Gewalt.

 

Die Mitarbeiter der Not-Wehr, diese Mitstreiter gegen Not, sind dann automatisch weitestgehend dagegen gefeit, so etwas wie rassistische Gefühle oder entsprechende praktische Einstellungen aufkommen zu lassen oder zu praktizieren, da sie ja keinen Feind haben, auf den sie zu ihrer Motivation rassistische Feindbilder o.ä. projizieren, und sich überhaupt kein Feindbild zur Rechtfertigung ihrer beruflichen Existenz, gegen Selbstzweifel schaffen müssen.

 

 

 

Das kann - und muß - man gegen „rechtsradikale und rassistische Bundeswehrler tun !

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Wider die „Feindschaft“ ! oder Der Kapitalismus muß sozial werden !

Leidenschaft sei das, was Leiden schaffe, so wird gewarnt. Prüfen wir diese Weisheit hier einmal nicht; sie soll lediglich überleiten zu der nachfolgend vertretenen Behauptung:

 

 

 

Feindschaft ist das, was Feindschaft - erst - schafft !

 

 

 

Deshalb sei aufgemerkt: Ein Streit ist ein Streit – lediglich ein Streit. Ein Streit ist eine Interessengegnerschaft und hat als solche ein - jedenfalls mehr oder weniger - konkretes Streitthema, Streitobjekt, hinsichtlich dessen man sich - grundsätzlich - verständigen bis einigen kann, bei dem eine beide Seiten zufriedenstellende Lösung – grundsätzlich – möglich ist. Damit ist der Streit dann um seinen Zweck gebracht, gewissermaßen um sein Ziel, um dessen Erreichen zuvor gestritten wurde. Danach ist der Streit zu Ende. Der Streit.

 

 

 

Feindschaften dagegen sind meist langlebig, wenn nicht gar ewiglich. Und dies gegebenenfalls trotz ehrlicher Bemühungen, sie zu „schlichten“, „abzubauen“, sie durch einen „Waffenstillstand“ zu einer Art von Stillstand zu bringen. „Schlichten“ heißt ja nicht „überwinden“; da werden oft in Wirklichkeit nur die den Kämpfern beider Feindschaftseiten inzwischen zugefügten Wunden „zugepflastert“. „Abgebaut“ wird da in der Praxis nur das, was meist relativ leicht wieder aufgebaut werden kann, dann, wenn die verfeindeten Kämpfer eine Zeitlang genug neue zusätzliche Kraft gewonnen, sich wieder regeneriert haben. Ein Waffenstillstand ist ja nur eine Stille, eine nur stillgelegte Feindschaft, nicht dagegen schon ein Zeichen von Frieden oder gar Freundschaft. Man muß einen Waffenstillstand meist als „Stille vor dem Sturm“ kritisch im Auge behalten, als eine Stille, in der gegebenenfalls im Stillen weiter - zusätzlich - aufgerüstet wird.

 

 

 

Eine Feindschaft hat, sofern sie überhaupt einen konkret zu fassenden Auslöser hatte, diesen Auslöser, diesen Grund, dieses Thema jedenfalls meist völlig hinter sich gelassen. In ihr ist man kaum im Stande, eine vielleicht gegebene Interessenauseinandersetzung so zu definieren, daß man den Interessengegensatz ausgleichen könnte. Da kennt man oft den eigenen und wirklichen Grund der Feindschaft gar nicht – mehr - und den Grund des Feindes schon gar nicht. Aufgabe und Ziel der Feindschaft ist da nur noch, die Feindschaft siegreich zu bestehen.

 

 

 

In der praktizierten Wirklichkeit ist eine Feindschaft - von Anfang an oder schließlich nur noch – lediglich ein immer wieder – direkt oder indirekt – sich selbst reproduzierendes negatives Phänomen, ein sich gegebenenfalls aus sich selbst heraus vermehrendes und durchweg sich gefährlich auswirkendes, nur Unglück erzeugendes Perpetuum mobile. Ein unüberwindbares Phänomen also. Gleich wie das Phänomen „Das Böse“.

 

 

 

Das Böse wird bekämpft seit „Adam und Eva“; und niemals wird diese böse „Erbsünde“ überwunden. Man kann es auch spaßiger anschaulich zu machen versuchen: Der Kampf gegen die Feindschaft ist eine Don-Quijoterie. Dann eine tragische.

 

 

 

Und ein in Feindschaften vermittelnder Anwalt ist ja nicht per se ein unvoreingenommener guter Geist. So wie – nur beispielsweise hier hergenommen – die UNO kein absolut guter Geist sein kann. Vermittler sind in der Praxis zu oft eine „dritte Partei“, die günstigenfalls zwar die Feindschaft überwinden - möchten, für die diese Feindschaft dann aber ein „Fall“ ist, von deren Überwindung sie immerhin „leben“, die ohne Feindschaften „brotlos“ wären. Man stelle ich vor: Der „Weltfrieden“ bricht aus, und keiner ruft die UNO an.

 

 

 

Wie hinterfragungsbedürftig der Begriff Feindschaft ist, erkennt man z.B. u.a., wenn man in Betracht zieht, daß bei der Erstbegegnung zweier neugeborener Kinder sich diese niemals als Feinde benehmen, weil sie sich nie von vorn herein als solche empfinden. Das kann erst anders werden, wenn nur einem der beiden Babys die existenzsichernde Erstnahrungsquelle gereicht wird. Aber auch dann benehmen sich „benachteiligte“ Babys wiederum nicht etwa als Feinde „aus sich heraus“, sondern weil sie Interessengegner sind, so etwas wie „Kämpfer um soziale Gerechtigkeit“. - Und: Wie anders wäre die biblische Geschichte von Kain und Abel ausgegangen, wenn Kain den gerechten Gott um Vermittlung im nur Streit gegen seinen nur Interessengegner gebeten hätte und nicht den Bruder als empfundenen Feind erschlagen ? Wenn man gerecht Halbe-Halbe gemacht hätte.

 

 

 

Jede sogenannte Feindschaft steht durch ihr explizit feindliches Agieren gegen die Notwendigkeit und die eventuelle Möglichkeit eines Interessenausgleichs, eines vielleicht existentiell wichtigen Interessenausgleichs. Bei einem Interessenausgleich fürchtet man nicht primär den „Dolch“ eines Feindes sondern rechnet. Meist dann mit dem Ergebnis: Die angestrebte Gerechtigkeit ist möglich, ist machbar, ist keine Utopie, weil es – das ist das wirkliche Ergebnis der Schöpfung – für alle reicht.

Die Feindschaft ist ein ideologisches Phänomen, deshalb meist unüberwindbar; eine als Streit geführte Interessengegnerschaft dagegen ist eine – auch wenn nur einseitig begründete – meist doch logisch nachvollziehbare Interessendifferenz.

 

 

 

Feindschaften will man gewinnen,

 

Differenzen kann man ausgleichen

 

 

 

Gedanken zum Thema

 

 

 

 

 

1) Stichwort: Schmerzhafte Trennungen

 

 

 

Rosenkrieg vermeiden !

 

 

 

Wenn sich eine Verbindung, ein Paar trennt, ist das gegebenenfalls schlimm. Nützlich oder hilfreich ist dann aber immer, wenn die Parteien die Trennung keinesfalls als einen Akt der Feindschaft verstehen sondern als sachliche Folge einer logisch verstehbaren Interessendivergenz. Einer hat nicht geben oder lassen können, mögen, was der andere erstrebe oder vermieden haben mochte. Wenn in solchen Streitfällen auf einen „Rosenkrieg“ verzichtet werden kann, ist sogar theoretisch ein Bruch reparierbar; auf jeden Fall wird das Schlimme nicht schlimmer sondern bleibt gegebenenfalls erträglich, werden Zeit und Kraft gespart, um eine friedliche, vielleicht eine freundschaftliche Zukunft gestalten zu können.

 

 

 

2) Stichwort: Wohlstandswanderer

 

 

 

Freundschaftliche Hilfe zur Rückkehr in die Heimat

 

 

 

Die Menschen, die derzeit, aus aller Welt kommend, unter für sie unmenschlichen Bedingungen nach Deutschland streben und drängen, sehen Deutschland als „Paradies auf Erden“ und die Deutschen als dieses Paradies pflegende Engel. Und die Deutschen empfinden die Fremden gegebenenfalls als interessante bis sympathische Exoten. – Zunächst. So lange, wie Zuwanderer und Alteingesessene die gegebenenfalls einander widerstrebenden Interessen im Auge halten, sie ausreichend respektieren und gemeinsam versuchen, den Interessengegensatz auszugleichen.

 

Es muß auf beiden Seiten verstanden werden, daß die Zuwanderer ein legitimes und meist starkes Interesse daran haben, aus existenzieller Not, entsprechendem Elend herauszukommen, die Bewohner des schon „Paradieses“ dagegen ein ebenfalls legitimes Interesse, „ihr Paradies“ für sich zu erhalten.

 

Der Unterschied zwischen eventueller „Hölle“ und dem „Paradies“ mag in der Praxis objektiv gewaltig sein, subjektiv sehen beide Seiten diesen Unterschied aber gegebenenfalls als nicht so gravierend an, auf daß sie sich leicht zur Zurückhaltung, zu Zugeständnissen bereitfinden könnten. Wenn dann einem diesbezüglichen Unverständnis nicht die erforderliche Aufmerksamkeit geschenkt wird – von beiden Seiten -, kann aus einem lösbaren Streit eine dann unüberwindliche ideologische Feindschaft werden. Also auch hier: Respekt vor dem Interessengegner, damit wider die Feindschaft ! Angestrebt werden sollte, die Wohlstandswanderer in Deutschland dahingehend auszubilden, wie sie ihre Heimat besser organisieren und ausstatten können, und ihnen dann bei der Rückkehr nach dort zu helfen-

 

 

 

3) Stichwort: Terroristen

 

 

 

Sogenannte Terroristen sind ggf. Kämpfer für ihre legitimen Interessen

 

 

 

Nero mag ein Lustmörder gewesen sein. Die Einzelmenschen und Gruppen, die uns heute, wie wir es erleben, als sogenannte Terroristen in Angst und Schrecken versetzen, sind dagegen keine Lustmörder. Bis vielleicht auf ein paar Einzeltäter, die dann aber als Einzeltäter Lustmörder sind, nicht als die hier gemeinten Terroristen. Und die sind immer Überzeugungstäter.

 

Überzeugungstäter mögen eine nicht allgemein anerkannte oder gar allgemein abgelehnte Überzeugung vertreten, aber sie haben ihre Überzeugung, nach der sie meinen, handeln zu müssen, besonders wenn sie überzeugt sind, im Interesse einer guten Sache zu handeln. Überzeugungstäter sind entsprechend überzeugt.

 

Überzeugungstäter kann die politische Gesellschaft kaum nachhaltig an ihrem Handeln hindern, etwa indem man sie voraussichernd ausschaltet. Auf jeden Fall sind entsprechende Bemühungen außerordentlich aufwendig und bewirken unbeabsichtigte Nebenschäden, die dem Ganzen schaden und die Terroristen motivieren und ihnen Zulauf bringen - können.

 

Es sei noch einmal so gesagt: So sehr man auch anderer Überzeugung ist als die Terroristen, wenn auch das Entsetzen über deren Vorgehen es einem schier unmöglich macht, auf das Geschehene selbst emotional und verstandesmäßig ruhig und etwa gar „verständnisvoll“ zu reagieren, so notwendig respektvoll sollte man, muß man schließlich doch, – möglichst - deren Überzeugung ernst nehmen. Diese Menschen meinen, einer guten Sache zu dienen – wie entsetzlich ihre „Waffen“ auch immer wirken -, da „müssen“ sie – Gott sei´s geklagt – einfach so vorgehen, wie sie es tun. Die Täter als Überzeugungstäter töten nicht um des Tötens willen, sondern meinen aus ihrer Situation heraus keine andere Möglichkeit zu haben, ihr existentielles Interesse zu vertreten. Und wenn die Täter auch noch persönlich frustriert sind, wegen ihrer persönlichen Lebensumstände, dann ist ihr Zwang umso größer.

 

Wenn also diese Täter ihrerseits davon überzeugt sind, daß man ihnen und/oder den Ihren, Menschen, mit denen sie sich identifizieren, Unrecht tut, und wenn sie dann versuchen, mit ihren Mitteln ihr „Recht“ zu verschaffen, und wir sie nicht daran hindern können, ihre von ihnen als existentiell empfundenen Interessen mit ihren Mitteln wahrzunehmen, zu verteidigen, vielleicht gegen eine offenbar erfolgreich dagegen haltende gegnerische Übermacht sogar, dann müssen wir, auch dann, wenn wir unsererseits davon überzeugt sein dürfen, ihnen keinerlei Unrecht zugefügt zu haben, mit den Tätern über einen Abbau ihrer Überzeugung reden, einen Interessenausgleich zustande bringen. Sonst kämpfen wir einen Kampf, den wir nicht wirklich gewinnen können und der am Ende alle Beteiligten unglücklicher macht, als sie fortdauerndes Unrecht machen würde.

 

 

 

4) Stichwort: Kriege

 

 

 

Rechtzeitig Interessengegensätze ausgleichen !

 

 

 

Bevor Deutschland 1939 den Zweiten Weltkrieg gewissermaßen öffentlich eröffnete, indem es mit Waffengewalt in polnisches Staatsgebiet stürmte, lebten die späteren „Kriegsteilnehmer“ keineswegs in gegenseitiger Feindschaft. Speziell zu Deutschland/Polen: Deutsche und Polen verehrten gemeinsam den Komponisten Chopin, blickten auf einen gemeinsamen Staat Polen-Sachsen zurück, die Deutschen liebten die stabilen polnischen Mädchen und die herzhafte polnische Wurst etc..

 

1939 sah die gefühlte Beziehung zwischen Deutschland und Polen jedoch leider so aus, daß die Deutschen empfanden: Polen hat uns etwas genommen, und die Polen fühlten: Deutschland will uns etwas nehmen. Hätte man aber den durch den Vertrag von Versailles entstandenen polnisch-deutschen Interessengegensatz auf beiden Seiten nicht auf diese Art feindschaftlich sondern ihn  definiert, in Polen : Deutschland hat etwas verloren, in Deutschland: Polen hat Angst, etwas (wieder) zu verlieren, wäre womöglich eine „freundschaftlichere“ Lösung zu finden gewesen, gleich der damaligen Münchner über das Sudetenland. Ein Einwand hier, Deutschland hätte, mehr als nur einen Kompromiß mit Polen angestrebt, man habe ja auch die gesamte CSSR okkupiert, hätte gar nicht diskutiert werden dürfen, denn der Einwand ist in jedem Fall ein voreingenommener feindschaftlicher Einwand, der leider Feindschaft weiter fördert. Wäre seinerzeit zielstrebiger ein Interessenausgleich angestrebt, eventuell von Dritten vermittelt worden, noch während des „Polenkrieges“ und auch noch in der Folgezeit, dann ... Man kann es nicht behaupten, weil man es nachträglich nicht beweisen kann; aber man kann auch das Gegenteil nicht beweisen.

 

Zu fragen ist nun, warum der Streit wegen eines weltpoltisch relativ wenig wichtigen Interessengegensatzes zwischen Deutschland und Polen nicht durch einen von außen vermittelten Kompromiß beigelegt wurde. Und diskutiert werden sollte da die Antwort: Weil über diesem Streit ein viel größerer Konflikt, eine Feindschaft zwischen zwei weltpoltisch außerordentlich tiefgreifenden, dabei unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Philosophien lag: Die Feindschaft zwischen der sogenannten kapitalistischen und der sogenannten sozialistischen Ordnung, zwischen einer sich am Markt orientierenden und einer vorgeplanten Wirtschaft. Und für die einflußreichen Kräfte der kapitalistischen Ordnung zählte Deutschland damals zum „sozialistischen Lager“. Weshalb diese sich Deutschland gegenüber – gelinde gesagt – reserviert  verhielten. Wenngleich Polen eher ebenfalls nicht dem „Kapitalismus“ zuneigte. Aber das sozialistische Deutschland schien stärker und gefährlicher zu sein.

 

 

 

Und warum sind Kapitalismus und sozialistische Ideologie Feinde ? Warum werden auch nach dem Zweiten Weltkrieg weiterhin weltweit entsprechende Feindschaften ausgetragen ? Zwischen „dem Westen“ und „dem Osten“, in Europa, Vorder- und Zentralasien, Afrika und Amerika ? Was läßt die Anhänger der beiden Philosophien fortwährend gegeneinander kämpfen, Kriege führen ? – Antwort: Die Angst vor einander.

 

 

 

Kriegsursache Angst

 

 

 

Der sogenannte Westen gibt den Menschen in seinem Bereich formal ziemlich viel Freiheit – formal. Aber das kapitalistisch genannte Freie-Markt-System des Westens funktioniert gleichzeitig unbefriedigend, es zeitigt fortlaufend bedrohliche Krisen und verursacht, insgesamt gesehen, eine himmelschreiende soziale Ungerechtigkeit. Demzufolge im sogenannten Osten eine sozialistische Plan- und Verteilerwirtschaft ausgerufen wurde, wobei man „signalisierte“, diese bis zum dann „erfolgreichen“ Ende „international“ verwirklichen zu wollen. Und da nun wieder die gemeinnützig gedachte Planwirtschaft ganz und gar nicht mit dem von Natur aus eigennützigen Menschen zu vereinbaren ist, sehen sich die im Prinzip wohlmeinenden Sozialisten durchweg gezwungen, den Menschen ihre „Gerechtigkeit“ aufzuzwingen. Wovor sich dann die Menschen „im Westen“, denen Freiheit zur Selbstbestimmung wichtig ist, fürchten, Angst haben. Die Weltpolitik steht so jetzt vor einer paradoxen und tragischen Situation. Beide Seiten haben Angst. Die eine, die „kapitalistische“ offeriert „Freiheit“, aber die Bürger dort drohen latent, wegen der sozialen Ungerechtigkeit die Front zu wechseln. Und der Osten sieht sich andauernd der Gefahr ausgesetzt, wegen seines verführerischen Versprechens „Gerechtigkeit“, von dem der Westen meint, es koste die Freiheit, vom Westen zurückgedrängt, ausgeschaltet zu werden.

 

 

 

Aus dieser Situation beidseitiger „aggressiver Verteidigung“, in der zudem nicht nur offizielle Staaten – demokratische und autokratische - sondern auch „Rebellen“, und „Terroristen“, ihren Kampf „Freiheit oder Sozialismus“ kämpfen - besser gesagt: „Freiheit oder sozialistische Ideologie“, denn unter sozialen Bedingungen möchten die Menschen im freien Westen schon auch leben können – führt nur ein Weg heraus: Der „Kapitalismus“ muß sozial werden.

 

 

 

Wie ? – So:

Durch Einführung eines neuen, hinreichend funktionierenden Währungssystems, durch Aufgabe der alten, Übernahme einer neuen Währungsphilosophie. Eine entsprechende „Wende“ oder „Reform“ ist verhältnismäßig leicht, schnell und ohne schädliche Nebenwirkungen durchzuführen. Denn der sogenannte Kapitalismus des Westens ist nicht schuld an den Krisen und der sozialen Ungerechtigkeit in seinem Bereich. Der Kapitalismus wird sozial wirken, wenn er in einem funktionierenden Geldsystem arbeitet. Die Ursache des bisherigen Übels liegt im Geldsystem. Der Kapitalismus kann sozial sein.

 

 

 

5) Stichwort: Antisemitismus

 

 

 

Der Holocaust war Folge eines vermeidbaren Interessengegensatzes

 

 

 

Die sogenannte Feindschaft hat in der Vergangenheit fortgesetzt speziell auf die Beziehung zwischen Juden und Nichtjuden fürchterlich, entsetzlich, katastrophal eingewirkt. Folge der „Feindschaft“ war hier, daß im Verlaufe der NS-Herrschaft in Deutschland unter Verantwortung Deutscher sechs Millionen Mitmenschen jüdischer Religion und/oder jüdischer Volkszugehörigkeit ermordet worden sind. Dabei war der Holocaust aber keineswegs bedeutsame Folge beziehungsweise direkter Anlaß eines entsprechenden Antisemitismus. „Antisemitismus“ war nur die Losung, unter der die Gegner beziehungsweise dann Feinde der Juden das Unfaßbare zur entsetzlichen Wirklichkeit machten. Tatsächlich war der Holocaust die Folge eines Interessengegensatzes, für den nicht die nichtjüdischen Interessengegner der Juden und schon gar nicht die Juden selbst verantwortlich waren, der aber niemals aufgelöst, weil niemals der Wirklichkeit entsprechend thematisiert, dann aber von den Opfern des Interessengegensatzes, den nichtjüdischen, total wirklichkeitsfern den jüdischen Mitmenschen angelastet worden ist. Die tatsächlichen Opfer der Unglückspolitik der Weimarer Republik, und hier handelte es sich um das Volk in seiner übergroßen Mehrheit, verstand – ohne Sachverstand – völlig unsachgemäß „die Juden“ als ihre entsprechenden Feinde. Was Antisemitismus bedeutet, was unter Semiten zu verstehen war, verstanden nur verschwindend wenige der nichtjüdischen „Feinde“. Und kaum jemand kannte einen Juden bewußt persönlich und fühlte ihn gar als seinen „Urfeind“. Aber zu oft als seinen Interessengegner – fälschlicherweise.

 

 

 

Daß nach 1945 der Staat Israel gegründet worden ist, war historisch zwingend und sollte zukünftig von keinem Menschen infrage gestellt werden.

 

 

 

Die Politik der maßgeblichen Politiker Israels zu kritisieren, ist in vielen Fällen wohl sachlich nicht zutreffend zu begründen, Ausdruck eines Antisemitismus ist es jedoch nicht. Hier wird gegebenenfalls lediglich ein Feindbild mißbraucht. Das dann wieder auch nur aus einer inneren Not heraus.

 

 

 

Noch einmal das Fazit:

Eine sogenannte Feindschaft ist – genau gesehen - ein Interessengegensatz, bei dem die Interessen „der Gegenseite“ nicht hinreichend als vollwertige, als den eigenen Interessen möglicherweise gleichwertige Interessen respektiert werden, meist gar nicht respektiert werden können, weil sie der „eigenen Seite“ überhaupt nicht tatsächlich bekannt sind. Das Interesse der Gegenseite gilt in solchen Fällen nicht als deren  – im Prinzip doch mögliches – gleichwertiges Interesse sondern als Ausdruck einer von der Gegenseite praktizierten „Feindschaft“. Daraus ergibt sich die tragischgefährliche Einstellung, daß jede Seite immer die eigene Seite wie selbstverständlich im Recht fühlt - vorher, im aktuellen Augenblick und danach. Jede Seite – jedenfalls deren wirklich maßgebliches Potential - meint da, sich gegen die andere Seite verteidigen zu müssen. Und keine der Seiten hält das Phänomen, sich immer auf der richtigen, der rechten Seite zu befinden, für eine dann unverständliche „Fügung“. – Man sollte deshalb die ideologische Formel Feindschaft völlig aus dem Wortschatz eines jeden, einer jeden Population tilgen. Und sich darum bemühen, den Interessengegensatz, um den es in Wirklichkeit geht, auszugleichen. Im Interesse beider Seiten.

 

 

 

Der Weg von der Feindschaft zur Freundschaft

 

 

 

Wenn zwei „Parteien“ sich darüber freuen können, daß sie sich nicht wechselseitig als Feinde verstehen und deshalb nicht fürchten und bekämpfen müssen, sondern eventuell gegensätzliche Interessen ihres jeweiligen Interessengegners erkennen, verstehen und mit den eigenen abgleichen konnten, sind sie, weil sie sich gemeinsam darüber freuen, Freunde.

 

 

 

 

 

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Anhang:

 

Der gutgemeinte Ruf nach mehr „Streitkultur“

Dazu:

1) Streitkultur ist eine nicht unwichtige „Untergliederung“ von Kultur allgemein. Neben der Pflege der Kunst, der Hygiene etwa.

 

2) Kultur kann man in keinem Fall verordnen – nur zulassen. Verhindert man Kultur nicht geradezu dadurch, daß man den Menschen zwingt, sich entsprechend einer speziellen von außen vorbestimmten Kultur zu verhalten, verhält er sich – dann durchaus im Rahmen seiner Kultur, Kultur muß man als Lebensart „übersetzen“ -, so, daß seine Lebensart von anderen nicht explizit als unangenehm erfühlt wird.

 

3) Erst wenn man dem Menschen eine Kultur – entsprechend einer Ordnung, die nicht der seinen entspricht - verordnet, dies vielleicht überwiegend zu einem Zweck, der kein kultureller ist oder gar gegen seine eigenen persönlichen Kulturvorstellungen eingesetzt wird, geschieht es gegebenenfalls zwangsläufig, daß er sich unangenehm, d.h. entgegen der ihm verordneten „Kulturordnung“ aufführt.

 

4) Ansonsten laufen alle Menschen von vorn herein - im Prinzip - auf einer hinreichend ähnlichen Kulturschiene. „Kulturpolitik“ ist da oftmals geradezu eine Drohung.

 

5) Die sogenannte „Streitkultur“ wird dann aufgegeben, wenn der Streit gar kein Streit, d.h. keine Interessenauseinandersetzung mehr ist sondern zu einer Feindschaft degenerierte, weil das Streitthema nicht aufgelöst werden konnte, weil es gegebenenfalls gar nicht – das wirkliche Streitthema und das beider Seiten – gar nicht definiert, weil nicht wahrgenommen, weil nicht gesucht worden ist. Dies weil der Interessengegner von vornherein nicht genügend respektiert sondern als „Feind“ nur mißachtet wurde.

 

 

 

 

 

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Neuer wichtiger politischer überparteilicher Verein:

 

 

 

Aufruf zur Mitarbeit !

 

in der

 

Liberal-Sozialen Union (LSU)

 

 

 

Kürzlich hat eine Initiative den Aufbau eines neuen politischen aber - absolut überparteilichen - Vereins beschlossen. - Aktueller Anlaß: Zusammenschluß von Union und SPD zu einer Koalition, Zusammenbruch der FDP und Scheitern der AfD. - Um elementare Interessen der Bürger Deutschlands zu schützen und den deutschen freiheitlichen und demokratischen Rechtsstaat vor einem Ende a la 1933/1945 zu bewahren, will man eine neue bessere Politik für die Zukunft entwerfen und in der Bevölkerung Deutschlands bekannt machen.

 

 

 

Man hält Deutschland für den am besten organisierten Staat, den man kenne, die Verfassungen von Bund und Ländern und die im Gesamtstaat herrschende politische Praxis dem aller anderen Staaten meist überlegen. Idee und Wirklichkeit unseres Staates verdienten deshalb gepflegt und umsorgt zu werden. - Ihrer Satzung entsprechend, wird der neue Verein alle grundgesetzlichen Normen und alle gültigen sonstigen Gesetze Deutschlands voll respektieren und verteidigen.

 

 

 

Mit dem Namen „Liberal-Soziale Union“ verpflichtet sich der Verein, eine freiheitliche, unideologische und tolerante, niemals dagegen eine sogenannte neoliberale zu vertreten, sowie eine soziale, eine sozialgerechte Politik anzubieten, nicht dagegen eine sozialistische, plangebundene und obrigkeitsbestimmte - und alle Politik immer zu Gunsten aller Bürger, deren Union also, niemals dagegen zum Vorteil nur einer Klientel, nur eines Teils des gesamten Volkes. Der Verein verpflichtet sich, niemals eine sogenannte Umverteilungspolitik zu erlauben, weder von unten nach oben, noch von oben nach unten - vielmehr Wohlstand für alle zu schaffen – durch Chancengleichheit und Eigeninitiative.

 

 

 

Mitglied des neuen Vereins kann jeder über 16 Jahre alte Bürger werden, der über die vollen staatsbürgerlichen Rechte verfügt, entsprechend der Vereinssatzung absolut verfassungsgemäß handelt und die ebenfalls in der Satzung verankerten politischen Grundziele sämtlich nicht infrage stellt sondern zu verwirklichen sich einsetzt.

 

 

 

Die neue Liberal-Soziale Union möchte sich primär in der Bundespolitik engagieren, sowie in aktuellen Fällen sozialer Nöte einzelner Bürger. - Auf die Länder- und Kommunalpolitik wirkt sie gegebenenfalls insoweit ein, wie die Bundespolitik sowieso die Möglichkeiten der Bundesländer und der Gemeinden bestimmt.

 

 

 

 

 

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Folgendes, alle politischen Bereiche umfassendes Rahmenprogramm ist Teil der Vereinssatzung. Dieses Programm wird als Selbstverpflichtungserklärung verstanden. Ein konkretes und detailliertes Maßnahmenprogramm liegt vor.

 

 

 

Rahmenprogramm

 

 

 

Auf der Grundlage des LSU-Programmes wird garantiert -

 

 

 

1) Sicherheit von Geldvermögen. –  daß die Bürger Deutschlands nie mehr nennenswerten Schaden an ihren Geldvermögen erleiden müssen. – Ohne elementare Interessen unserer befreundeten europäischen Nachbarn zu beeinträchtigen, gibt sich Deutschland nach einer Übergangszeit wieder eine eigene autonome Währung.

 

 

 

2) Staatsschulden. – daß die Bürger nie mehr Angst vor Staatsschulden haben müssen.

 

 

 

3) Steuern. – daß die Steuern für Unternehmen und Bürger beträchtlich gesenkt werden, ohne daß die staatlichen Leistungen zum wirklichen Nachteil von Unternehmen und Bürgern reduziert werden müssen. - Durch eine wesentliche Verschlankung unseres Staates können zig Milliarden eingespart werden.

 

 

 

4) Einkommen. – daß die Arbeitseinkommen aller Bürger sehr bald sukzessive beträchtlich steigen. - Unter den Bedingungen einer freien Marktwirtschaft und ohne staatliche Reglementierung.

 

 

 

5) Vollbeschäftigung. – daß sehr bald alle Bürger so viel und unter, von ihnen freiwillig akzeptierten Bedingungen – also auch Lohnbedingungen – arbeiten können, wie sie aus ihrem Bedürfnis heraus arbeiten möchten.

 

 

 

6) Alters-, Hinterbliebenen- und Invalidenversorgung. – daß sehr bald eine entsprechende dauerhaft finanzierbare Sozialversicherung zur Verfügung steht, die allen Betroffenen dauerhaft einen sozialen Standard gewährleistet, wie sich ihn als Nichtbetroffene erarbeiten könnten.

 

 

 

7) Krankenversorgung. – daß sehr bald ein Krankenversorgungssystem zur Verfügung steht, das allen Bürgern die gleiche wissenschaftlich gegebene, am Heilungsziel orientierte und von ihnen gewünschte Behandlung bietet.

 

 

 

8) Frieden und Sicherheit. – daß durch eine entsprechende deutsche Außen-, Innen- und Wirtschaftspolitik relevante gewaltsame Konflikte mit anderen Staaten absolut ausgeschlossen werden sowie innere Sicherheit vor Verbrechen und entsprechendem Terror weitestgehend gewährleistet sein wird. – Die derzeitige deutsche militärische Bundeswehr wird zu einer „Deutschen Notwehr“ reformiert.

 

 

 

9) Bildung. – daß alle Bürger sehr bald die gleichen individuell gewünschten, soziale Gerechtigkeit gewährleistenden und der Allgemeinheit wirklich dienlichen Bildungschancen bekommen.

 

 

 

10) Umwelt. – daß umgehend eine Umwelt- und Ressourcenpolitik greift, die den gesundheitlichen, wirtschaftssozialen und egoistisch-emotionalen Interessen der heute lebenden Menschen sowie die deren Kinder und nächstfolgenden Enkeln voll gerecht wird.

 

 

 

Bitte arbeiten Sie mit !

 

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So kann sich die SPD retten - Sofortprogramm!

1) Frank-Walter Steinmeier zieht seine Bundespräsidenten-Kandidatur zurück und schlägt Christian Wulff für dieses Amt vor.

 

 

2) Sigmar Gabriel erklärt, sein Amt als Vizekanzler und Wirtschaftsminister so lange ausüben zu wollen, wie die jetzige Bundesregierung im Amt ist, sowie für die absehbare Zukunft als SPD Vorsitzender zur Verfügung zu stehen.

 

 

3) Sigmar Gabriel erklärt, falls das nächste Bundestagswahlergebnis dies ermöglicht, eine Bundesregierung als Ministerpräsident bilden und diese als Koordinator weitgehend selbstverantwortlicher Fachminister führen zu wollen.

 

 

4) Da ein „Ministerium für Wirtschaft und Soziales“, zuständig für die Währungspolitik, das wichtigste Amt einer Bundesregierung ist, strebt Gabriel an, gegebenenfalls dieses Doppelamt zusammen mit dem des Ministerpräsidenten auszuüben.

 

 

5) Das „Ministerium für Wirtschaft und Soziales“, werde, so Gabriel, eine moderne Konjunktur-, d.h. Währungspolitik kreieren, die so erfolgreich wirkt, daß die übrigen Ministerien ebenfalls maximal erfolgreich arbeiten können.

 

 

6) Gabriel stellt sofort folgendes Kompetenzteam zusammen, aus dem zur gegebenen Zeit die Leiter der - außer dem für Wirtschaft und Soziales – übrigen Ministerien hervorgehen können:

 

 

a) „Minister für internationale Beziehungen“: Frank-Walter Steinmeier. – In diesem Ministerium geht das bisherige Entwicklungsministerium auf.

 

b) „Minister für den Staatshaushalt“: X = ein bisher erfolgreicher Banker, der für den Staatshaushalt erfolgreich zu sammeln und zu sparen im Stande sein wird. Das bisher Finanzministerium genannte Amt konzentriert sich allein auf die Erstellung und Verwaltung des Staatshaushaltes.

 

c) „Ministerin für Äußere Sicherheit“: Margot Käßmann.

 

d) „Minister für Recht und Innere Sicherheit“: Heribert Prantl.

 

e) „Ministerin für Familien“: Andrea Nahles.

 

f) „Minister für Gesundheit, Umwelt und Verkehr“: Martin Schulz.

 

g) „Minister für Bildung“: X = eine erfahrene und erfolgreiche Persönlichkeit aus dem Bildungswesen.

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Das bedingungslose, als ausreichend akzeptierte, das gerechte Arbeitseinkommen!

Das neuerdings in den Medien verstärkt behandelte, vor Jahren durch die Verbindung mit dem Namen des Drogisten Götz Werner erstmals Aufsehen erregend ins Gespräch gebrachte sogenannte „Bedingungslose Grundeinkommen für alle“ ist gewiß gut gemeint und wird - auch von Werner - nicht etwa nur zwecks Imagepflege plakatiert (DM-Kette).

 

 

So wie die gute Absicht allerdings bisher konkret „angeboten“ wird – von wem inzwischen auch immer –, kann sie jedoch in Deutschland niemals von den Millionen Bedürftigen als ausreichend angenommen beziehungsweise von ausreichend viel Nicht-Bedürftigen akzeptiert werden. Werners „Grundeinkommen“ wird in der bisherigen Form, so diese überhaupt bereits geformt ist, ein „Potemkinsches Dorf“ bleiben, gegen das die Unzufriedenen fordernd protestieren und das von seinen Paten niemals zufriedenstellend, d.h. gerecht ausgestattet werden wird.

 

 

Man mag die Idee drehen, wie man will, und wie auch immer sich die Ideengeber des „Grundeinkommens“ dessen konkrete Ausformung vorstellen (Zahlungen an Bedürftige und/oder Steuerbefreiungen für diese), es geht hier nicht darum, daß irgendwann vom Himmel fallende Sterntaler zur Verteilung kommen sollen, sondern immer nur darum, daß sogenannte Besserverdiener einen Teil ihres Einkommens – dieses auf welche Weise auch immer erzielt – an Gering- oder Nichtverdiener abtreten müßten. Was allerdings diese niemals in ausreichender Zahl und ausreichendem Maße hinnehmen werden. Es wird – Ausnahmen werden die Regel bestimmen - immer von der unteren Seite geklagt bis rebelliert und von oben gedeckelt und – korrekt – „getrickst“ werden.

 

 

So ist der Mensch - von seiner Natur her ! Und wenn es über Jahrtausende nicht gelungen ist, den Menschen in dieser Beziehung zu – sagen wir – verbessern, wird das ab 2016 auch nicht wenigstens mittelfristig gelingen. – Dennoch sollte man das Projekt nicht eine Utopie nennen; es könnte ja zum guten Ende noch realistischer gestaltet werden.

 

 

 

 

 

Die realistische Alternative:

 

 

 

Das allseits akzeptierte, weil gerechte, bedingungslose

 

Arbeitseinkommen

 

 

 

Hierzu zunächst eine zielführende Gedankenkette

 

 

 

1) Wenn ein Mensch, allein auf sich gestellt, überleben will, muß er das zum Überleben Notwendige (Grundnahrung, Behausung, Kleidung etc.) entweder selbst produzieren (bzw. ernten/finden) oder sich dieses von anderen Produzierenden schenken lassen. Auf diese Weise kann ein Mensch, wenn er arbeitsfähig ist und die Naturvoraussetzungen in seinem Lebensbereich gerade noch ausreichen, gerade noch zu dem tatsächlich Notwendigen kommen. Denn mehr als das Notwendige oder gar eine Vielfalt von Gütern kann ein Mensch allein für sich nicht produzieren, ernten, finden.

 

 

2) Wünscht er sich, seinem Gefühl, seinem Wünschen folgend, mehr als das Notwendige (Spaß, Kultur, Bildung, nicht lebensnotwendigen „Luxus“), muß er zusehen, wie er an das entsprechende Mehr, an die entsprechenden Güter kommen kann, die zwar nicht er – zusätzlich zu den seinen - produzieren, wohl aber ein anderer Mensch ihm eventuell zur Verfügung stellen kann. Weil der diese über das ihm Notwendige hinaus „übrig“ hat und er bereit ist, seinen „Überschuß“ gegen, für ihn interessante und bei seinem Mitmenschen einhandelbare, Güter eintauschen kann. – Ab diesem Stadium der Tauschwirtschaft praktizieren die Menschen die sogenannte Arbeitsteilung.

 

 

3) Zwar ist ohne diese Tauschwirtschaft eine – zur Wohlstandsbildung unabdingbare – Arbeitsteilung nicht möglich; aber die Tauschwirtschaft ist nur eine „In-der-allergrößten-Not-Lösung“. Sie ist nur erfolgreich anwendbar, wenn zwei komplementäre „Handelspartner“ aufeinandertreffen. Da dies allerdings nur relativ selten so kommt, ist die Tauschwirtschaft immer unvermeidbar so ineffizient, daß, hätten die Menschen sie nicht schließlich durch eine andere Wirtschaftsform überholt, sie heute noch weitgehend in Hütten, frierend, hungernd, dahin darben und dahin dösen würden.

 

 

4) Da „entdeckten“, „gebaren“ die Menschen die Geldwirtschaft. Eine „Erfindung“, die im Prinzip das Programm für „Wohlstand für alle“ hätte werden können, die aber, weil sie als noch nicht voll ausgereiftes Projekt auf die Welt kam und ihre volle Funktionsfähigkeit bis heute noch nicht erreicht wurde, den theoretisch möglichen „Wohlstand für alle“ – und das bis heute - geradezu verhindert hat.

 

 

5) Damit nicht jeder – nach Belieben – „sein“ Geld machen und mit zu Vielem davon den Markt leerkaufen konnte, gab nämlich jetzt - so weit so zweckmäßig - fortan nur noch die Obrigkeit (Könige, Fürsten, andere Würdenträger) Geld in Umlauf. Und zwar bewußt meist als Edelmetallgeld, da - nur - die Obrigkeit über Edelmetalle verfügte und also keiner sich selbst finanzieren konnte. Die Obrigkeit kaufte dann gegen das von ihr geschaffene Geld beim Volk ein oder verlieh dem Volk dieses Geld auch. So kam das Geld in Umlauf.

 

 

6) Aber auch das Obrigkeitsgeld war zukünftig zweifach behindert: Während von Jahrhundert zu Jahrhundert die Zahl der Menschen, die mit Geld hätten Handel treiben wollen, wuchs und sich die technische Möglichkeit, benötigte und gewünschte Güter zu produzieren, und die phantasievolle Lust der Menschen am Besitz von mehr Gütern ausweitete, konnte die Geldmenge, die einen sich vergrößernden Handel hätte umsetzen sollen, niemals durchgehend mitgesteigert werden. Einmal, weil die zur Verfügung stehende Edelmetallmenge zur Geldherstellung über die Jahrhunderte hinweg naturbedingt immer exorbitant zu klein blieb; zum Zweiten, weil das Edelmetallgeld fortlaufend dem Zweck, als Tauschermöglichungsmittel zu fungieren, entzogen, dafür zu verbreitet als eigenwertiger Schatz in Truhen aufbewahrt wurde. – Das Wohlstandsgeld war zwar als Prinzip da, aber es fehlte als dringend erforderliches Instrument. - Und die breite Masse des Volkes blieb arm.

 

 

7) Als die Menschen schließlich das immer - gesamtwirtschaftlich gesehen – zu knappe Gold- oder Silbergeld durch das Papier- und später auch Giralgeld abgelöst hatten, lösten sie sich dann aber - leider Gottes - nicht von der Vorstellung, das Geld müsse nicht nur seinen Wert in der Bedeutung seiner Funktion als Tauschmittel, sondern auch einen in ihm selbst steckenden Eigenwert haben. Was beim Edelmetallgeld tatsächlich so, beim Papiergeld aber nun nicht mehr nötig war. Weil nur die Obrigkeit, der Staat, dessen Zentralbank das Papiergeld zu Gunsten der Gesamtheit der Bürger ausgab und niemand nur zu eigenem Nutzen einfach nur „sein“ Geld machen konnte, das Geld deshalb ohne Eigenwert (Edelmetallwert) als sicher angesehen werden durfte.

 

 

8) Trotzdem bestand man – einem „Gefühl“ entsprechend - darauf, Geld müsse zum Beweis seiner Sicherheit, seiner „Seriosität“ eine „Deckung“ haben. Deshalb gab man sich anfangs dem Anschein hin, „irgendwo“ lägen Gold und Silber als „Sicherheitsdecke“, das man jederzeit gegen sein Papiergeld eintauschen könne. Naiv war, wer das glaubte. Selbst als  man im Laufe der nachfolgenden Zeit zugab, es sei so tatsächlich nur ein Teil des Papiergeldes „wertgesichert“, die meisten Menschen beließen es eh immer beim Papiergeld, so hätte jedenfalls der Gold- und Silberhort in der Praxis niemals ausgereicht, auch für nur zehn Prozent der umlaufenden Papiergeldmenge einzuspringen.

 

 

9) Diesem Irrvertrauen in eine tatsächlich immer nur angebliche Gelddeckung, dem Irrglauben an eine Notwendigkeit einer Gelddeckung hängen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit aber noch bis zum heutigen Tag an. Und da liegt heute - in Deutschland jedenfalls – die Ursache für – je nachdem, wie man rechnet – fünf oder sieben Millionen Erwerbslose, deshalb hohe Steuern und Sozialabgaben für den Einzelnen, armselige Renten, breite Alters- und Kinderarmut etc..

 

 

Als Gelddeckung nimmt man nun heute die Gütermenge her, faßt sie entsprechend ins Auge, legt sie entsprechend fest, die für den zukünftigen Ankauf von - geschätzt - produzierten Waren per Geld bereitliege, warte, geschätzt bereit liege, warte, zur Verfügung stehe; und man schließt daraus, daß unbedingt niemals mehr Geld in Umlauf gebracht werden dürfe, weil sonst eine Geldwertminderung (Inflation) einträte. Man meint also, die Waren, die produzierten, das Sozialprodukt müsse vor dem Geld im Markt zur Verfügung stehen. Nicht etwa: das Geld müsse auf die Waren warten, vorher da sein. Wobei man außer Acht läßt, daß – im Großen und Ganzen – vorausschauend immer nur so viel Sozialprodukt produziert wird, wie einigermaßen sicher voraussichtlich auch gegen Geld abgesetzt werden kann.

 

Hier wird so gedacht: Die Kohle (die Ware) müsse zuerst aus der Erde gefördert werden, danach erst die Eisenbahn-Transportstruktur (das Geld) bereitgestellt, die für eine vernünftige Verwendung der Kohle (Ware) unverzichtbar ist. – Infolge dieser Vorstellung, der daraus folgenden Währungspolitik des möglichst knappen, damit vielleicht im Wert steigenden Geldes, wird der Absatz von morgen immer schon heute eingeschränkt, schafft man Absatzmangel, Arbeitslosigkeit, Krisen von morgen immerzu bereits heute. Und verhindert Vollbeschäftigung, Lohngerechtigkeit, Einkommensgerechtigkeit, Vermögensgerechtigkeit.

 

 

 

Gerechte Arbeitseinkommen – durch Wachstum – statt Umverteilung

 

Die wichtigsten Schritte:

 

 

 

10) Im Fall Deutschland vergrößert die Deutsche Bundesbank die in Deutschland kaufaktive Geldmenge sofort beträchtlich. Sie führt der Käuferseite des Marktes – nicht der Investorenseite – sukzessive, in Lots, so viel zusätzliches, neben dem Euro umlaufendes Geld zu, in Form einer Zweitwährung („Konjunktur-Mark“), bis die Käuferseite mit ihrer Gesamtkaufkraft fortlaufend die gesamte Produktion mit Geld kaufen kann, die die Produktionsseite zu erstellen bereit und in der Lage ist.

 

 

11) Danach gibt es keine Arbeitslosen mehr, die etwa das Grundeinkommen lt. DM-Werner nötig hätten. Eine Umverteilung von oben nach unten gäbe jetzt nicht einmal einen Sinn – abgesehen davon, daß sie politisch niemals durchsetzbar wäre.

 

 

12) Danach, bei Vollbeschäftigung, steigen – fast automatisch - alle Löhne auf ein gerechtes Niveau. Sogenannte „Unfreiwillige Niedriglohnberufe“ gibt es dann nicht mehr, so daß auch hier keine Umverteilung nötig, sondern ohne diese soziale Gerechtigkeit und damit sozialer Frieden im Land geschaffen wäre.

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Wie schützen wir unser gespartes Geld - bei Sparkassen, Banken und Versicherungen ?

Vortrag: Erdweg, 2. Dezember 2016

 

 

I. Ernste Sorgen sind nicht nötig

 

 

 

Ziel unserer Darlegungen hier soll sein, bei Ihnen, wie in unserem ganzen Volk, vorhandene Sorgen vor Verlust oder Wertminderung unserer Geldanlagen aufzulösen. Durch folgende Feststellungen:

 

 

1) Einmal sind die heutigen Politiker und Banker kompetenter, die entsprechenden Gefahren auszuschließen, als die früheren, und sie sind auch nicht rücksichtslos sondern im Prinzip gutwillig, auch wenn wir nicht immer mit ihrem Tun

übereinstimmen.

 

2) Zum Zweiten hat es die bei uns heute latent große Angst bewirkende deutsche Inflationskatastrophe von 1923 nie vorher und nie nachher irgendwo noch einmal gegeben, war diese völlig unnötig, keinesfalls dem verlorenen 1. Weltkrieg geschuldet, war sie ein außergewöhnlicher absoluter „Ausraster“, nicht auf unsere heutige Zeit zu übertragen – als „zum Beispiel“. Eine Wiederholung ist - auch so gesehen - äußerst unwahrscheinlich. – Auch das Beispiel „Währungsreform 1948“ sollte uns nicht beunruhigen, „1948“ war nichts wirklich Dramatisches.

 

3) Und Drittens ist für Deutschland selbst eine Naturkatastrohe, ein Eingriff „Höherer Gewalt“ – so etwas könnte tatsächlich unsere Ersparnisse vernichten – nicht - realistisch - zu erwarten.

 

 

 

Also dann: Es geht uns hier um befürchteten Verlust oder Minderung, bei Banken, Sparkassen und Versicherungen, bei Giroeinlagen und Spargeldern. Aktien gehören hier nicht eigentlich hin, sie müßten separat behandelt werden. – Nun aber – konkret - zu den infrage kommenden Stress-Auslösern im Einzelnen:

 

 

 

II. Giroeinlagen und Sparguthaben

 

 

 

1) Es kann zwar – theoretisch – dazu kommen, daß die Geschäftsbanken ihnen nur zum Verwahr und zur Weiterleitung anvertraute Gelder (Giro-Einlagen) nicht zum vereinbarten Termin oder überhaupt nicht bar an die Einleger zurückzahlen können, weil sie diese Gelder, obwohl sie ihnen nicht gehören, zum eigenen Nutzen weiterverliehen haben und nun die Gelder nicht früh genug oder - weil an risikogefährliche Leihnehmer ausgeliehen – überhaupt nicht zurückfließen. Diese Gefahr wird akut, wenn das Gerücht aufkommt, die Banken können „morgen“ nicht bar auszahlen, so daß dann zu viele „noch heute“ Geld abheben wollen, und speziell deshalb dann das Bargeld knapp wird.

 

 

2) Und es kann zwar – theoretisch – dazu kommen, daß die Geschäftsbanken ihnen als Spargeld – dann mit ausdrücklicher Weiterverleiherlaubnis - übergebenes Geld nicht zum vereinbarte Termin oder überhaupt nicht zurückzahlen können, weil sie es ihren Kreditnehmern ohne hinreichende Sicherheit – vielleicht weil sie dafür für sich und ihre Sparer höhere Zinsen kassieren wollten – zur Verfügung gestellt haben.

 

 

3) In beiden Fällen dürfen jedoch Girokunden und Sparer damit rechnen, daß der Staat oder die Zentrale Notenbank „einspringt“ und schadlos hält. Ansonsten wäre eine Rebellion im Volk, das Ende von demokratischer Ordnung also, unausweichlich. Schließlich ist der Staat dafür zuständig zu sichern, daß Geschäftsbanken einmal keine ihnen treuhänderisch anvertrauen Verwahrgelder „aus der Hand“ geben und zweitens eingeräumte Kredite immer absolut sicher gesichert sind. – Der Staat würde in solchen Fällen dann die Pleite-Banken übernehmen müssen, und wenn das Geld nicht reicht für alle deren Gläubiger, würden zwar letztlich die Steuerzahler zu zahlen haben; dann aber immerhin gerechterweise alle Steuerzahler und nicht nur die Einleger und Sparer. – Der Staat muß zudem dann – spätestens jetzt - dafür sorgen, daß „so etwas nicht wieder vorkommt“ - was machbar ist. – In diesem Bereich also: Entwarnung !

 

 

 

III. Guthaben bei Bausparkassen und Versicherungen

 

 

 

Bei Bausparkassen und Versicherungen ist ebenfalls - wie unter II. – grundsätzlich Entspannung angesagt.

 

 

1) Bausparkassen können im Prinzip leicht ihre Baukreditversprechen gegenüber den Sparern erfüllen, da sie diese leicht und hinreichend günstig auf dem Kapitalmarkt refinanzieren können. Lediglich eine „Schädigung“ der Interessen ihrer Kunden könnte sich als unabwendbar erweisen: Bausparer bekommen lt. ihren Verträgen für ihr Angespartes von den Kassen höhere Zinsen, als die Kasse zwecks ihrer Refinanzierung durch das Anlegen der Spargelder für sich hereinholen kann – derzeit. Die Politik könnte deshalb beschließen, daß diese „Not“ der Kassen durch eine rechtsgültige nachträgliche Veränderung der ursprünglichen Verträge gemildert wird. Dann verlören die Sparer zwar immerhin nicht ihr Geld, aber ihre Zinseinnahmen würden reduziert. – So etwas kann man ertragen.

 

 

2) Die Versicherten wird die Politik – wegen der oben schon angeführten sonst drohenden „Unruhe im Volk“ – nicht „im Regen“ stehen lassen sondern auch hier mit Steuermitteln „einspringen“, wenn sich herausstellen würde, daß Versicherungen mit ihren Geschäften auf dem Kapitalmarkt so viel Geld verloren haben, daß sie ihren Verpflichtungen gegenüber den Versicherungskunden nicht voll erfüllen könnten. Dann würden alle Steuerzahler und nicht nur wenige Versicherte bluten müssen. Direkte Einbußen hinnehmen müssen die Versicherten insofern, als daß sie nicht mehr von den erwarteten „hohen Gewinne“ der Unternehmen profitieren werden, die diese zwar in Aussicht gestellt haben mögen aber nicht garantiert hatten. – Kann man auch ertragen.

 

 

 

IV. Eine vom Staat beabsichtigte

 

Vernichtung von Geldguthaben per beabsichtigter Inflation

 

 

 

Die unterschwellige Hauptsorge der Bürger –

 

und wie diese beseitigt werden muß - und kann

 

 

 

Der Staat Deutschland hat derzeit – alle Ebenen zusammengezählt – rund zwei Billionen Euro Schulden - d.h. nicht, „er ist schuld“ sondern „er arbeitet mit entsprechend viel Krediten“. Und auch außerhalb des Staates arbeitet man noch mit Geld, das einer einem anderen geliehen, vorgestreckt, anvertraut hat – alles auch in beträchtlicher Höhe. Deshalb leben in Deutschland zu viele Menschen in der zugegebenen oder nur latenten, verdrängten Angst, die „oben Maßgeblichen“ könnten irgendwann etwa beschließen, an den Staat ausgeliehenes Guthaben in Höhe von vielleicht je 1 Billion Euro per Gesetz auf je 1 Euro abzuwerten.

 

Danach würde der Billionen-Schuldner seine Verbindlichkeiten durch Zahlung von 1 Euro tilgen können, und der ausbezahlte Gläubiger würde sich für einen Euro ein Eis kaufen. – Die hier geschilderte Szene ist kein Witz und auch kein Alptraum. Sie wurde schon einmal – 1921/23 - ähnlich praktisch gelebt – in Deutschland. Und wie schon gesagt: Nie vorher und nie nachher sonst wo auf der Welt. Die damaligen Verantwortlichen urteilten damals einfach, die aufgehäuften Schulden könnten niemals zurückgezahlt werden, also müsse man einen Schnitt machen, einen harten. Obwohl der „harte Schnitt“ - vernünftigerweise - überhaupt nicht erforderlich war und schon gar nicht so ungerecht hart.

 

Man hätte die Gläubiger durchaus und mit Erfolg um Rückzahlungsausschub ersuchen können, eine Rückzahlung wäre in ein paar Jahren erreichbar gewesen; und man hätte per einem Lastenausgleich auch die Sachwertbesitzer „einschalten“ können, die Kriegsschulden – um solche handelte es sich damals – mitzutragen. – Zudem, dieser Wahnsinn: Wo waren schon Kredite in Billionenhöhe verbucht ? Bei einem Kurs 1:1 Billion mußte da ein Millionenschuldner – theoretisch gerechnet – nur den millionsten Teil einer Währungseinheit 1 zurückzahlen !

 

 

 

Die Beseitigung des Angstauslösers

 

 

 

Wenn man Angst hat vor einer staatlich inszenierten Inflation, wenn man fürchtet, Schuldner, ob Staat oder Nicht-Staat, könnten einmal daran interessiert sein, sich per „Inflation“ ihrer Schulden zu „entledigen“, sollte man überprüfen, ob es hilfreich, nützlich, nötig, irgendwie hinreichend sinnvoll ist, folgerichtig logisch sein könnte, sich überhaupt der Schulden „zu entledigen“ – oder ob es nicht etwa eher schädlich ist.

 

 

Denn dann kann man entdecken: Die angesprochenen Schulden sind gar keine bedrohenden Schulden, die man tilgen sollte - weder cash noch per Inflationspolitik.

 

 

a) Direkte oder indirekte Staatsschulden bei einer Zentralen Notenbank sind immer im Prinzip längst zur, für das Ganze lebensnotwenigen Kaufkraft im Gesamtgüterkreislauf geworden. Dieses Geld darf unter keinen Umständen jemals wieder zurück. Das ist zwingend so, was ausführlich erklärt werden kann. Dieses Geld fehlt dann in katastrophalem Maße dem Gesamtwirtschaftskreislauf. Diesen also nur noch sogenannten Schulden steht auch kein wirklicher Gläubiger gegenüber; flösse das entsprechende Geld einmal zurück, würde es nicht „weiter zurückgegeben“ sondern absolut nur vernichtet.

 

 

b) Geld, das Unternehmen oder Private dem Staat geliehen haben, wird zwar als Schuldengeld bezeichnet, wird aber von Unternehmen und Privaten, als Ganzes gesehen, niemals zurückverlangt. Ein Einzelner mag schon irgendwann sein Geld zurück haben mögen, ein anderer wird aber immer anschließend entsprechend viel „frisches“ Geld beim sicheren Staat sparen wollen. Würde der Staat alle seine diesbezüglichen „Schulden“ zurückgeben, müßten diese Schulden „zu Hause“ aufbewahrt werden, was eine wirtschaftliche, soziale, gesellschaftliche Katastrophe verursachen würde. Es kann hier nicht alles ausführlich dargelegt werden, aber es ist ein Naturgesetz – auf den Punkt gebracht: „Ohne Schuldner müßten Gläubiger verhungern“.

 

 

Noch einmal gesagt: Es besteht hier kein vernünftiger, schon gar nicht zwingender Grund, Schulden zurückzuzahlen oder sie „per Inflation zu tilgen“. Also ist die Ingangsetzung einer gewollten Inflation dieser Art - durch vernünftige und kompetente Verantwortliche - nicht zu befürchten.

 

 

c) Auch Draghis „Geldschwemme“, die ja gegebenenfalls leider als Schuldengeld („Staatsschuldverschreibung“) firmiert, darf vernünftigerweise nie als wirkliches Damokles-Schwert „Inflation“ verstanden und verwendet werden. Denn dieses Geld verbleibt vielmehr praktisch für immer im Umlauf, im Markt. Dieses Geld benötigt der Geld-Güter-Geld-Kreislauf in aller Zukunft durchgängig. Also auch hier keine „Inflationsgefahr zwecks Schuldentilgung“, keine begründete Angst vor zwangsläufigem Verlust von Gespartem !

 

 

d) Zwecks Vermeidung von Schulden-Inflations-Ängsten sollten Geldemissionen künftig grundsätzlich nicht als Kredite, nicht als Schulden „ausgeliehen“ sondern - im Rahmen des Notwendigen oder Wünschenswerten - als „Blut der Wirtschaft“ „fürs ganze Leben“ verabreicht werden. Das geht leicht, effizient, gerecht und ohne „schädliche Nebenwirkungen“.

 

 

 

V. Bürger müssen mitdenken und aufpassen

 

 

 

Als Nachwort: Von einem vertrauenswürdigen und sympathischen Mitmenschen, den man zu „seinem Politiker“ ausgewählt hat, sollte man fairerweise nicht verlangen, daß er – nun – allein - alles zum Besten gestalten muß. Er ist doch „nur“ einer von uns. Der Wähler sollte sich besser auch selbst interessieren und kompetent mittun. – Demokratie heißt ja „Volksherrschaft“ – und nicht nur Politiker sind „das Volk“.

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Amerika darf nicht sterben! *)

Eine große und angesehene deutsche Tageszeitung beurteilte in diesen Tagen die wirtschaftliche und soziale Lage in den USA vermittels des Vergleichs, wer die kranke deutsche Industriestadt Duisburg eine sterbende Stadt nenne, kenne die Situation in entsprechenden US-amerikanischen Städten nicht.

 

 

 

Dieses Urteil ist ein höchst gefährliches Urteil, weil es bei den Lesern des Blattes und damit in ganz Deutschland eine gefährlich depressive Reaktion auslöst.

 

Denn wenn wesentliche Teile der USA im Sterben liegen, wie hier assoziiert wurde, und gemeint ist ja: wirtschaftlich und sozial nur noch so dahinsiechen, dann bedeutet das, daß die bisherige Weltmacht Amerika entsprechend im Sterben liegt. Und wenn die Weltmacht Amerika sich wirtschaftlich nicht mehr retten kann, weil sie nicht weiß wie, sonst würde sie sich doch retten, dann ist auch eine gesund machende Wirtschaft in der übrigen Welt eine Unmöglichkeit.

 

Eine Hoffnung machende Therapie zeigt der Zeitungskommentar nämlich nicht auf und deutet jedenfalls auch nicht an, daß es sie immerhin gäbe. - Depression pur ! Wo soll da der Mut zu einer Zukunftsgestaltung, die erforderliche Kraft herkommen ?

 

 

 

Dabei gibt es die Therapie, mit der der neue US-Präsident Donald Trump sein Land retten kann. Und jetzt muß er es retten, nachdem Barak Obama seine Chance dazu vertan hat. Es gibt tatsächlich das Wirtschaftsprogramm, mit dem Amerika von der Ostküste bis zum Pazifik, von der kanadischen bis zu mexikanischen Grenze weitestgehend wirtschaftlich saniert und damit der soziale Friede im Land wiederhergestellt und gesichert werden kann. Und damit der Friede weltweit vorangebracht. Amerika darf und muß keineswegs - wirtschaftlich und sozial - sterben.

 

 

 

Donald Trump muß deshalb sofort:

 

 

 

1) die Massenkaufkraft zum Konsum in seinem Land beträchtlich steigern, indem er der Nachfrageseite des Markes, den Käufern also, durch die Geld emittierende Zentralbank des Landes relevant viel mehr zusätzliche Geld zukommen läßt, direkt und nicht über die Geschäftsbanken, für immer und nicht etwa als zinsbelastende Kredite.

 

2) die besonders lebensgefährlich erkranken Gebiete, z.B. die im sogenannten „Rostgürtel“, besonders entsprechend ausstatten, damit zwischen den US-Staaten ein Gleichgewicht der Gerechtigkeit umgehend geschaffen wird, um so eine endgültige Spaltung der Vereinigten Staaten zu vermeiden. Dazu müssen die besonders notleidenden Teilstaaten zu Sonderwährungsgebieten gemacht und mit einer jeweiligen Zweitwährung parallel neben dem bisherigen US-Dollar versehen werden („US-Dollar-Plus“).

 

3) der US-amerikanischen- und der Weltöffentlichkeit vertrauensvoll klar machen, daß der „Währungs-New-Deal“ lt. 1) und 2) erfolgreich, problemlos und ohne schädliche Nebenwirkungen – für wen auch immer – funktioniert. Keine Inflationsgefahr, keine „Schulden- und Blasengefahr“. Dafür Hochkonjunktur amerikaweit, Vollbeschäftigung amerikaweit, mehr soziale Sicherheit amerikaweit.

 

 

 

*) Frei nach Grzimek, „Serengeti darf nicht …“

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Erhöhung der Versicherungsbeiträge:   Nein, nein, nein, Frau Nahles !

Die derzeitige Sozialministerin Nahles, die übrigens einer Partei zugehört, die sich eine soziale nennt, befaßt sich mit dem Gedanken, eventuell den Lebensstandart der Durchschnittsbevölkerung abzusenken, indem die Rentenversicherungsbeiträge der Einzelbürger erhöht, so deren Nettoeinkommen verringert werden. – Wäre ein entsprechender Plan wegen irgendeines Bürgerinteresses empfehlenswert oder gar notwendig oder wäre er wenigstens unabwendbar, würde er in diesem Brief konsequent gefordert und darüber diskutiert, wie er möglichst erträglich gestaltet werden kann.

 

                                                           

 

Aber dieser Plan ist ausschließlich schädlich, er schadet den Bürgern und damit unserer Demokratie - und er ist völlig unnötig !

 

 

 

Weil die vom Staat auszuzahlende Rentensumme zukünftig insgesamt steigt – und sie wird unabdingbar steigen, da die Zahl der Rentenempfänger größer werden dürfte und die einzelnen Rentenbeträge, speziell der armen Kleinrentner, aus humanitären Gründen – sogar sofort - unbedingt relevant angehoben werden müssen –, kann das erforderliche Mehr an Geld, da gibt es keinen vernünftigen und kompetenten Zweifel, auf andere Weise aufgebracht werden.

 

Für eine entsprechende Politik zu sorgen, ist Aufgabe einer Arbeits- und Sozialministerin. Falls Frau Nahles nicht weiß, wie diese Politik gestaltet sein muß, muß sie sich entweder sachkundig machen oder ihr Amt aufgeben !

 

 

 

Die entsprechende Politik (u.a.)

 

 

 

1) Das Arbeitsministerium muß - schnellstens durch eine - durchaus mögliche - sachgerechte, absolut sicher wirksame und leicht zu gestaltende - bessere als die bisherige - Währungspolitik eine absolute Vollbeschäftigung in unserem Land herbeiführen. Wenn dann alle arbeitsfähigen und arbeitsbereiten Bürger – in ihrem Ermessen arbeiten (ggf. bis 70 ?) und entsprechend Versicherungsbeiträge leisten – können, steigt das Gesamtbeitragsaufkommen so sehr, daß eine Erhöhung von Einzelbeiträgen absolut verzichtbar ist.

 

 

 

2) Unser Staat kann auf fast allen Gebieten – etwa Außen-, Sicherheits-, Personalpolitik – so außerordentlich viel überflüssige, sogar schädliche, Ausgaben sparen, daß für wirklich unvermeidbare soziale Verpflichtungen immer und durchgehend ausreichend viel Geld zur Verfügung bleibt, ohne daß die Staatseinahmen über Steuer- oder eben Versicherungsbeitragserhöhungen aufgestockt werden müssen.

 

 

Bitte, unbedingt nur so,Frau Nahles!

 

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Verhelfen wir unseren US-Freunden aus ihrem Dilemma, ohne TTIP/Ceta ihre sozioökonomische Krise zu überwinden !

Wenn man sich auf deutscher Seite erfolgreich darum bemühen will, daß die USA auf die sogenannten Freihandelslabkommen TTIP und Ceta verzichten, muß man selbst zweckmäßiger- und fairerweise darauf verzichten, den USA zu aggressive oder gar markträuberische Motive für ihre entsprechende Forderung zu unterstellen. Die USA fühlen sich nämlich tatsächlich auf jenen Freihandel, den sie im Auge haben, existentiell angewiesen, benötigen ihn dringend aus einer eigenen Notlage heraus.

 

 

 

Denn der sozioökonomische Standard, auf dem der Durchschnittsamerikaner derzeit leben muß, liegt beträchtlich unter dem des Durchschnittseuropäers. Viele Millionen Amerikaner sind quasi arbeitslos und leben dementsprechend in großer Armut.

 

 

 

Diese Menschen sind zwangsläufig arbeitslos, weil die Menge Sozialprodukt, die sie erarbeiten könnten, auf dem amerikanischen Markt nicht absetzbar ist. Und dies nicht etwa, weil es in den USA an Bedarf mangelt, vielmehr weil es dort an Kaufkraft, an kaufaktivem Geld fehlt. Tatsächlich ist die in den USA zur Verfügung stehende Geldmenge, die Kaufkraft, die doch das erstellbare und von den Menschen benötigte Sozialprodukt auch kaufen muß, an der Größe des Landes gemessen, derzeit lähmend gering.

 

 

 

Und deshalb meinen die Amerikaner, unbedingt möglichst viel Güter exportieren zu müssen, wenn sie mit dem Ergebnis ihrer Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen wollen. Und deshalb dann wollen sie jedes Hemmnis, das ihrem Exportbemühen im Wege steht, aus dem Weg räumen, meinen, es notwendig zu müssen. Mit Hilfe von TTIP beziehungsweise von Ceta. Das von den USA geforderte Abkommen soll diesen Weg möglichst für alle Zeiten freihalten. – Wobei es den Amerikanern im Prinzip keineswegs darum geht, unbedingt bestimmte, gegebenenfalls in einem Empfängerland abgelehnte Güter zu verkaufen, sondern nur darum, überhaupt mehr Güter insgesamt verkaufen zu können.

 

 

 

An dieser Stelle: Das große amerikanische Interesse am Exportieren entspricht dem Deutschlands. Auch der „Exportweltmeister“ Deutschland wähnt sich weitgehend auf den Export angewiesen, von diesem abhängig, und fördert diesen auch - auf deutsche Weise – „dynamisch“.

 

 

 

Die Abhängigkeit einer Produktionswirtschaft und damit des zugehörigen Arbeitsmarktes vom Export wird in einem Land jedoch in dem Maße geringer - und dann auch das Interesse an einem gefährlich exzessiv betriebenen „Freihandel“ Marke TTIP/Ceta, wie die zuständige Notenbank der Käuferseite ihres Binnenmarktes ausreichend viel Geld zum Erwerb der möglichen Produktion zur Verfügung stellt, also eine nachfrageorientierte Geldpolitik praktiziert.

 

 

 

Für die USA bedeutet das ?

 

Wie kann den USA geholfen werden, auf TTIP und Ceta zu verzichten ?

 

 

 

1) Die USA dürfen ihre Zentrale Notenbank, die FED nicht mehr als Bank verstehen sondern als staatliche Behörde für die ausreichende Geldversorgung ihres Binnenmarktes.

 

2) Diese Behörde, dem Wirtschaftsministerium unterstellt, führt dem Geldkreislauf fortan sukzessive so lange zusätzliches Geld zu, bis alle Menschen des Landes so viel Erwerbsarbeit leisten können, also einen zumutbaren Arbeitsplatz finden, wie sie es mögen, weil nun das gesamte Ergebnis ihrer Arbeitsleistung auf dem Markt absetzbar ist. Jetzt reicht der Absatz auf dem Binnenmarkt grundsätzlich, um Arbeit und damit Wohlstand - gerecht für alle - zu schaffen und zu sichern. Jetzt sind Maßnahmen wie TTIP und Ceta überflüssig.

 

3) Die laufende Geldmengenvergrößerung wird nicht an Geschäftsbanken oder andere Wirtschaftsunternehmen geleitet, in Form von Krediten etwa, sondern direkt an die Konsumentenseite des Marktes gezahlt, damit diese mit dem zusätzlichen Geld in eigener Entscheidung Nachfrage üben, also vermehrten Absatz ermöglichen kann.

 

Um Mißverständnisse auszuschließen: Bei diesen Zahlungen handelt es sich nicht um jenes sogenannte „Grundeinkommen“, über das seit einiger Zeit diskutiert wird. Jeder Empfänger dieser „Konjunkturspritzen“ muß selbstverständlich über diese Zuflüsse hinaus durch eigene Leistungen „sein Geld“ verdienen.

 

4) Die hier beschriebene progressive Geldmengenpolitik wird niemals zu einer Geldwertminderung, Inflation führen. Das Güterangebot wird immer entsprechend mitsteigen; seine wünschenswerte Vergrößerung wird ja geradezu durch die Geldmengenvergrößerung erst hervorgerufen, erst durch diese ermöglicht.

 

5) Ein Geldsystem arbeitet für die Gesamtbevölkerung ihres Einzugsgebietes im Prinzip immer so viel weniger erfolgreich, weniger wohltuend, je größer das Einzugsgebiet ist. Deshalb sieht es in den USA, in Rußland und Teilen Euro-Europas entsprechend schlecht aus; in kleineren Währungsgebieten dagegen, wenn andere Fehlerkräfte nicht schaden, meist besser.

 

Demzufolge wäre es empfehlenswert, daß die vorerwähnte „US-Behörde für die ausreichende Geldversorgung des Binnenmarktes“ zukünftige zusätzliche Geldemittierungen in der Form von unterschiedlich gestalteten, aber mit dem US-$ gleichwertigen regionalen Zweitwährungen in Umlauf brächte. Denkbar etwa als „Süd-Dollar“, „West-Dollar“, „Ost-Dollar“ und „Nord-Dollar“. Eine solche Maßnahme würde derzeit extrem unterentwickelten US-Staaten zusätzlich aufhelfen, weil jetzt „ihre regionale Währung“ weniger dazu neigt, vornehmlich von „arm“ nach „reich“ wegzufließen und so „Arm“ immer mehr auszutrocknen und ärmer werden zu lassen.

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Erst höhere Arbeitseinkommen der Wohnungssuchenden – werden ausreichend viel Wohnungen schaffen !

„Jeder Mensch hat ein Grundrecht auf eine Wohnung !“

 

 

 

Dieser Losung wird verbreitet zugestimmt, von entsprechend Betroffenen und Engagierten sowieso, aber auch eigentlich von Nicht-Engagierten, jedenfalls grundsätzlich. - Breit gestritten aber wird dagegen über die Frage: „Wie teuer darf eine solche Grundrecht-Wohnung sein ?“ - so klagen die Wohnungssuchenden -, beziehungsweise: „Wie viel muß oder sollte eine Wohnung einbringen ?“ – so rechnen die Wohnungsanbieter. – Gedanken zum Thema, die den Streit auflösen könnten – konstruktiv:

 

 

 

Warum und zu welchen Bedingungen legen Menschen ihr flüssiges Geld an ?

 

 

 

Ein einzelner Mensch, der, oder ein Unternehmen, das Geld übrig hat, das man nicht zum Lebensunterhalt oder als Betriebskapital benötigt, spart es bei Geldinstituten oder investiert es in Aktien etc. – für eventuell später. Entsprechend flüssige Geldeigentümer, die durch Investitionen speziell in den Wohnungsbau für sich einen höheren oder gleichen Nutzen sehen als bei Sparverträgen oder Aktienengagements, bauen und bieten an, auch Wohnungen. Weniger Rendite (netto) aus der Erstellung von Wohnungen als aus einem Sparvertrag oder einem Aktienengagement, werden sie dann in der Regel allesamt nicht akzeptieren. Sie bemühen sich ja auch immer um die günstigste Anlage bei ihrer Bank oder einer Aktiengesellschaft und würden auch bei ihrem eventuellen Arbeitgeber immer auf das höchstmögliche Gehalt oder den höchstmöglichen Lohn bestehen. – Der Preis von Wohnungen unterliegt also faktisch dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Und ein Wohnungssuchender wird diesen Preis im Prinzip immer zahlen müssen. Denn der Marktpreis auch für eine Wohnung, den ein Wohnungsanbieter von irgendeiner Seite erzielen kann, entspricht immer dem wirklichen augenblicklichen Wert des Objekts.

 

 

 

Achtung ! Respektable und wohlmeinende Menschen, die wegen ihrer dann sehr humanen und sozialen Einstellung gerühmt gehören und die den Wert einer Wohnung – wie auch anderer Güter - anders definiert haben möchten, als hier behauptet wird, etwa – nachvollziehbarerweise - mit der Arbeitsleistung vergleichend, die ein anderer für ein Objekt geleistet hat, oder er selbst für die zu zahlende Preissumme leisten mußte, empfinden an der Wirklichkeit determinierter menschlicher Verhaltensmuster vorbei, erwünschen sich dann nur einen Wunsch-Wert, einen, der in der Praxis im Prinzip niemals zufriedenstellend durchsetzbar sein kann.

 

 

 

Aber kann der Wohnungssuchende die Wohnung,

 

auf die er zweifellos ein Grundrecht hat, auch bezahlen ?

 

 

 

Er kann es allzu oft nicht. Weil sein Arbeitseinkommen - ohne Eigenversäumnis – für ihn zu niedrig ist, um den wertentsprechenden Preis einer angemessenen Wohnung bezahlen zu können. – Aber unser Staat, die Politik kann dafür sorgen, daß die Arbeitseinkommen ausreichend hoch sind. Und er muß unbedingt dafür sorgen, weil Entsprechendes unbedingt möglich ist. Was nicht sachlich bestritten werden kann. Der Wohnungssuchende mit zu geringem Einkommen muß allerdings darauf achten, darauf drängen, daß die Politik eine entsprechende Politik konsequent macht.

 

 

 

Wie schafft man höhere Arbeitseinkommen ?

 

 

 

In dem man eine Vollbeschäftigungswirtschaft betreibt. Was Auftrag der Politik ist und was erfolgreich zu tun der Politik auch möglich ist.

 

1) Dann wird das Gesamtsteueraufkommen ganz außerordentlich steigen und können die Einzelsteuerpflichten der Bürger ganz außerordentlich sinken, d.h. können auch die Netto-Arbeitseinkommen der Wohnungssuchenden ganz außerordentlich steigen.

 

2) Das Gleiche gilt für den Bereich der Sozialkosten.

 

3) Auch ist gewiß, daß in einer Zeit der Vollbeschäftigung schon die Brutto-Arbeitseinkommen sukzessive, aber relevant steigen werden.

 

4) Und alle Zuwanderer können sich bei Vollbeschäftigung selbst versorgen und fallen nicht dem Arbeitseinkommen der Altbürger zur Last.

 

Die hier aufgezeigten Möglichkeiten sind voll realisierbare Möglichkeiten. Sie sind an anderer Stelle immer wieder dargestellt und noch nie sachkundig – etwa wegen „Nebenfolgen“ - zurückgewiesen worden.

 

5) Der Staat kann seine Ausgaben ganz außerordentlich kürzen, ohne elementare Bürgerinteressen zu benachteiligen. So kann er Steuern senken und Netto-Arbeitseinkommen steigen lassen.

 

6) Die Politik kann – und muß deshalb - das Wohnungsproblem dadurch wesentlich abbauen, daß sie eine entscheidend andere Bodenrechts- und Baurechtspolitik einführt. Eine Bodenrechts- und Baurechtspolitik, die deutlich positiv greift zu Gunsten von mehr und „bezahlbaren“ Wohnungen, aber elementare Interessen heutiger Bodeneigentümer und Naturschutznotwendigkeiten in keiner Weise beeinträchtigen muß.

 

 

 

Kann man niedrige Mieten erzwingen oder ersponsern ?

 

 

 

Jede andere – ggf. durchaus ehrliche und gutgemeinte – Wohnungspolitik ist tatsächlich überwiegend Placebo-Politik.

 

1) Versucht die Politik, die Wohnungskosten nach unten, unter die entsprechenden Marktpreise, runter zu reglementieren, schränken Wohnungsanbieter ihr Angebot automatisch prinzipiell ein und erhöhen so zwangsläufig auch die effektiven Wohnungskosten auf dem Markt.

 

2) Sponsert die Politik andererseits Wohnungskosten, indem sie der Gesamtheit der Steuerzahler einen Teil der Wohnungskosten speziell der Wohnungssuchenden aufbürdet, werden sich die Steuerzahler so effektiv gegen ihre Inanspruchnahme wehren, daß das Ziel der entsprechenden Politik unabdingbar verfehlt werden wird („politisch nicht machbar“).

 

 

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Ja - zum wirklichen Kapitalismus !

Sehr viele Menschen halten die „Überwindung des Kapitalismus“ für das unabdingbare Mittel gegen Wirtschafts-, Finanzkrisen und Sozialkrisen. Sie denken, im Kapitalismus könne es gar kein für alle gut funktionierendes und so gerechtes Wirtschaften geben. - Im sogenannten Kapitalismus, müßte man da allerdings wohl sagen, denn all die Menschen, die den Kapitalismus bekämpfen wollen, definieren diesen Begriff auf sehr unterschiedliche und ungenaue Weise.

 

Die einen denken dann an "Ausbeutung" schlechthin, ohne zu sagen, wie diese Ausbeutung genau abläuft und wie sie demzufolge wohl auch überwunden werden müßte.

 

Vielleicht denken andere an eine sogenannte „Vergesellschaftung der Produktionsmittel“, an eine Abschaffung der Unternehmerwirtschaft, so als hätte es im unternehmerfreien aber beamten- und kommissarreichen ehemaligen Ostblock keine Ausbeutung gegeben.

 

Oder sie denken an eine Überwindung der Freien Marktwirtschaft. Diese Gegner der Marktwirtschaft tun dabei so, als sei deren Gegenteil, die sogenannte Planwirtschaft, nicht nach 1990 weltweit zusammengebrochen, weil die, da an der Natur des Menschen vorbeiplanend, nicht funktioniert hat.

 

Oder Kapitalismus steht für die Kapitalismusgegner für Spekulation, „Spekulationsblasen“ oder Pleiten. Spekulieren und Blasen zum Platzen bringen, das kann allerdings auch jede nicht kapitalistische Wirtschaftsverfassung, das geschieht überhaupt außerhalb des Wirtschaftslebens ebenso.

 

Oder es ist die  sogenannte Zinswirtschaft (NS-Mann für Wirtschaft Gottfried Feder: "Zinsknechtschaft") gemeint, die abgeschafft werden sollte.  - Sollte das alles mit Kapitalismus gemeint sein ?

 

                                                                             

 

Die Antwort hier lautet: Der Zins sollte nicht abgeschafft werden, darf nicht abgeschafft werden, und die Unternehmerwirtschaft und die Freie Marktwirtschaft ebenfalls nicht, überhaupt der Kapitalismus nicht. Denn der wirkliche Kapitalismus, so wie er richtig definiert werden muß, ist ein Segen.

 

 

 

Was ist dann der wirkliche Kapitalismus ?

 

 

 

Was denn ist überhaupt Kapital ? Denn Kapitalismus muß ja wohl etwas mit Kapital zu tun haben. Was zunächst einmal ist also Kapital ?

 

 

 

Vorab: Was ist Geld ? - Antwort:

 

Geld ist ein Dokument, das einen Rechtsanspruch seines Besitzers auf spätere Entnahmen von Waren aus dem Güter-Geld-Kreislauf des Marktes ausweist, obwohl er selbst dem Markt – noch - keine Waren übereignet hat. Das tut er erst später, wenn ihm entsprechendes Geld wieder selbst präsentiert wird und jetzt er Waren dafür hergibt. Was er nun wiederum deshalb aus Eigeninteresse tut, da er das ihm jetzt gezahlte Geld benötigt, um damit seinerseits weitere Waren für sich einkaufen zu können.

 

 

 

Was ist dagegen Kapital ? - Antwort:

 

Kapital ist ein ausgeliehenes Nutzungsrecht an Geld (Geldkapital) oder direkt an Waren (Sachkapital). Der Transfer von Kapital dient beiden Seiten gleichermaßen: Dem Kapitalgeber, weil ihm die Kapitalübertragung eine erst für später vorgesehene eigene praktische Wahrnehmung seines Rechtsanspruchs an den Markt sichert (der Kapitalnehmer muß ihm das Kapital später irgendwann zurückgeben). Und dem Kapitalnehmer dient es, weil der zu einem früheren Zeitpunkt  Geld nutzen kann, zu dem ihm dieses nicht als Eigentum gehört.

 

Hinzu kommt, daß Sparer zum Zeitpunkt der Fälligkeit eines von ihnen gewährten Kredits nur dann mit dem späteren Vorhandensein der Warenmenge, für die gespart wurde, rechnen können, wenn Leihnehmer eben diese Warenmenge (als Summe) erstellen, um das Geld verdienen zu können, das sie zwecks Rückzahlung ihrer Schulden benötigten.

 

 

 

Das entsprechende Verfahren, der Handel mit Kapital, dieser wirkliche Kapitalismus, ist gesund, für eine erfolgreiche, zukunftsorientierte Wirtschaft sogar vollkommen unverzichtbar. – Und der Kapitalzins ?

 

 

 

Was sind und wozu gibt es Zinsen ? Gerechterweise ?

 

 

 

Wenn Geld verliehen wird, geht das Nutzungsrecht an diesem vorübergehend vom Leihgeber auf den Leihnehmer über, ist dann Kapital. Und jetzt nutzt der Leihnehmer das Kapital, zieht – jetzt statt des Leihgebers – seinen Nutzen aus diesem. – Konkret erklärt: Ein Kapitalgeber kann eine Maschine (Sachkapital) für sich selbst arbeiten lassen beziehungsweise sich mit seinem Geld (Geldkapital) eine Maschine erst kaufen und diese dann – dann als Unternehmer - für sich arbeiten lassen. In einem solchen Fall kassiert der Kapitalist als Unternehmer das Ergebnis der Arbeit der eingesetzten Maschine für sich.

 

Oder der Kapitalist verleiht Geld oder Maschine an einen anderen Unternehmer; dann kassiert zunächst dieser den Arbeitslohn des Kapitals, obwohl die Maschine eigentlich Eigentum des Kapitalgebers ist. - Wenn in einem solchen Fall der Kapitalgeber von dem beim Kapitalnehmer erzielten Arbeitsergebnis der eingesetzten Maschine einen Anteil für sich kassieren will, ist dieser geforderte Anteil der Zins. – Man kann es so sehen, daß der Kapitalist den gesamten Netto-, den Kernarbeitsertrag der Maschine – im Prinzip seiner Maschine - für sich beanspruchen will und dem Kapital leihenden Unternehmer für dessen Management die Differenz zum Bruttoertrag, den Unternehmerlohn zubilligt.

 

 

 

Der Leihnehmer ist also kein Kapitalist sondern Unternehmer. Dessen Aufgabe ist es, Investitionskapital zu besorgen, Produktionsanlagen einzurichten, Rohmaterial zu kaufen und Arbeitskräfte – das sind seine Subunternehmer – anzuwerben. Und dann muß er die produzierten Güter verkaufen. – Die Differenz zwischen seinen Kosten und seinen Einnahmen ist sein Unternehmer-Arbeitslohn. Hat er fleißig und kreativ gewirtschaftet, ist sein Unternehmerlohn – gerechterweise – höher, war er träge und phantasielos, fällt sein Verdienst niedriger aus. Der Unternehmerlohn ist kein Profit und kein Gewinn. Profite beziehungsweise Gewinne sind arbeitsloses Einkommen wie vielleicht Differenzen aus Börsenspekulationen, aus einer Beteiligung am Lottospiel, sind Erbschaften oder Schenkungen. Ein Unternehmer arbeitet aber selbst.

 

 

 

Abgesehen von der unternehmerischen Befähigung eines Unternehmers wird die Höhe seiner Kosten und seiner Erträge im wesentlichen Maße nicht durch ihn bestimmt sondern von den allgemeinen, letztlich politisch bestimmten Marktbedingungen. –

 

Zu den Erträgen: Wenn die Kunden nicht viel Geld/Kaufkraft zur Verfügung haben, sind nur niedrige Preise erzielbar. Dann kann der Unternehmer keine besseren durchsetzen.

 

Die Kosten: Sind die benötigten Produktionseinrichtungen und Rohstoffe knapp und deswegen hochpreisig, kann der Unternehmer deren Preise nicht nach seinen Wunschvorstellungen drücken. Das gilt auch für den Kapitalpreis, den Zins. Wollen in einer Zeit von Hochkonjunktur viele Unternehmer Betriebskapital leihen, ist das Kapital teuer. Ebenso ist es bei den Löhnen für die unselbständig beschäftigten Menschen, die Subunternehmer. Herrscht Vollbeschäftigung, erzielen diese Spitzenlöhne, -gehälter, -gagen, -honorare. Wartet dagegen ein mehr oder weniger großes Heer von Erwerbslosen auf eine Erwerbstätigkeit, liegen deren Einkommen auf niedrigerem Niveau, denn es warten immer Erwerbsarbeitsuchende darauf, für sich einen dann billigeren Job zu ergattern. Zwischenbemerkung: Wollte man von einem Unternehmer fordern, er solle höhere Löhne als die Marktlöhne zahlen, hieße das, ihn unfair zu überfordern. Jeder Mensch verfolgt seinen Nutzen so weitgehend, wie er es kann. Auch der Subunternehmer (Arbeiter/Angestellte etc.) nimmt seine Chance voll wahr, wenn er seinerseits gefragt ist und die Marktlöhne hoch liegen.

 

 

 

Zins verbieten ?

 

 

 

Manche Wirtschaftstheoretiker würden den Zins, also die Auszahlung des Kapitalarbeitsertrages an den Kapitaleigentümer, gern völlig abschaffen, weil sie ihn für ungerecht halten. Doch unverständlich bleibt dann immer, was am Zins, dem Arbeitslohn für Kapital also, wirklich ungerecht sein soll. - Abgesehen davon ist der Zins sogar volkswirtschaftlich notwendig – aus zwei Gründen:

 

Erstens, er lenkt die Kapitalströme in die volkswirtschaftlich beste Richtung. Das Kapital fließt – zinsgesteuert - vorzugsweise dahin, wo der höchste Zins bezahlt wird, bezahlt werden kann. Weil dort die besten „Gewinne“ möglich sind, weil dort die beste Absatzlage gegeben ist, weil dort die größte Nachfrage und wohl auch der größte oder wichtigste Bedarf zu befriedigen ist. Gäbe es keinen Zins, müßte das knappe Kapital planwirtschaftlich verteilt werden, was – gemessen am Bedarf – zu Fehlinvestitionen führen und Korruption hervorlocken würde.

 

Zweitens sollte man fragen, warum denn ein Erwerbstätiger über das Interesse an der Befriedigung seines eigenen Bedürfnisses hinaus Erwerbsarbeit leisten sollte, wenn er seinen "Überschuß" nicht als Kapital zinsgewinnbringend anlegen kann. Und Kapital schaffen sollte er doch, denn Kapital zur Finanzierung von Zukunftsinvestitionen muß sein. - Oder: Würde dem Leihgeber, dem Kapitalgeber die als angemessen zu bewertende Zinszahlung verweigert oder würde dieser Zins nicht erzielbar sein, wäre das Grund für den Kapitalbesitzer, sein Geld besser für sich selbst zu nutzen, so daß interessierte Leihnehmer ohne Maschinen wenig ertragreich oder gar nicht produzieren könnten.

 

 

 

Noch kurz eine weitere Sicht auf die Phänomene Kapital und Zins: Man kann das Ausleihen von Kapital auch als einen Verkauf – von Geld/Kaufkraft oder Sachwerten - auf Zeit, als einen befristeten Verkauf verstehen. Warum soll dann ein solcher befristeter Verkauf ohne Bezahlung erfolgen, wenn doch eine Ware, die für immer verkauft wird, ihren Preis beanspruchen darf ?

 

 

 

Wie absurd die eventuelle Wunschvorstellung von einem zinslosen, zinsfreien Transfer von Kapital ist, versteht man, wenn man sich vor Augen führt, daß man – wenn zinsfrei – unendlich kostenlos mit dem von anderen erarbeiteten Vermögen wirtschaften könnte. Ist die Laufzeit eines Kredits abgelaufen, könnte man sich immer – wiederum kostenfrei – einen neuen Kredit gewähren lassen.

 

 

 

Um Mißverständnisse zu vermeiden: Wenn von einem Hungernden o.ä. Zinsen für ein Darlehen erpreßt werden, mit dessen Hilfe sich der Arme Brot kaufen möchte, ist das ein unmoralisches Vorgehen. Gerechtfertigt ist nur der Zins für Investitionskredite, die allerdings in der Praxis 90 Prozent aller Zinszahlungen ausmachen.

 

 

 

Nicht etwa der Kapitalismus also oder die Unternehmerwirtschaft sind von vornherein unsozial, ungerecht, und die freie Marktwirtschaft ist es schon gar nicht. – In einer Marktwirtschaft steigen die Preise – die für Kapital und sonst Waren aller Art, also Investitions-, Konsumgüter und die Ware Arbeitskraft -, wenn diese knapp sind. Die Preissteigerung hat dann den positiven Effekt, daß mit all den knappen Waren in wünschenswertem Maße sparsam gewirtschaftet wird. Und daß nach preisgünstigeren Waren und Produktionsmöglichkeiten gesucht wird.

 

 

 

Auch die kapitalmarktregulierende Wirkung des Zinses ist wünschenswert. Gäbe es marktwidrig niedrige Zinsen für knappes Kapital, flösse das Kapital nicht dahin, wo es vordringlich benötigt wird, sondern würde von Schlauen für sich an Land gezogen, von solchen, die gegebenenfalls auch bereit sind, für die Kapitalvermittlung dubiose Provisionen oder krasse Schmiergelder (also doch eigentlich Zinsen !) zu zahlen.

 

 

 

Hier stellt sich die nachvollziehbare Frage, ob nicht doch für ausgewählte und besonders dringend benötigte Investitionen – im Interesse des Umweltschutzes oder zu Gunsten von unterentwickelten Völkern - gezielt niedrigere Zinsen eingeräumt werden sollten.

 

Antwort: Vielleicht sollten sie das, aber in der Praxis wird das nur selten hinreichend möglich sein, weil sich für solche „Humaninvestitionen“ einfach nicht viel Kapital anbieten wird und außerdem zu viele fragwürdige Investoren sich Billigkredite erschleichen würden. Wenn unbedingt ein Projekt gefördert werden soll, das nur niedrige Zinsen erwirtschaften kann, muß man den Investor durch Direktzahlungen so subventionieren, daß er marktgerechte Zinsen bezahlen kann.

 

 

 

Und noch folgendes: Könnten alle Beschäftigten den gleichen Lohn etc. durchsetzen – oder würde er ihnen zugestanden -, hätten die Trägen und Ineffizienten den Nutzen von dieser Regelung – und die Fleißigen würden sich bald ebenfalls nicht mehr um Effizienz bemühen.

 

 

 

Schließlich sind der Kapitalismus - und auch nicht die Markt- und Unternehmerwirtschaft - ebenso nicht schuld an der aktuellen Geißel der Menschheit, der in Deutschland und weltweit herrschenden Massenerwerbslosigkeit. – Jedenfalls in Deutschland stellen Leihgeber allen seriösen investitionsinteressierten Unternehmern, solchen, die Produktionseinrichtungen schaffen, erforderliche Rohstoffe einkaufen wollen, derzeit Investitionskapital in Fülle und zu günstigen Bedingungen zur Verfügung. Noch nie haben die "Kapitalisten" sich so sehr wie heute sogar darum bemühen müssen, ihr Kapital an den Investor zu bringen, es zu verleihen. Also billig ist derzeit das Kapital. Zentralbank- und Geschäftsbankenzinsen liegen auf niedrigem Niveau, so daß kein Unternehmer klagen muß, Investitionen seien zu teuer – deshalb könne er "keine Arbeitsplätze schaffen". An den sogenannten Kapitalisten liegt es – entgegen allen Kassandrarufen – also gewiß nicht, wenn wir heute allein in Deutschland rund sieben Millionen Erwerbslose zu verzeichnen haben. –

 

 

 

Sondern ? - Die Unternehmer investieren heute kaum in neue zusätzliche Produktionseinrichtungen, Arbeitsplätze, weil sie das Mehr an Gütern, das in den zusätzlichen Produktionseinrichtungen produziert werden könnte, wegen Kaufkraftmangels auf dem Markt nicht absetzen können. Es fehlt auf dem Markt die Kaufkraft-/Geldmenge, die erforderlich wäre, das heutzutage mögliche größere Produktionsvolumen kaufen zu können. Es fehlt den schon interessierten Kunden der Bauwirtschaft die Kaufkraft, das Geld, um genügend viele Bauaufträge – hinreichend viel Arbeitsplätze begründend – vergeben zu können. Es mangelt den Warenhauskunden an Kaufkraft/Geld, um, ihrem Bedarf entsprechend und umsatzsteigernd, Arbeitsplätze schaffend, konjunkturnotwendig viel einkaufen zu können. Es fehlt dem Staat das Geld, um Bildung, Kultur, Umweltschutz, wie an sich gewünscht – arbeitsplatzträchtig – finanzieren zu können. Es fehlt auf dem Markt insgesamt an Geld, an Kaufkraft. Wohl gemerkt: Es fehlt nicht an Kapital, das von den entsprechend hinreichend flüssigen Geschäftsbanken überall reichlich und billig angeboten wird – so daß dynamisch investiert werden könnte. Es fehlt vielmehr an Geld, Kaufkraft, weil die entsprechend zuständige Notenbank (in Deutschland die Deutsche Bundesbank als Filiale der Europäischen Zentralbank) davon seit vielen Jahren viel zu wenig in Umlauf gebracht hat und derzeit in Umlauf hält – so daß der Geldmarkt in katastrophalem Maße eingetrocknet, geschrumpft ist.

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Bedroht die Deutsche Bank den deutschen Steuerzahler ?

 

 

Deutsche Bank gefährdet Steuerzahler ?

 

 

 

Die Süddeutsche Zeitung, München, interpretiert in Ihrer Ausgabe vom 11.08.16, S.19, „…daß ein Zusammenbruch der größten Bank Deutschlands, der Deutschen Bank also, das gesamte globale Finanzsystem gefährden würde“. Markus Zydra, ein maßgeblicher Wirtschaftsredakteur der Zeitung, geht dabei davon aus, daß die Bank im Falle einer verschärften allgemeinen wirtschaftlichen Krisenlage in Liquiditätsschwierigkeiten in Höhe von 19 Milliarden Euro zu kommen drohe, falls bei ihr ausstehende Kredite in dieser Höhe verloren gingen und Kapitalinvestoren ihr Überbrückungskredite verweigerten. – „Weil“, so Zydra, „die Deutsche Bank so gefährlich (sic.) ist, kann die Bundesregierung das Institut kaum pleite gehen lassen“. Und folglich, meint der SZ-Mann, „müßte wohl der deutsche Steuerzahler einspringen“.

 

 

 

SZ interpretiert hier absolut falsch

 

 

 

Zwar muß schon davon ausgegangen werden, daß ausgerechnet Konkurrenten der Deutschen Bank im Falle von deren Illiquidität kaum in relevantem Maß unter die Arme greifen werden und die Deutsche Bank folglich dann pleite gehen würde.

 

Aber der deutsche Steuerzahler müßte für die Pleite eben nicht aufkommen, mit keinem Euro. – Im Gegenteil: Die „Kapitallücke“, wie Zydra die Schulden der Bank schönfärberisch nennt, mit dem Geld der Bürger, damit also aus dem Topf der umlaufenden Kaufkraft zu „schließen“, würde das Problem der Deutschen Bank erst zu einer tatsächlichen Katastrophe für die gesamte Volkswirtschaft, für deren Konjunktur machen.

 

 

 

 

 

Der vernünftige, machbare und gerechte Ablauf der Schadensbehandlung

 

 

 

1) Die Bundesrepublik gründet ggf. eine „Bank für Vernunft und Gerechtigkeit“.

 

2) Diese „BVG“ tritt für alle Schulden ein, die die Deutsche Bank wegen ihrer „Rückzahlungsschwierigkeiten“ nicht begleichen kann. Zu einer entsprechenden Maßnahme ist der Staat Deutschland moralisch verpflichtet, weil er die verlustbringenden Geschäfte der dann maroden Bank nicht verhindert hat, was ihm möglich gewesen wäre. Je nach zukünftiger Entwicklung der Außenstände der Deutschen Bank übernimmt die „BVG“ am Ende die gesamte Schuldenbank.

 

3) Selbstverständlich werden der „BVG“ auch Forderungen der Schuldenbank in der von ihr abgedeckten Schuldenhöhe übertragen; und bemüht sich die „BVG“ anschließend mit allen rechtlichen Mitteln, die Außenstände möglichst weitgehend einzutreiben.

 

4) Die Geschäfte der „BVG“ werden mit von der Deutschen Bundesbank (DB) beziehungsweise der Europäischen Zentralbank (EZB) zusätzlich zur bereits umlaufenden Geldmenge emittiertem Neugeld finanziert – als Dauergeldschöpfung und selbstverständlich zinsfrei.

 

5) Die Aktionen 1-4 belasten weder Steuerzahler, wo auch immer, Staatshaushalte, den Geldwert des Euro oder anderer Währungen, noch die Konjunkturentwicklung in Deutschland oder „global“.

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Asylanten in Deutschland –   vergrößern sie die Arbeitslosigkeit ? überbelasten sie die Sozialversicherungen ?

 

 

 

 

I. Arbeitserlaubnis für Asylbewerber ?

 

Grundsätzlich ja !

 

 

 

Im Prinzip müßte es einem jeden Menschen selbstverständlich erlaubt sein, zwecks Bestreitung seines notwendigen Lebensunterhaltes und darüber hinaus zwecks Befriedigung seiner legitimen Wünsche so viel und wo auch immer - und dabei für andere unschädlich - zu arbeiten, wie er mag. Das funktioniere in der Praxis dann so weitgehend, wie andere Menschen in der Lage und interessiert sind, dem Arbeitenden die Ergebnisse seiner Arbeit in einem Handel abzunehmen. Zu arbeiten ist da also  keine geschenkte Begünstigung sondern eine auferlegte Pflicht: „Im Schweiße Deines Angesichts sollst Du Dein Brot verdienen !“ Das heißt:. Mußt Du verdienen !

 

Demzufolge werden alle Asylbewerber selbstverständlich immer froh und unserer Gesellschaft, in die sie eingewandert sind, dankbar sein, wenn sie entsprechend arbeiten dürfen, weil sie doch tatsächlich arbeiten müssen. Und in den Heimatländern der Zuwanderer wird man viel Gutes und Sympathiestiftendes über unsere Gesellschaft hören und denken. Und auch die übrige Welt wird die deutsche freie und freizügige Gesellschaft loben und bewundern. - Zunächst. - Und wir Deutschen selbst können stolz sein auf uns selbst, weil wir gerecht, humanitär und christlich handeln. – Deshalb also: Im Prinzip Ja !

 

 

 

 

 

II. Andererseits - aber !

 

 

 

1. Niedriglöhner

 

Den Zuwanderern nach Deutschland werden überwiegend sogenannte „Niedriglohn-Arbeitsplätze“ „zufallen“. Diese Tatsache wird dann auf lange Zeit für sie einen „sozialen Unterschied“ zu den „Einheimischen“ bewirken. Was dann auf die Dauer wechselseitige und unangenehm folgenreiche Ressentiments zwischen Neu- und Altbürgern entstehen und bestehen lassen wird. Und in den Heimatländern der Zuwanderer wird man von den Angehörigen in Deutschland bald hören, daß diese dort schließlich auch nur als die „Neger des 21. Jahrhunderts“ leben dürfen. Und die Welt wird auf Deutschland schauen wie bisher schon entsetzt auf „die“ Vorstädte von Paris und auf weite Bereiche der USA.

 

 

 

2. Fachkräfte

 

Daß Deutschland speziell Fachkräfte „willkommen“ heißt, ist menschlich-egoistisch verständlich. Aber insofern keine „gute Tat“, als daß diese Fachkräfte „dort unten“ zukünftig für die Entwicklung der Entwicklungsländer fehlen und zudem noch weitere – immerhin - „Fachkräfte“ dort verständlicherweise animiert werden, ihr Heimatland zu Gunsten einer Kariere in Deutschland zu verlassen. Zudem: Unter gesunden Rahmenbedingungen ist die deutsche Wirtschaft selbstverständlich immer in der Lage, qualifizierte und ausreichend viel Fachkraft selbst auszubilden – wenn diese anschließend auch sicher – wegen guter Konjunkturlage – dauerhaft eingesetzt werden können.    

 

 

 

3. Arbeitslosigkeit in Deutschland wird steigen, Löhne werden sinken

 

Zwar bringen die Zuwanderer aus Süd, Süd-Ost und Ost einen enormen Bedarf an Güter aller Art mit nach Deutschland, jedoch an Nachfrage auf dem deutschen Markt, damit für ein Mehr an Absatzmöglichkeit und demzufolge für ein Mehr an Produktionsstätten, Arbeitsplätzen bringen sie nicht einen Euro, können sie nicht einen Euro mitbringen. Die Zahl der Absatz- und damit der Arbeitsmöglichkeiten wird ja nicht durch den Bedarf bestimmt, vielmehr durch die – sehen wir hier von den zur Produktion erforderlichen Ressourcen ab – nachfrageübende Kaufkraft- beziehungsweise Geldmenge. Und von der haben die Zuwanderer nichts dabei.

 

Also wird die Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland nicht entsprechend der Zahl der Zuwanderer steigen können, sondern die Zahl der Arbeitslosen im Land (derzeit, ungeschönt gerechnet, bereits ca. 5 Millionen) insgesamt größer werden. Werden sich vermehrt arbeitswilligen und Arbeit begehrenden Menschen in eine im Prinzip gleichbleibende  Anzahl von Arbeitsplätzen teilen müssen, das heißt, wird es also unabdingbar zu einer Vergrößerung der Zahl der „überflüssigen“ Arbeitskräfte, eben der Arbeitslosen kommen müssen.

 

Und diese Entwicklung wird die einheimische Bevölkerung – leider, aber unvermeidlich – unfreundlich reagieren lassen; und die Zuwanderer werden verständlicherweise unfreundlich auf die deutschen Reaktionen reagieren. Die Willkommenskultur wird umkippen. Auch darum, weil selbst einwandernde Fachkräfte, aber besonders die Niedriglöhner, die Löhne und Gehälter von Alteingesessenen automatisch drücken werden. Dies gewiß nicht absichtlich, vielleicht nicht einmal bewußt; aber: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis – auch von Arbeitseinkommen. Überhaupt wird der Zugang von Zuwanderern auf dem Arbeitsmarkt die bisherigen extremen Unterschiede von Löhnen und Gehältern verfestigen, weil nur in Zeiten von Hochkonjunktur und Vollbeschäftigung eine gerechte Nivellierung der Arbeitseinkommen ausgehandelt werden und sich entwickeln kann.

 

 

 

III. Asylanten bedeuten eine enorme Belastung der Sozialversicherungssysteme

 

 

 

Es soll hier nicht herausgestellt werden, daß der deutsche Staat für die Lebensversorgung der Millionen bei uns Zugewanderten (Nahrung, Transport, Unterbringung, amtsmäßige Betreuung) heute bereits beeindruckende Milliarden-Beträge aufbringen muß (wobei klarzustellen ist: dies ist denn auch schlicht die Plicht einer Gesellschaft, die sich an christliche Werten orientiert), und es ist hier nicht primär interessant, daß die Asylanten darüber hinaus so ziemlich das gesamte Leistungsangebot des deutschen Staates kostenfrei in Anspruch nehmen dürfen. Besondere Aufmerksam verdient überall das hinaus die Tatsache, daß Zuwanderer, die gewissermaßen für immer hierbleiben werden, dann auch für die Dauer überwiegend Kostgänger bleiben werden. Da sie unter den Bedingungen, unter denen sie in Deutschland arbeiten, wirtschaften müssen, und diese Bedingungen sind derzeit und wohl auch zukünftig für sie sehr ungünstig, werden sie weit überwiegend sogenannte „Niedriglöhner“, nicht selten extreme, sein und bleiben, und das heißt – neben „Niedrigsteuerzahlern“ – extreme „Niedrig-Rentenansparer“ abgeben. Die Zuwanderer werden das heute schon besorgniserregend und skandalös große Heer der Dauerarmen in Deutschland, den – Entschuldigung, daß man so Menschen bezeichnen muß – sozialen Bodensatz der Gesellschaft vergrößern und ziemlich dauerhaft groß halten. „Sozialhilfeempfänger“ „Hartz IV“ werden langfristig gängige deprimierende Begriffe bleiben.

 

 

 

IV. Die Lösung des Dilemmas

 

 

 

1. In Deutschland

 

 

 

Lösung nur so: Deutschland muß in seinem Kompetenzbereich – sofort - dafür sorgen, daß – kurzfristig - Vollbeschäftigung, Hochkonjunktur gegeben sind. So daß a) zunächst einmal alle Alteingesessenen so viel arbeiten können (in der Summe), wie sie Geld verdienen möchten, um mit diesem Geld die Ergebnisse ihrer Arbeit (in der Summe) einkaufen zu können. So daß b) alle Zuwanderer, solange sie in Deutschland bleiben müssen oder – im Prinzip – wollen, ebenso viel Arbeit finden können, ohne den Einheimischen Arbeitsplätze (in der Summe) wegnehmen oder – lohndrückend – streitig machen zu müssen. So daß c) in Deutschland so viel Steuermittel und Sozialversicherungsvermögen erarbeitet werden, daß überkommene und aktuell besonders dingend gewordene Primär-Aufgaben des Staates finanziert werden können. So daß d) in Deutschland kein an sich normaler Interessenkonkurrenzstreit zu einem existentiellen Streit anwachsen und schließlich explodieren wird. So daß e) sich Zuwanderer in Deutschland – echt - unter Freunden fühlen, von diesen lernen können, wie sie in ihren Heimatländern bessere, gute, zukunftsträchtige, friedlich Politik machen können, so und wenn sie in diese Heimatländer heimkehren werden.

 

 

 

Die hier angesprochene Konjunktur- beziehungsweise Vollbeschäftigungspolitik kann in Deutschland kurzfristig und dynamisch erfolgreich in Gang gesetzt werden, sobald sich Deutschland auf eine realistische, eine einfach machbare bessere Währungspolitik, Geldmengenpolitik, als die bisher betriebenen – besinnt.

 

 

 

 

 

 

 

2. In den Herkunftsländern

 

 

 

Mit Hilfe des „Lösungskonzepts für Deutschland“ werden die Zuwanderer in Deutschland nicht nur gut versorgt sondern auch mehr oder weniger automatisch darüber – praxisnah – informiert, wieso sie in Deutschland so gut versorgt leben können. Sie erfahren auf diese Weise, wie es – im Prinzip, meistens – auch in ihren Heimatländern insgesamt und von Grund auf besser klappen könnte, in Heimatländern, in die die meisten von ihnen gewiß gern zurückkehren möchten, wenn … . Denn dort sind die Grundbedingungen, die Grundbedingungen (!) im Prinzip, tatsächlich  – nicht schlechter als in Deutschland; und „schöner“ erscheint ihnen Deutschland – im Prinzip – auch nicht, als ihre heimatliche Heimat.

 

Und parallel zu den Zuwanderern in Deutschland wird dann auch den Maßgeblichen ihrer Länder, den Politiker dort, den Wissenschaftlern, den Publizisten, das attraktive deutsche Vorbild schnell zum nachahmenswerten Vorbild. Weil die Furcht, denen da oben sei das Wohlergehen des Volkes gleichgültig, sie dächten nur an ihr egoistisches Interesse, lediglich eine depressive Vorstellung ist. In Wirklichkeit möchte jeder gesunde Politiker seinem Volk gern als der Glücksbringer erscheinen und entsprechend geliebt werden – auch der dann, dem das eigene Wohlergehen primär wichtig ist – wie dieses – im Prinzip – von allen Menschen primär wichtig genommen wird. - Man muß nur und kann mit allen, mit allen Seiten, gleichzeitig und unparteiisch und unvoreingenommen, freundschaftlich reden, aus der Position eines erfolgreichen Vorbildes erklären. Eines erfolgreichen Vorbildes !

 

 

 

3. „Global“

 

 

 

Wirklich helfen kann man den Heimatländern der Zuwanderer und damit den uns zugewanderten Heimatvertriebenen nur, absolut nur dann, wenn man in den betreffenden Staaten keine direkten Eigeninteressen verfolgt, keine wirtschaftlichen, keine kulturpädagogischen und keine religiösen. Wenn man die infrage kommenden Staaten vollständig als autonom respektiert und behandelt, mit ihnen allenfalls völlig gleichgewichtigen Handel zu bestreiten bestrebt ist, sich keine Vorteile zu sichern oder zu erkämpfen berechtigt oder gezwungen fühlt. Wenn man erkennt, daß es der größte Eigenvorteil ist, mit Freunden vorteilslos – und deshalb reich und friedlich – leben zu können. Wenn man dabei weder bei ihren innerstaatlichen noch bei deren Konflikten mit deren Interessengegnern Partei ergreift, allenfalls mit dann beiden Seiten – auf beiderseitigem Wunsch – völlig neutral spricht.

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Stoppt den „Krieg zwischen den Geschlechtern“ !

Viel zu oft müssen Menschen vor Menschen geschützt werden. Und viel zu oft Frauen vor Männern. – Und wenn Männer Frauen „zu nahe treten“ und diese dabei dann körperlich oder materiell schädigen, müssen die Männer selbstverständlich für den Schaden zur Verantwortung gezogen werden. Auch dann wenn sie nicht böswillig, vielmehr nur verantwortungslos gehandelt haben. Ein Autobesitzer muß auch dann zahlen, wenn nicht persönlich er, aber sein Auto versagt hat („Gefährdungshaftung“). Deshalb sollte die klassische Opfer- und Täterrolle überdacht werden.

 

Die zwei Hälften Mensch, Frau und Mann, sollten einen entsprechenden Problemfall nicht sogleich zu einem Krieg der Geschlechter ausweiten. Und deswegen sollte man den Begriff „zu nahe treten“ nicht zu weit auslegen. – Man sollte gegen einen – immer kranken, vielleicht „rächenden“ - Sadisten, der gezielt gegen Frauen vorgeht und deshalb in Sicherheitsverwahrung gehört, nicht in einen Bestrafungs- oder wiederum Rachefeldzug ziehen, sondern, den Kranken, so möglich, heilen. Es ist dagegen friedensstiftend, einen „Zu-nahe-Treter“, der nicht nachhaltig und tief verletzt und Lebensbedingungen seines „Objekts“ nicht dauerhaft verschlechtert hat, eher als gegebenenfalls dummen oder persönlichkeitsschwachen Belästiger zu werten, statt als Verbrecher oder Unhold. Noch einmal gesagt: Selbstverständlich muß er entschädigen, wieder gut machen. Aber selbst eine „Sünde vor Gott“ müßte nicht automatisch als eine von irdischen Richtern zu verurteilende Straftat verurteilt werden.

 

Dazu zwei vorsichtig vorgetragene Überlegungen:

 

 

 

Die Würde des Menschen ist unantastbar !

 

 

 

Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland erklärt einerseits wörtlich: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Andererseits sagt dieser Verfassungssatz aber auch, daß man einem Menschen seine Würde, weil diese „unantastbar“ ist, dann doch tatsächlich niemals nehmen, also nicht etwa rauben kann; vielmehr jemand lediglich einen anderen Menschen nicht dessen Würde gemäß behandelt. Und daß ein „Täter“ im betreffenden Fall eigentlich eher seine eigene Würde verliert oder verspielt, sich selbst wie „würdelos“ verhält, seine eigene Würde in den Schmutz wirft.

 

Wenn Frauen sich an die hier vorgestellte Betrachtungsweise halten können, erleiden sie den wohl oft erschreckenden Augenblick möglicherweise nicht als etwas sie wirklich schicksalhaft Prägendes, etwas unvermeidbar Nachhaltiges, als ein Trauma, einen nicht zu ersetzenden Verlust – etwa ihrer Würde -, also eine Katastrophe, sondern als etwas dann nur („nur“ ?) sehr lästiges Unangenehmes – und das nur zu betreffendem Zeitpunkt.

 

Auf der Basis dieser Betrachtungsweise kann man nicht nur darauf verzichten, einen außer seiner Kontrolle geratenen Mann für seinen späteres Leben lang wie einen Schwerstverbrecher zu brandmarken – diese Veränderung im Vorgehen wäre vielleicht nicht einmal die Wichtigste -, sondern man erspart betroffenen Opfern die bedrückende Erinnerung, Vorstellung, geopfert worden zu sein, und bisher unbehelligten Frauen die Angst, sie können auch einmal geopfert werden, eine Angst, unter der nicht wenige Frauen lebenslang leiden.

 

Die Würde der Frau bleibt immer, weil unantastbar, erhalten.

 

 

 

Nein oder nicht nein, das kann die Frage sein

 

oder

 

„Nö heißt nö !“

 

 

 

Wenn Frauen, im Fall des Falles, statt „Nein heißt nein“, vielleicht vernünftiger, weil ehrlicher, demzufolge erfolgversprechender, etwa erklären würden: „Nö heißt nö !“, würden - Männer und Frauen - bei der Lösung eines tatsächlich gegebenen großen Problems weiterkommen.

 

„Nö“ würde „man“ öfter respektieren als „Nein“, weil es deswegen ehrlicher wirkt, weil es immerhin doch zugibt, daß die Frau - grundsätzlich - auch „ja“ fühlen, weil gleich interessiert sein könnte beziehungsweise möchte - und würde.

 

Bei nur „Nein !“ kann „man“ nicht wirklich wissen, ob die Frau nicht nur meint, „gelernt“ hat, „nein“ sagen zu müssen, sie sich also nur entsprechend – noch - gezwungen fühlt, und er die Frau nicht eigentlich dabei unterstützen sollte, sich von ihrem Zwang – zu ihrer Autonomie hin - zu befreien. „Nö“ muß man als ein deutlicheres „Nein“ verstehen als das „Nein“. „Nö“ heißt jedenfalls eindeutig: Ich mag nicht, „nein“ dagegen kann besagen: Ich darf nicht. Zeigt eine Frau: „Nö, ich mag nicht“, „mögen“ die meisten Männer – hier die psychisch verunstalteten Hasser und sonstige Unkontrollierte ausgenommen,- auch nicht. Männer wollen - im Kern - eigentlich nicht „bezwingen“ sondern den eitlen „Stolz“ genießen, gegebenenfalls geschenkt zu haben. – Und ein „Nein“ der Frau kann dann als Waffe mißverstanden werden, mit der die Frau im Prinzip für die Ideologie Dritter kämpft. Und die entsprechenden Ideologen sind in der Wirklichkeit dann auch nicht nur sogenannte Feministinnen sondern auch ebenso viele pseudomoralisierende „Möchtegernpatriarchen“.

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Warum brave Sparer und Versicherte heute keine fairen Sparzinsen bekommen und wann sich das wieder zum Guten wenden kann

271-04 -07c

Was sind faire Sparzinsen ?

 

 

 

Sparer und Versicherte verstehen unter fairen Sparzinsen verständlicherweise einigermaßen hohe Sparzinsen, damit ihre Rücklagen und Versicherungen, wenn sie einmal später gebraucht werden sollen, mit Hilfe vergüteter Zinsen jedenfalls annähernd so hoch angewachsen sein werden, wie die Sparer und Versicherte es erwartet haben und erwarten durften, weil man ihnen Entsprechendes früher vertrauenserweckend in Aussicht gestellt hatte.

 

 

 

Warum schreiben Versicherungen und Geschäftsbanken, Sparkassen

 

heute nur so niedrige Zinsen gut?

 

 

 

1) Banken und Versicherungen zahlen für bei ihnen gespartes Geld dann hohe Zinsen, wenn sie das gesparte Geld überhaupt und zu entsprechend hohen Zinsen weiterverleihen können.

 

2) Banken und Versicherungen können aber derzeit bei ihnen gespartes Geld nur sehr schwer weiterverleihen. Entweder überhaupt nicht. Oder dann aber überwiegend an wenig sichere Schuldner – was sie im Interesse ihrer Einleger vermeiden sollen und vermeiden möchten, falls sie die Kundschaft nicht um deren Geld bringen wollen. Oder dann nur zu niedrigen Zinsen, aufgrund derer sie dann die von ihren Einlegern gewünschten höheren Zinsen nicht finanzieren können. Wenn Leihnehmer nur zögerlich leihnehmen wollen, würden sie sich wehren, wenn sie dann - gewissermaßen zur Strafe - hohe Zinsen zahlen sollen; sie würden dann ggf. auf das Leihen ganz verzichten.

 

3) Unternehmen und natürliche Personen leihen dann gar nicht oder nur zögerlich – bei Banken oder Versicherungen, wenn sie das Geliehene nicht nützlich genug verwenden, einsetzen bzw. investieren können. Sie leihen ggf. kein Geld, um eine Maschinen kaufen zu können, wenn sie davon ausgehen, befürchten  müssen, daß die Produkte, die die erworbene Maschine erzeugen wird, nicht zu verkaufen sein werden, weil nicht genügend Käufer mit erforderlich viel Geld kaufen können werden. Derzeit sind die Lager in den Unternehmen voll, stehen genügend bereits existierende Maschinen still; warum soll man da gegen Zinsen, höhere gar, Schulden machen, von denen man nicht weiß, ob man sie – aufgrund wegen fehlenden Absatzes fehlender Einnahmen – wird zurückzahlen können. Man will sein Unternehmen doch nicht ruinieren.

 

4) Bei dieser Sachlage kommt die Gefahr auf, daß ein Geldinstitut, bei dem Einleger ihr Geld – abgesehen von einem gewünschten Zinsgewinn - einfach nur sicher aufbewahren lassen möchten, dann Aufbewahrungsgebühren – man spricht heute von „Negativzinsen“ – einfordern, wenn die möglichen nur niedrigen Verleihzinsen, die Kosten für den Aufbewahrungsservice nicht decken können.

 

 

 

Und „warum drückt die Zentralbank die Zinsen kaputt“ ?

 

 

 

1) Seit einiger Zeit stellt die Europäische Zentralbank (EZB), Präsident Mario Draghi, „dem Markt“ ganz gewaltige Kreditsummen zur Verfügung. Etwa „kauft“ sie sog. Staatsanleihen - tatsächlich „kauft“ sie da gar nichts; sie verleiht banal, bekommt Schuldscheine ausgehändigt, die man euphemistisch „Staatsanleihen“ nennt – und sie verleiht locker an Geschäftsbanken. Jeweils quasi zinsfrei. Denn die Leihnehmer, die Schuldner also, können Zinslasten wegen der schlechten Konjunkturlage meist nicht verkraften und würden zinsbelastete Kredite noch zögerlicher aufnehmen, als sie es schon bei zinsfreien tun. Geschäftsbanken können mit Krediten der Zentralbank heute verbreitet so wenig Seriöses anfangen, daß sie bei der EZB aufgenommene Gelder oft wieder an diese zurückgeben und dort aufbewahren lassen. Die kassiert dann tatsächlich für die aufbewahrten zinsfreien Gelder „Negativzinsen“.

 

2) Warum läuft das so ?

 

a) Draghi möchte den Geschäftsbanken – „um jeden Preis“ – helfen, Verleihgeschäfte notfalls mit fernen und unsicheren Leihnehmern zu tätigen. Denn das Inlandsgeschäft ist mau. Staaten möchten zwar, aber dürfen nicht zu viele Schulden anhäufen, sonst werden sie von Rating-Agenturen „zurückgestuft“, Investoren wollen wegen der schlechten Absatzlage nicht investieren und Sparer bringen ihr Geld seltener zur Bank, sparen zu Hause, weil eine S-Bahn-Fahrt zur Bank teurer kommen kann als ein „0,1-Prozent Zinsgewinn“ einbringt.

 

b) Hauptsächlich hofft die EZB allerdings, mit den „Fluten“ von Billig-Krediten doch die lahme Konjunktur in ihrem Bereich beleben zu können. Sie vergrößert auf diese Weise im Prinzip die Geldmenge – auch dann, wenn auf der anderen Seite die Niedrigzinspolitik Geldhortung und damit eine Verringerung der umlaufenden Geldmenge verursacht – und verlockt mit den Kreditangeboten Investoren, gewissermaßen wenigstens „auf Halde“ produzieren zu lassen, so immerhin doch Arbeitsplätze zu aktivieren und Steuerquellen zu erschließen.

 

Das alles bringt aber auf jeden Fall nur sehr mäßigen, nein, absolut zu geringen Erfolg. Weil es sich bei all den Liquiditätshilfen immer um Kredite, also um Schulden handelt - so wie das Gesamte in einem Währungsgebiet umlaufende Geld verliehen wurde und daher Schulden darstellt. Demzufolge werden diese „Hilfen“ - weil Kredite zu gewähren immer aus Angst vor dem Risiko vorsichtig zurückhaltend praktiziert wird und Schulden zu machen nicht nur gefährlich sondern auch moralisch verpönt ist - nur zu zögerlich angenommen und in Umlauf gesetzt. Abgesehen von der zusätzlichen traurigen Tatsache, daß die niedrigen Zinsen die legitime Vermögens-und Sicherheitserwartungen von Sparern und Versicherten mehr oder weniger zunichte machen.

 

Draghi meint es also zwar gut, aber was er tut, hilft nicht ausreichend und richtet gleichzeitig großen Schaden an.

 

 

 

Und wann können Sparer und Versicherte

 

wieder mit fairen, weil auskömmlichen Zinsen rechnen ? –

 

Nur dann !

 

 

 

1) Wenn unsere Politiker erkannt haben, daß die Menge von Arbeitsplätzen, der Produktion, des Absatzes, der Konjunktur, des gerecht verteilten Wohlstandes, der Steuern etc.  – abgesehen von den technischen und ressourcenbedingten Produktionsmöglichkeiten – abhängig ist von der Menge des im Voraus vorhandenen kaufaktiven Geldes.

 

2) Daß dieses Geld – im Prinzip – ausschließlich von einer zentralen Notenbank im Voraus der Käuferseite zur Verfügung gestellt werden muß. Und zwar für die Dauer, unbefristet und bedingungslos, d.h. nicht etwa als Kredit und gar gegen Zinszahlung. Erforderliches Betriebskapital stellt die Käuferseite aus den ihr zur Verfügung gestellten Mitteln der Produktionsseite in Form von Leihgeld oder eingebrachten Geschäftsanteilen zur Verfügung.

 

3) Daß die Zentralbank das erforderliche Geld ausgibt – sukzessive – in der Menge, die den vorab erwähnten Produktionsbedingungen und dem Bedarf bzw. den Bedürfnissen, den aktuellen und den zu erwartenden, entspricht, die den Umsatz der notwendigen und gewünschten Produktionsmenge ermöglichen und bewirken soll.

 

4) Daß die Notenbank niemals an niemanden Kredite vergibt. Sollte irgendwann einmal die Summe des Bedarfs der Gesellschaft zurückgehen (nicht praktisch vorstellbar), würde die Notenbank dann nicht benötigtes Geld einbeziehen, so daß der Geldwert und damit der Wert von Geldguthaben nicht - für die Gläubiger - unfair sinkt.

 

5) Daß Geschäftsbanken absolut kein Geld mehr „schöpfen“ sondern nur noch bei ihnen – „für später“ – gesparte, angelegte Gelder an Dritte weiterverleihen (per Spargeld oder Aktienanteil etc.), damit diese „heute“ kaufen und morgen (zurück)zahlen können.

 

6) Wenn unsere Politiker erkannt und entschieden haben, daß in ihrem Währungsgebiet  - sofort - große Mengen zusätzlicher Kaufkraft, zusätzlichen Geldes zu Gunsten der Käuferseite emittiert werden müssen. Diese zusätzliche Geldmenge sorgt dann für mehr Absatzmöglichkeit, mehr zusätzlichen Bedarf an Produktionsmitteln, für mehr Nachfrage nach Investitionskapital und damit für höhere gesunde Zinsen. Und damit für die Interessen von Sparern und Versicherten. Die zusätzlichen Gelder können ohne relevanten Verwaltungsaufwand gerecht an alle Bürger verteilt werden. Bei uns in Deutschland entweder als Euro oder – insgesamt wirkungsvoller – in der Gestalt einer regionalen Zweitwährung.

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Bunt statt grau !

270-12 13a

Die Mehrheit unserer weiterhin Mit-uns-Europäer, drüben auf der anderen Seite unserer gemeinsamen Nordsee, hat sich Donnerstag

 

 

 

für das positive Lebensgefühl „Harmonie in Vielfältigkeit“ und gegen die Bedrohung „Verordnete Einheitlichkeit“,

 

für „Heimat“ und gegen „Brüssel“,

 

für „bunt“ und gegen „grau“,

 

für eine wahre und autonom gelebte Freundschaft zu Amerika und China und gegen ein angstvolles Streben nach einem in Wahrheit zwanghaft antiamerikanisch und antichinesisch konkurrierenden und deshalb großmächtig sein wollenden „Großeuropäischen Reich“ entschieden.

 

 

 

Die Nein-Sager jenseits des Kanals haben denn auch gar nicht etwa gegen ihre Zugehörigkeit zu Europa, nicht einmal gegen die EU gestimmt – die meisten kennen die Konsequenzen „so oder so“ gar nicht –, sondern für das Recht, prinzipiell - demokratisch - „dagegen“ sein zu können, haben für ein demokratisches Recht gestimmt, das ihnen Befürworter eines autokratischen Brüsseler Einheits- und Zentralstaates mit unwahrhafter aber geballter Panik-Polemik aus ihren Herzen und ihrem Verstand zu drängen versucht hatten.

 

 

 

Ein Lichtlein brennt !

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Schluß mit dem Null-Zins-Unsinn !

266-05 6b  

      

Ein seriöses Meinungsmagazin fragte in diesen Tagen seine Leser: „Was machen Sie mit Ihrem Geld ?“ Gemeint war hier: Wenn die Sparkasse keine Zinsen mehr zahlt. – Meine Antwort:

 

 

 

Ich nehme „überschüssiges“ Geld her, um möglichst erfolgreich währungswissenschaftlichen Sachverstand zu verbreiten, mit dessen Hilfe dann in besagter Publikation von Professor Hans-Werner Sinn geforderte „Aktionsbündnisse“ unsere Zentralbank nachdrücklich zwingen sollten, deren derzeitige einerseits nutzlose, anderseits für sparende Anleger und Versicherungen mordsgefährliche Null-Zins-Politik umgehend einzustellen.

 

 

 

Dazu: Die EZB gewährt augenblicklich deshalb spektakulär Null-Zins-Kredite, da Banken und Produktionsunternehmen zinsteurere Kredite nicht weiterverleihen bzw. vernünftig investieren können, weil wiederum sich aus zunehmenden Investitionen ergebende Produktionen wegen Kaufkraftmangels nicht in ausreichendem Maße auf dem Verkäufermarkt absetzbar sind.

 

 

 

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Draghi beabsichtigt deshalb einmal, per Null-Zins-Angebot den Geschäftsbanken ausreichend viel an für diese existenzwichtigen Verleihgeschäften zu ermöglichen, und er hofft gleichzeitig, auf diese Weise dem Käufermarkt indirekt mehr Kaufkraft zuzuführen, damit Nachfrage und Absatz konjunkturfördernd steigen können.

 

 

 

Die gutgemeine Absicht Draghis kann aber nur Erfolg haben, wenn der Italiener erkennt, weil ihn kompetente „Aktionsbündnisse“ Entsprechendes erklärt haben, daß Geldemissionen der Zentralbank nicht – angebotsorientiert – über die Geschäftsbanken eingeführt werden dürfen, sondern nur - nachfrageorientiert – direkt an die Käuferseite. Und das dann niemals als Kredite (man kann Blut nicht verleihen, und Geld ist das Blut der Wirtschaft; und wer läßt sich per Transfusion notwendiges  Blut leihen, wenn er dieses irgendwann als Schuld wieder zurückgeben muß ?), vielmehr nur als endgültige Kaufkraft-Geld-Vermehrung. Dieses zusätzliche Geld muß den Bürgern, den Käufern, von der EZB – über den Weg: Auszahlung an die Staatskasse, von der aus Weiterleitung per Steuerabschlag zur Verfügung gestellt werden.

 

 

 

Arbeitsqualität ist abhängig von

 

Vollbeschäftigung

 

 

 

Erwähntes Meinungsmagazin wollte weiter wissen: „Wie wollen wir in Zukunft arbeiten ?“ – Meine Antwort:

 

 

 

Alle Menschen möchten nicht überanstrengt und nicht zu sehr zeitlich gebunden und dabei doch zufriedenstellend entlohnt, allgemein anerkannt und interessant arbeiten.

 

 

 

Dieser Menschheitswunsch geht jedoch nur unter der Voraussetzung in Erfüllung, daß in einer Gesellschaft, einem Staatswesen null Erwerbslosigkeit, vielmehr absolute Vollbeschäftigung herrscht. In Deutschland gibt es allerdings derzeit – richtig gezählt – mehr als fünf Millionen Erwerbslose !

 

 

 

Vollbeschäftigung wiederum ist abhängig: a) von ressourcenmäßig und produktionstechnisch ausreichend viel Arbeitsmöglichkeiten, die in Deutschland gegeben sind, und b) von der Möglichkeit, die Summe aller Güter die Menschen zu produzieren imstande sind und produzieren möchten, gegen Geld, gegen Kaufkraft verkaufen zu können. - Je mehr Menschen, je mehr Produktionsmöglichkeit, je mehr Bedarf gegeben sind, desto mehr Geld muß dem entsprechend umfänglichen Geld-Waren-Geld-Waren-Güterkreislauf, dem Güterabsatz, dem Handel zur Verfügung stehen, d.h. muß die Gesellschaft, muß die Politik in Umlauf bringen.

 

 

 

In Deutschland läuft derzeit leider, absatz- und arbeitsplatzlähmend, deshalb krisenverursachend, viel zu wenig Geld als Kaufkraft um. Unsere Zentrale Notenbank verleiht zwar Milliarden zum Null-Tarif, doch dieses Kapital-Geld wird entweder gehortet oder in alle Welt verliehen, steht dagegen kaum als absatzbewirkendes, produktionsanreizendes, Vollbeschäftigung schaffendes Kaufkraft-Geld zur Verfügung. EU-Euro-Deutschland leidet unter der sog. angebotsorientierten Geldpolitik, entbehrt der sog. nachfrageorientierten Geldpolitik.

 

 

 

Es herrscht also tatsächlich Massenerwerbslosigkeit – statt Vollbeschäftigung. – Und in einer Zeit von Massenerwerbslosigkeit können die Menschen gewünschte Arbeitsbedingungen zwar intensiv und ggf. lautstark wollen, niemals aber wirklich durchsetzen. Millionen konkurrierender erwerbsloser Arbeitssuchender geben sich in der Praxis nämlich immer – notgedrungen - auch mit zu anstrengender, mit wenig bis zu gering entlohnter, wenig angesehener und wenig interessanter Arbeit „zufrieden“. Sie haben keine wirkliche Chance, die Qualität ihrer zukünftigen Arbeit zu bestimmen, sich entsprechend zu entscheiden. - Da müßte die Politik erst eine andere, eine moderne Währungspolitik durchsetzen bzw. betreiben.

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Für Deutschland eine Notwendigkeit: 1 x 3000 Euro pro Kopf als „Deutsche Konjunktur-Mark - DKM“ !

261-04 7c    

Das von uns vorgetragene Konzept - zwecks nachhaltiger Überwindung der Deflations-, Absatz- und Arbeitsmarktkrise und damit zwecks Bewältigung des Flüchtlingsproblems in Deutschland - die Menge des auf dem deutschen Binnenmarkt kaufaktiven Geldes einmalig um 3000 Geldeinheiten pro Kopf der Bevölkerung zu vergrößern, hat große Aufmerksamkeit erzeugt, in Form von hoffnungsvoller Zustimmung, unsicherer Fragen sowie zu erwartender Mißverständnisse. – Deshalb hier noch einmal konzentriert die Konzeptbeschreibung:

 

 

 

1) Es ist ausschließliches Ziel des Konzepts, die deutsche Binnenkonjunktur zusätzlich anzukurbeln, damit den Binnenabsatz deutscher Waren gewaltig zu stärken, also eine sogenannte Überproduktion auszuschließen, vielmehr auf diese Weise ausreichend viel zusätzliche Arbeitsplätze für Einheimische und Zuwanderer zu schaffen und den deutschen Steuer- und Sozialkassen wünschenswerte Mehreinnahmen zuzuführen. Von einem sogenannten „Grundeinkommen“ á la Werner kann hier nicht die Rede sein. Und eine wirkliche Währungsreform beinhaltet das Konzept auch nicht; allenfalls eine Ergänzung, denn am Euro wird nichts reformiert.

 

 

 

2) Das notwendige Mehrgeld wird nicht als Kredit sondern muß für die Dauer emittiert werden, da der deutsche Markt derzeit bereits über genügend Leihkapital verfügt und deshalb von der Notenbank - beziehungsweise den geldschöpfungsberechtigten Geschäftsbanken - angebotenes Neugeld entweder nicht in erforderlichem Maße abgerufen oder aber „geparkt“, d.h. gehortet, oder aber nur – irgendwo - spekulativ angelegt wird. Investoren investieren in Deutschland zurzeit verständlicherweise zu zögerlich in neue Produktionsanlagen, weil deren mögliche Produktion wegen Kaufkraftmangels zu sehr absatzbeschränkt ist. Diese Art von „angebotsorientierter Geldpolitik“ kann also dem Markt nicht die notwendige Kaufkraftvergrößerung bringen, die hinreichende Geldversorgung schaffen.

 

 

 

3) Das notwendige Mehrgeld muß dem Markt vielmehr so zugeführt werden, daß es – „nachfrageorientiert“ – direkt der Käuferseite zur Verfügung steht, damit diese Käuferseite damit kauft, Absatz und Steuereinahmen vergrößert, Produktionen anregt, so die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen sinnvoll macht.

 

 

 

4) Da eine Geldmengenvergrößerung in der Form von in Deutschland ausgegebenen zusätzlichen Euros der gesamten Euro-Zone ein Mehr an im Anschluß an die Ausgabe überall umlaufender Kaufkraft zur Verfügung stellen würde, so daß der Effekt für Deutschland nur verhältnismäßig gering ausfallen könnte, wo doch mit der Geldemittierung in Deutschland speziell der deutsche Binnenmarkt belebt werden sollte, ist es erforderlich, das für den deutschen Raum benötigte zusätzliche Geld in der Gestalt einer parallel zum Euro arbeitenden Zweitwährung auszugeben, die nicht in ganz Euro-Europa zirkuliert sondern weitestgehend in Deutschland.

 

 

An diese Stelle paßt ein Hinweis: Geld läuft zwar im Prinzip in seinem gesamten Währungsgebiet um, hat aber, mathematisch logisch, den Trend, gewissermaßen automatisch besonders in die Teilgebiete hineinzufließen, zu drängen, in denen im Durchschnitt bereits mehr von ihm als anderswo – konjunkturbestimmend – umläuft, dort dann die Konjunktur überproportional fördert, einen reichen Raum noch reicher und einen armen ärmer macht.

 

Was bedeutet, daß eine Währung für die Gesamtheit seines Umlaufgebietes prinzipiell immer umso erfolgreicher funktioniert, je kleiner das Gebiet ist. Und das erklärt, daß eine großeuropäische ‚Einheitswährung, der Euro also, keine für alle beteiligten Staaten gut Idee sein kann, und warum Teile der USA wegen ihres sich dort ungleich verteilenden Dollars in den letzten Jahrzehnten geradezu zwangsläufig wirtschaftlich und sozial verkommen sind, das große Rubel-Rußland in seinen Weiten niemals bisher auf einen grünen Zweig gekommen ist - während es kleineren Staaten mit eigener Währung – von durch andere Ursachen bedingten Schwierigkeiten einmal abgesehen – im Durchschnitt besser ging und geht.

 

 

Die entsprechende deutsche Zweitwährung, alle anderen Euro-Länder sollten mit einer eigenen nationalen Maßnahme folgen, könnte „Deutsche Konjunktur-Mark - DKM“ genannt werden.

 

 

 

5) Die Zweitwährung wird, nicht von der bisher bereits existierenden deutschen Notenbank (Bundesbank), sondern von einem autonomen deutschen Währungsamt emittiert, von diesem, aus lediglich überweisungstechnischen Gründen, zunächst der Staatskasse zugeleitet, die das Geld dann, in ihrer Wahl, in der Form der DKM oder des Euro als Steuerabschlag oder Rentenzuschlag an die Käufer weitergibt.

 

Das Neugeld– wird von den einzelnen Empfängern, den Bürgern, die jeweils in Raten 3000 DKM erhalten, als ersten Nutzern eingesetzt; danach läuft es, entsprechend seiner Umlaufsfrequenz, im gesamten Geld-Waren-Geld-Waren-Kreislauf zu Gunsten der gesamten Wirtschaft um.

 

 

 

6) Die Zweitwährung DKM fungiert neben dem Euro als zweites gleichwertiges gesetzliches Zahlungsmittel, als „Vollgeld“ gewissermaßen, in der Ausführung von Bar- und Buchgeld/Giralgeld. Mit dieser können fortan alle Zahlungsverpflichteten – also Staat, Steuerzahler, Wirtschaftsunternehmen und Private – ihre sämtlichen Zahlungen - also auch Löhne, Steuern, Versicherungsbeiträge und –leistungen - vornehmen, d.h. auch entsprechende Euro-Forderungen mit DKM begleichen - wie selbstverständlich auch DKM-Forderungen mit Euro. Man könnte die DKM auch als Euro verstehen, der den Stempel „DKM“ trägt, oder als Gutschein über Euro, als Gutschein, der allerdings, seinem Sinn und Auftrag gemäß, fast ausschließlich im Inland der Binnenkonjunktur dient.

 

 

 

7) Der DKM wird von allen Seiten in Deutschland – eventuell mit Ausnahme weniger gewollter Außenseiter und dann zu deren Schaden – angenommen werden, weil alle Seiten - in Deutschland - die DKM auch wieder weitergeben können. DKM-Verweigerer würden selbst ihren Umsatz beschränken. Verkäufer außerhalb Deutschlands werden dagegen im Prinzip nicht bereit sein, die DKM entgegenzunehmen, weil sie in ihrem Land für diesen nicht einkaufen können. Doch diese Beschränkung der deutschen Binnenwährung DKM ist ja beabsichtigt.

 

Der „Kurs“ zwischen Euro und der DKM wird automatisch fix bei 1:1 liegen. Einen Euro-Preis kann man – wie gesagt, in Deutschland – immer mit DKM bezahlen – und umgekehrt.

 

 

Geschäftsbanken nehmen Einlagen entgegen und gewähren Kredite in DKM – gleich wie schon immer die Zentralbank in Euro. Wobei die Geschäftsbanken selbstverständlich nicht etwa DKM selbst schöpfen, sondern nur in Höhe ihrer entsprechenden Einlagen ausleihen dürfen. Gebucht werden die beiden Parallelwährungen überall und für jeden auf getrennten Konnten, was im Elektronik-Zeitalter keinerlei Schwierigkeiten verursacht. – Das Währungsamt hingegen gibt keine DKM-Kredite, Euro-Kredite schon gar nicht. Sollte es später erforderlich sein, die DKM-Geldmenge weiter zu vergrößern, hat diese Vergrößerung erneut durch Direktzahlungen an die Bürger zu erfolgen.

 

 

Bei der deutschen Filiale der Europäischen Zentral(Euro)bank (EZB), der Deutschen Bundesbank (DB), wird man gegen DKM keine Euro einkaufen können, weil bei EZB/DB niemand DKM gegen Euro erwerben mag; warum auch, jeder kann ja in Deutschland mit Euro bezahlen. Das DKM-Währungsamt tauscht DKM dagegen grundsätzlich niemals gegen Euro ein, weil dies die DKM-Umlaufmenge reduzieren würde, was vermieden werden soll.

 

 

 

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Notwendige Geldmengenvergrößerung:                                  3000 Euro pro Bürger !

258-04 7c      

 

 

Während wirkliche Experten in ihrem Kampf gegen Deflation, Absatzschwierigkeiten, teilweise ruinös sinkende Preise und steigende Arbeitslosigkeit für Einheimische und Zuwanderer, während sie  eine bedeutsame Vergrößerung der innerhalb einer Volkswirtschaft insgesamt umlaufenden Geldmenge schon seit Langem für unverzichtbar halten, bezeichneten Pseudoexperten und eigennützig gegensätzlich interessierte Lobbyisten eine entsprechende Politik bisher immerzu als „Quatsch“. – Inzwischen verbreitet sich allerdings unter vernünftigen Fachleuten und intelligenten Laien mehr und mehr die Erkenntnis – eine inzwischen „Bewegung“ von Wissenschaftlern, Wirtschaftsleuten, Politikern und Medien spricht jetzt von einem „sehr interessanten Konzept“ -, daß die meisten Staaten der Erde – Afrika, Asien, Amerika, hier speziell gar die USA, Europa, und da selbstverständlich auch Deutschland - entsprechende Maßnahmen in passender und erfolgssicherer Form heute schnellstens in Betracht ziehen sollten.

 

 

 

Und was muß diesbezüglich für Deutschland konkret geschehen ?

 

 

 

1) Ein neben der EZB-Filiale Deutsche Bundesbank einzurichtendes autonomes deutsches Währungsamt muß – das ist der zweckmäßige Weg – über die deutschen Steuer- und/oder Rentenbehörden - allen Bürgern Deutschlands, einmalig, etwa 3000 Euro in Raten, bedingungslos und für immer, als Kaufkraft zukommen lassen. Die Einmalzahlung stellt keineswegs ein von dem Drogisten Götz Werner „ins Spiel“ gebrachtes sogenanntes Grundeinkommen oder etwa ein „Geschenk der Zentralbank“ dar, sondern ist als lebensnotwendiger Geld-/Kaufkraftzufluß für den gesamten fortlaufenden Geld-Waren-Geld-Waren-Kreislauf zu verstehen. Das Währungsamt „verschenkt“ nichts, es verteilt nur das Geld, das für den Handel mit jeweils immer erarbeiteten Gütern zwingend benötigt wird. Nachdem die ersten Geldempfänger ihre Zuteilung ausgegeben haben, läuft das zusätzlich Geld anschließend weiter im Gesamtkreislauf um. 3000 Geldeinheiten pro Kopf ergeben dann aufgrund ihrer jährlichen Umlauffrequenz eine gewaltige Summe, um mit dieser mehr Sozialprodukt zu finanzieren, Absatz zu ermöglich, weitere Produktionen und Arbeitsplätze sinnvoll zu machen.

 

 

 

2) Das neue Währungsamt verleiht das Neugeld nicht etwa sondern emittiert es endgültig. Es hat ja selbst keine Gläubiger und muß es deshalb an niemand je zurückzahlen. Das Währungsamt stellt es den Bürgern, der Käuferseite des Marktes zur Verfügung (hier: „nachfrageorientiert“), was Umsatz befördert, leitet es dagegen nicht etwa über Geschäftsbanken, da es einmal ungerecht ist, wenn diese durch ein Verleihen von Geld, das sie ihrerseits niemandem wirklich schulden, niemandem wirklich zurückgeben müssen, Zinsen verdienen. Und weil eine Geldversorgung des nationalen Marktes über Geschäftsbanken deshalb nicht funktioniert, da das Neugeld (dann: „angebotsorientiert“) zu weitgehend bei ihnen hängenbleibt oder etwa bei der Bundesbank „geparkt“ oder irgendwo auf der Welt risikogefährlich oder allgemeinpolitisch unerwünscht angelegt wird, es man es dagegen in Deutschland nicht hinreichend zügig verleihen kann, weil sich Investitionen dort mangels ausreichender Absatzmöglichkeiten – wegen Kaufkraftmangels – nicht hinreichend lohnen.

 

 

 

3) Da Deutschland einerseits im Interesse seiner mit ihm befreundeten Nachbarn unter keinen Umständen die Euro-Gemeinschaft in Frage stellen sollte, andererseits aber von Deutschland zusätzlich in Umlauf gesetzte Euros grundsätzlich eine Vermehrung der Euro-Geldmenge in ganz Euro-Europa und weniger eine Steigerung der auf dem deutschen Binnenmarkt aktiven Kaufkraft bewirken würden, was allerdings wichtiges Ziel deutscher Politik sein muß, kann die notwendige Geldmengenvermehrung nur durch die zusätzliche Einführung einer dann parallel zum Euro agierenden deutschen autonomen Zweitwährung erreicht werden. Diese Zweitwährung, vielleicht „Deutsche Konjunktur-Mark – DKM “ zu nennen, würde in Deutschland alle Funktionen wie der Euro wahrnehmen, aber dann gleichzeitig nicht die Neigung haben, nach außerhalb abzufließen, vielmehr speziell die deutsche Binnenkonjunktur zu befördern. – In Deutschland würde Euro und DKM unweigerlich immer im Verhältnis 1:1 gehandelt werden.

 

Sämtliche Nachbarstaaten werden nach informierenden und abstimmenden Gesprächen das deutsche Zweitwährungskonzept akzeptieren – und es alsbald auch bei sich praktizieren. Jede aktuelle Gesetzeslage, die dem Zweitwährungskonzept formal widersprechen würde, würde im Konsens verändert, „Legalität“ also immer hergestellt werden können.

 

 

 

4) Die gewiß nur positiv wirkende Zweitwährung, mag sie inzwischen auch spaßig „Helikoptergeld“ genannt werden, wird absolut keine ernst zu nehmenden politischen oder verwaltungsmäßigen Schwierigkeiten bereiten und birgt ebenso sicher keinerlei Risiken.

 

 

Die depressive „Warnung“, die hoffentlich bald Realität werdende Zweitwährung verursache „am Ende“ eine Inflation, ist geradezu albern. Seit Jahrzehnten leiden die hier angesprochen Staaten tatsächlich unter den Folgen einer schlimmen Deflation, meilenweit entfernt von einer Inflation. Das Geld wurde – wirklich sachgerecht gemessen – fortlaufend wertvoller und verlor niemals wirklich an Wert; und jetzt, wo die schlimme Deflation unbedingt und nachdrücklich bekämpft werden muß und die sogenannte Inflationsrate, die maßgebliche, seit langem schon bei minus X liegt, soll nun – angeblich – eine notwendige Deflationsbekämpfung wiederum eine Inflation verursachen, wo doch Produktionsbereitschaft und Ressourcenlage immerzu und fortlaufend sicherstellen, daß mit einem Ansteigen der Geldnachfrage immer ein entsprechendes Ansteigen des Güterangebots schritthalten kann. Das mögliche Güterangebot wartet heute ja auf ein Ansteigen der Geldnachfrage.

 

 

Also: Es ist zwar nicht praktisch erforderlich, daß ein heute dringend notwendiges Mehr an Geld per Helikopter herbeigeflogen wird, aber deshalb steht dann nämliches Fluggerät frei zur Verfügung, unsere Politiker mit möglichst viel währungswissenschaftlicher Kompetenz zu versorgen !

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Mehr Fortschritt und Wachstum - und trotzdem mehr Armut?

Eine WZB-Leserin aus Dachau fragt: Wie das ? - Die Antwort:

Menschlicher Geist hat bewirkt, daß die Bedingungen, unter denen die Menschen die Güter erzeugen, gewinnen oder finden, die sie für ihr Leben benötigen oder sich nur wünschen, im Laufe der Menschheitsgeschichte und besonders in letzter Zeit immer effizienter, ergebnisreicher geworden sind. In letzter Zeit: Wenn man vor vielleicht 30 Jahren zur Herstellung von 10 Gütern 10 Arbeiter und 10 Stunden benötigte, kann man heute mit gleich viel Arbeitern und gleich langer Zeit 20 Güter oder 10 Güter in 10 Stunden mit 5 Arbeitern oder 10 Güter mit 10 Arbeitern in 5 Stunden erzeugen. Das bedeutet, daß die Menschheit insgesamt reicher geworden ist, reicher an Möglichkeiten; man kann auch sagen: wohlhabender geworden ist. - Eigentlich jedenfalls.


Trotzdem verstehen sich heute – sehen wir jetzt einmal nur auf Deutschland – bemerkenswert viele Menschen als arm, als ärmer denn gestern, und das wenn nicht „zahlengestützt“, dann mental, „empfunden“; dann meinen diese Menschen, heute mehr, d.h. länger oder angestrengter, zwecks Überwindung ihrer Armut arbeiten zu müssen, als es „früher“ erforderlich gewesen sei. Erleben sie sogar, daran arbeiten, sich explizit darum bemühen zu müssen, überhaupt arbeiten, sich der Mühe einer Arbeit unterwerfen zu dürfen. Dementsprechend berichten amtliche Stellen und Medien heutzutage lähmend oft und beeindruckend darüber, wie die Armut insgesamt steige und daß man kaum wirklich Entscheidendes gegen den betrüblichen Trend tun könne. Oder registriert man das eigentlich Unverständliche, daß der an sich unübersehbare Fortschritt den Menschen heute zwar – transporttechnisch – die ganze Welt erschlossen hat, sich die Menschen aber gleichzeitig genötigt fühlen, in Scharen aus ihren „armen Behausungen bei sich zu Hause“ in „die reichere Welt, die Welt der Reicheren“, draußen, zu reisen, d.h. dann eigentlich zu fliehen.


Man erlebt heute das Paradoxon, daß weise Menschen Klagende mit dem Hinweis zurechtweisen: „Uns ging es früher nie so gut wie Euch; wir hatten nur an Sonntagen Fleisch auf dem Teller, dafür 60 Stunden die Woche zu arbeiten; und wir bekamen, wenn es keine Arbeit gab („In unserer heutigen Zeit kann jeder, der arbeiten will, auch Arbeit finden.“), nur ein paar Bettelgroschen als Sozialunterstützung. Wie viel besser geht es da heute zu ?“ – Und die Klagenden beklagen dagegen: „Wir sind arm. Und werden immer ärmer. Und drohen, immer noch ärmer zu werden !“


Das Paradoxon und dessen Hintergrund
1) Es kann – Ergebnis des Fortschritts – mehr produziert werden als früher (siehe oben !). Deshalb könnten nun, könnten – erste Möglichkeit - Güter produzierende Arbeiter für ein gleich großes Produktionsergebnis weniger arbeiten als früher. - Das akzeptieren die Arbeiter aber nur „bei vollem Lohnausgleich“, denn sie wollen in der doch tatsächlich fortgeschrittenen Zeit nicht ärmer leben als früher. - Und den vollen Lohnausgleich akzeptieren wiederum die involvierten Unternehmer nicht, da sie – vordergründig schlüssig – erklären, den realen technischen Fortschritt hätten sie, investierend, bezahlt, also hätten auch sie das Recht zu dessen – voller - Nutzung. - Die erste Möglichkeit ist also keine wirkliche Möglichkeit.


Die zweite Möglichkeit wird derzeit tatsächlich wahrgenommen: Man setzt zur Erstellung eines gleichgroßen Produktionsvolumens weniger Arbeiter ein – und weniger Angestellte und weniger arbeitende Unternehmer – und setzt die übrigen Arbeitsbereiten und Arbeitsfähigen frei, d.h. entläßt sie – in die Arbeitslosigkeit.


2) Dadurch werden sowohl die „geringverdienenden“ Arbeitslosen als im Prinzip auch die Nichtarbeitslosen, die die Arbeitslosen über ihre Zahlungsverpflichtungen (Steuern, Sozialabgaben) aushalten müssen, tendenziell ärmer. Im Zeitalter des Fortschritts ! Beide werden jedenfalls nicht reicher (ein Armer ist immer insofern arm, als er nicht so reich ist wie der Reiche); beide werden nicht reicher, weil sie niemals sparen können, um so Kapital investieren zu können, um mit dem Ertrag ihrer Investitionen (siehe vor !) reicher werden zu können.


3) Die „freigesetzten“ Arbeitslosen bemühen sich fortan um einen „Job“ – den nannte man früher „ehrliche Arbeit“ – und die steuer- und abgabengeschröpften Nochbeschäftigten interessieren sich vermehrt und intensiv für eine steuer- und abgabenausgleichende „Zweiterwerbstätigkeit“. Und beide Gruppen stellen ihre Leistungsbereitschaft und -fähigkeit auf dem sogenannten Arbeitsmarkt ins „Angebot“ – „Sale !“
Und da Angebot und Nachfrage natürlicherweise und zwingend den Preis einer Ware bestimmen und eine Arbeitsleistung – mögen ehrenwerte und gutmeinende Moralisten das mögen oder nicht – eine Ware ist – eine Ware ist per sachgerechter Definition ein Gut, das zum Austausch (gegen Lohn o.a.) angeboten und entsprechend angenommen wird -, stagnieren oder sinken in Zeiten von Arbeitslosigkeit, also einem „Arbeitskräfte-überangebot“ die Löhne, Gehälter, die Einkommen der Arbeitskräfte. Und es verringern sich die Möglichkeiten, auf „Investitionskapital“ hin zu sparen, um so mit der Zeit „weniger arm“, respektive „mehr reich“ werden zu können.


Die Auflösung des Paradoxons
4) Die Möglichkeit, Arbeitseinkommen zu stabilisieren oder zu steigern und damit gegebene Armut zurückzuschrauben oder gar zu überwinden, findet man dann, wenn man sich vergegenwärtigt, daß nicht nur sich verbessernde Produktionsmöglichkeiten Voraussetzung für gegebenenfalls bedarfsentsprechendes Wirtschaftswachstum sind, daß vielmehr ebenso sichergestellt sein muß, daß ein mögliches Mehr an Produktion auch verkauft und gekauft werden kann. Und daß für den Absatz eines möglich steigenden Produktionsvolumens eine parallel steigende Geldmenge Voraussetzung ist.


Das heißt: Wenn ein Anwachsen der Produktion möglich und bedarfsentsprechend gewünscht wird und wenn man dann der kaufinteressieren Seite des Marktes genügend kaufaktives Geld zur Verfügung stellt, kann ein entsprechendes Mehr abgesetzt werden und wird demzufolge entsprechend mehr produziert. Jetzt werden Arbeitskräfte gesucht, so daß die Löhne und Gehälter der Produzierenden – dem Gesetz von Angebot und Nachfrage folgend – sukzessive bis auf das gerechte Maximum ansteigen. Während diese Steigerung von Arbeitseinkommen automatisch gegenfinanziert wird durch ein – gerechtes – Absinken der Unternehmenseinkommen, die zuvor deswegen – legitimer- und legalerweise und verhältnismäßig - zu hoch lagen, weil die Lohnkosten, der Lage auf dem Arbeitsmarkt entsprechend, relativ gering waren. Da nun die Lohnsteigerungen vorherige „Arme“ langsam aber stetig zu sparenden „Kapital-Investoren“ „aufsteigen“ lassen, nun gerechterweise nicht mehr nur die Reichen reicher werden, nivelliert sich das Verhältnis zwischen Reich und Arm konsequent.


So kommt es zu Fortschritt, Wachstum - und – Gerechtigkeit ! - Nur so !

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  3000 Euro bar für jeden Bundesbürger

Keine Utopie

 

sondern eine vernünftige Maßnahme:

 

Wissen Sie, was „Helikoptergeld“ ist ? Die meisten Menschen wissen es nicht. Und wenn jemand versucht, den Begriff zu definieren, könnte er ihn als die Benennung einer ziemlich bizarren Sache verstehen. Etwa als Geld, das von oben herabregnet und von dem dann diejenigen am meisten abbekommen, die am höchsten springen oder Mitinteressierte am wirkungsvollsten beiseitestoßen können.

 

Tatsächlich wird hinter „Helikoptergeld“ der Kern einer absolut vernünftigen, heute für Deutschland dringend notwendigen und deshalb unverzichtbaren währungspolitischen Maßnahmen versteckt, wird diese vernünftige Maßnahme von interessierter oder nicht hinreichend kompetenter Seite durch die parodierende Benennung diskriminiert. – Die Aufklärung:

 

 Die kaufaktive Geldmenge muß unbedingt beträchtlich vergrößert           werden

 

Der Präsident der EZB Mario Draghi hat seit längerem wahrgenommen, wie alle kompetenten Beobachter, daß in der Euro-Zone nur wesentlich weniger Güter gegen Geld abgesetzt werden können – in der Summe –, also weniger Nachfrage ausgeübt wird – in der Summe –, als es der Summe des produktionsmäßig möglichen Angebots und dem Bedarf entspricht.

 

Diese Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage hat überall schlimme Folgen: Auch in Deutschland steigt im Grunde die bereits heute herrschende Massenerwerbslosigkeit von tatsächlich rund fünf Millionen weiter an, wird eine nebenwirkungsfreie Eingliederung von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt unmöglich gemacht und wachsen die Probleme für die Wirtschaftsunternehmen, wenn wegen der Absatzprobleme die Verkaufspreise sinken und man mit sinkenden Einnahmen dann nicht zuvor bereits vereinbarte Vorkosten bedienen kann – Tarifvertragslöhne beispielsweise. Und wenn die Preise sinken müssen, verzögern potentielle Käufer den Warenabsatz fortlaufend zusätzlich, was zunehmende Arbeitslosigkeit und zunehmende Liquiditätsprobleme der Unternehmen zur Folge hat. Die hier angezeigte Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage und deren Folgen sind Ausdruck einer Deflation, unter der Deutschland und Euro-Europa seit Jahren leidet.

 

 

Und da eine Deflation darauf zurückzuführen ist, daß die Geldmenge nicht im Verhältnis zum steigenden möglichen Güterangebot mitsteigt, entschied Draghi, die von der EZB und ihren Zweigstellen, den nationalen Staatsbanken, zu emittierende Euro-Geldmenge beträchtlich zu erhöhen.

 

 

                         Richtige Entscheidung - falsche Ausführung

 

Diese Entscheidung ist grundsätzlich zu begrüßen, aber ihre Ausführung ist zu bedauern, weil sie nur völlig unzureichend wirken kann. Zwar belebt eine Geldmengenvergrößerung immer automatisch die Konjunktur – immer solange die Produktion mitsteigen kann und der Bedarf mitsteigt -, aber in der aktuellen Praxis in Deutschland belebt der Draghi-Geld-Zufluß weitaus überwiegend die Möglichkeit, weitere Produktionskapazitäten zu schaffen, er ist also „angebotsorientiert“, und er vergrößert höchstens indirekt und daher nur wenig die Möglichkeit, mit mehr Geld, „nachfrageorientiert“, mehr Nachfrage auszuüben, den Absatz zu beleben. Produktionskapazitäten zu kaufen stellt nur in zu geringem Ausmaß eine Ausübung von Nachfrage dar.

 

Daß die Wirkung der praktizierten Maßnahme des EZB-Präsidenten im Bezug auf ihr Ziel „Steigerung des Gesamtumsatzes“ gering bleiben muß, ist einmal darauf zurückzuführen, daß die Investoren, denen das ihnen - über die Geschäftsbanken zugeleitete - Geld helfen soll, dieses Geld nur eingeschränkt verwenden können und bei den Banken aufnehmen, weil sie ein Mehr an Produktion, zu dem es durch den Einsatz von „frischem Geld“ für die Einrichtung weiterer Produktionsanlagen kommen soll, wegen Mangels an kaufaktivem Geld auf der Käuferseite gar nicht los werden. Die Banken „parken“ deshalb ein Zuviel an Geld bei der Zentralbank wieder zurück oder verleihen es risikoträchtig an ferne Immobilienanleger oder an Staatskassen, die mit dem billigen Geld dann eventuell gefährliche oder drittrangig wichtige Ausgaben finanzieren. Also wird die für den deutschen Inlandsmarkt so wichtige Geldmenge gar nicht tatsächlich wesentlich vergrößert. Das wohlfeile Geld läuft vielmehr irgendwo rum, oder im Land nur zäh und langsam oder gar nicht, weil es nutzlos „geparkt“ wird. Und weil die Zentralbank Kreditgeld zum Null-Tarif verleiht, lassen sonstige Geldeigentümer ihr Geld, weil nun auch sie so gut wie keine Zinsen mehr bekommen können, in ihren Tresoren oder auf ihren Konten liegen, was die umlaufende Kaufkraftmenge wieder verringert, die Draghi eigentlich entscheidend vergrößern wollte und sollte. – Ein kurioses Dilemma !

 

Wenn man eine Volkswirtschaft mit so ausreichend viel kaufaktivem Geld versorgen will, was Draghi möchte, daß alle – akzeptablen – Güter abgesetzt werden können, die produzierbar sind nach denen Bedarf besteht, wenn man also allen Menschen Arbeitslosigkeit ersparen will, die arbeiten wollen, um mit dem Lohn für ihre Arbeit – in der Summe – ihre eigene Produktion kaufen zu können, muß man das Geld denjenigen zur Verfügung stellen, die kaufen und nicht denjenigen, die verkaufen wollen. Und zwar frühzeitig, damit dann anschließend produziert werden wird – in der realistischen Voraussicht, daß die zukünftige Produktion auch abgesetzt werden kann. Man baut auch erst dann eine Fabrik im Bayrischen Wald auf, wenn vorher der Transportanschluß - hin und her - gesichert worden ist. Geld ist – so gesehen – ein Transportmittel wie Güterwaggons der Deutschen Bahn. Und das Transportmittel, das Geld also, darf man dann auch nicht etwa nur befristet darbieten, also als befristeten Kredit nur verleihen, sondern unbefristet für immer. Stellt man später irgendwann fest, daß, weil die hier gemeinte Fabrik inzwischen verfallen, Geld für Absatz nicht mehr in vorausgegangener Menge benötigt wird, kann man „die Gleise“, die Geldmenge immer noch wieder – etwas - abbauen.

 

Ergänzend sei hier darauf aufmerksam gemacht, daß es nicht logisch erklärbar ist, warum eigentlich unsere Zentralbank, die der Volkswirtschaft Geld, gewissermaßen deren lebenswichtiges Blut, in ausreichendem Maß zur Verfügung zu stellen hat, dieses von ihr selbst gemachte Geld formal nur leihweise und als Schuld überträgt oder irgendwie verkauft (gegen Schuldscheine, Devisen, Gold, Sicherheiten), obwohl doch die Zentralbank das Geld ihrerseits von niemandem geliehen und je an diesen zurückzahlen muß, sondern es im Falle eines Rücklaufs – im Wortsinn – vernichtet. Und nicht akzeptabel begründet werden kann, daß die Zentralbank das Geld nicht selbst – wenn denn schon – „verleiht“ – sogar zinslos - sondern es von Geschäftsbanken zu gegebenenfalls hohen Zinsen weiterverleihen läßt.

 

 

Da hilft ausschließlich: 3000 Euro für jeden !

 

Die einzige Maßnahme, die Deutschland heute aus dem vorbeschriebenen Dilemma heraushilft, die ohne weiteres durchgeführt werden und keinerlei schädliche Nebenwirkungen haben kann und die auch keine wirkliche Sensation darstellen würde, weil sie immer schon – in etwa bereits vor über 50 Jahren durch den späteren Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman („Helikoptergeld“) und jetzt aktuell wieder verstärkt – in verschiedenster, aber im Grundsatz ähnlicher Form - von zahlreichen unabhängigen Experten zur Sprache gebracht wird, ist die direkte, endgültige, selbstverständlich zinsfreie Zuführung von Kaufkraft an die – im weiteren Sinn – Konsumenten, Verbraucher. Der entsprechend praktische Weg einer solchen heute notwendigen Geldvermehrungsmaßnahme sollte so aussehen, daß die Zentralbank dem Finanzministerium neu emittiertes Geld in einer Gesamtsumme von etwa 3000 € pro Kopf der Bevölkerung zuführt. Das könnte sukzessive, in Raten von dann 300 € pro Monat oder jeden zweiten Monat geschehen. Das Finanzministerium gibt den gesamten Zufluß per Steuerabschlägen oder gegebenenfalls Rentenzuschlägen sofort an die damit dann Nachfrage ausübenden, die bedarfsentsprechenden Produktionen im Land, also das Sozialprodukt steigernden, mehr Erwerbsarbeitsplätze schaffenden und das Steueraufkommen belebenden Bürger weiter. Da 3000 € „frisches Geld“ in einem Jahr zig-fach Umsatz bewirken, bringt dieser Betrag die für Deutschland notwendige gewaltige Konjunkturbelebung.

 

 

 „Deutsche Konjunktur-Mark (DKM)“ neben dem Euro

 

Solange es die europäische Gemeinschaftswährung Euro gibt - und Deutschland sollte aus dem entsprechenden Währungsverbund zum Schutze der Freundschaft zwischen den Mitgliedsstaaten nicht austreten, muß und kann die Geldmengenvergrößerung problemlos per autonomer Einführung einer deutschen Zweitwährung (vielleicht als „Deutsche Konjunktur-Mark – DKM“) erfolgen, die dann – in Deutschland - völlig gleichwertig (1:1) und gleichberechtigt – zusätzlich und parallel neben dem EU-Euro - aktiv arbeitet.

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Eine Wahl ohne Alternative

 

 

„A“fD

 

 

 

Die sogenannte AfD ist am 13. März 2016 hochgeschossen, weil oder obwohl sie von ihren Wählern bis heute - lediglich - als Protestpartei gegen die gesamte derzeitige Politik in Deutschland wahrgenommen wird. Denn wenn auch  die AfD-Propagandisten behaupten, die Partei verfüge über ein konkretes alternatives, realisierbares und zukunftsträchtiges Programm, so kennt selbst niemand unter ihren Wählern ein solches. Wäre aber den Wählern ein solches Programm vertrauenerweckend angeboten worden, wären die Altparteien am vergangenen Sonntag geradezu weggeputzt worden.

 

CDU

 

 

 

Die Union hat so extrem stark verloren, weil diese Partei immer größere Teile des Volkes resigniert zurückläßt. Manche ihrer bisherigen Wähler sind zur FDP geflüchtet, weil diese Interessenpartei speziell Wählern mit speziellen Wirtschaftsinteressen noch am ehesten Hoffnung macht.

 

Grüne

 

 

 

Andere CDUler sind - in Baden-Württemberg - zu den Grünen – gewechselt, weil Kretschmann eigentlich eine „CDU mit umweltgeschützten Sonnenblumen vorm Häusle“ vorführt. Da Kretschmann aber bei weitem nicht die Grünen-Sympathisanten insgesamt, etwa die Öko-Sozialisten der Gründerzeit, anführt, haben sich Elite-Grüne denn auch in der Pfalz und in Sachsenanhalt in großer Zahl von - früher einmal - ihrer Partei zurückgezogen.

 

 

 

SPD

 

 

 

In Rheinland-Pfalz krochen Grüne sogar bei der SPD unter, obwohl sich diese „Gabriel-for-Kanzler-Partei“ inzwischen meilenweit von den Interessen und Gefühlen der Menschen entfernt hat, die die SPD einmal zu einer Volkspartei gemacht haben. Deshalb ist die SPD insgesamt geradezu vom Hof gejagt worden.

 

 

 

Linkspartei

 

 

 

Und was „schlägt links“ ? Die ehemals Lafontaine-Linke ist nach Oskar nur noch pomadig. Frau Wagenknecht ist eine attraktive, intelligente und gebildete Frau, aber eine explizit Linkspartei-Vorsitzende ist die Kapitalismusinterpretin in Wirklichkeit nicht. Ihr Entdecker Michael Benjamin würde nur mit dem Kopf schütteln, erlebte er seine SED-Nachfolgepartei heute. Also ist auch „Die Linke“ inzwischen eine Altpartei.

 

 

 

Alternative ?

 

 

 

Hoffentlich ist die Partei von morgen nicht eine nationalsozialistische sondern eine - alternative – zukunftsweisende, zukunftssichernde, liberale und soziale Union, also eine wirkliche Partei fürs ganze Volk, eine Volkspartei.

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Ein gerechtes und realisierbares Kranken - Versicherungssystem

                                                   Keine Utopie


Ebenso wie die Idee von einem wirklichen und umfassend gerechten Altersrenten-System darf auch ein so ziemlich von allen Menschen als ausreichend und gerecht empfundenes Kranken-Versicherungssystem nicht als utopische Idee abgetan werden. Beispielsweise als nur Forderung von sogenannten Sozialisten, denen man eventuell vorhalten mag, sie wollten alle Probleme und Wünsche der Menschen vordringlich durch die Politik lösen und erfüllen lassen und kaum welche über die Selbstverantwortung des Einzelnen.


Ein als ausreichend empfundenes, gerechtes und dabei realisierbares Kranken-Versicherungssystem sollte vielmehr politisches Ziel für alle zur Empathie fähigen Menschen sein, für Humanisten, speziell für Christen und schließlich für alle nur vernünftig denkenden Menschen, die beachten wollen, daß Ungerechtigkeit auf Dauer, am Ende immer gefährliche Folgen für die gesamte Gesellschaft hat.


                                                  Was ist ein
            gerechtes und realisierbares Kranken-Versicherungssystem ?


1) Ein System, das im Prinzip allen Menschen die absolut gleiche Versorgung bei Krankheiten sichert.
Der Mensch kann durch seinen Einsatz und sein Verhalten Einfluß zwar auf die Tatsache nehmen, jedenfalls kann er sich entsprechend bemühen, ob er ein Luxusauto fährt oder zu Fuß geht, ob er Wein trinkt oder Wasser, ob er auf Daunen oder auf „hartem Stein“ schläft; wann und wie schwer er erkrankt, kann er dagegen im Grunde nicht selbst bestimmen, sehen wir etwa von Bergsteigern und Rauchern hier einmal ab, auf die kommen wir noch speziell zu sprechen.
Deshalb darf er im Grunde - in dem hier aufgezeigten Sinn – im Bemühen gegen sein eventuelles Kranksein nicht primär verantwortlich sein - müssen. Gegen Krankheiten und für eine Wiedergesundung – wie eben auch gegen eine Altersunfähigkeit – muß sich vielmehr im Prinzip die Gesamtgesellschaft als verantwortlich verstehen. Das heißt, die Gesamtgesellschaft muß jedes ihrer Mitglieder gerecht gleich behandeln, versorgen, im Prinzip gleich wie viel das einzelne Mitglied an den Gesamtkrankheitskosten mittragen kann. Wobei ein leistungsfähiger Mitzahler und ein „immerzu“ Gesunder zwar mehr zahlt als ein nur beschränkt zahlungsfähi-ger „Pechvogel“, aber, so einfach muß man das sehen dürfen, dafür ist er „glücklicher und gesünder“. Im Prinzip muß jedes Mitglied einer Gesellschaft den gleichen Beitrag zahlen, dessen Zah-lungsfähigkeit auf wirklichen beruflichen Leistungen beruht.


2) Die Gesellschaft also, d.h. eine dem staatlichen Sozialministerium nachgeordnete Gesundheitskasse, übernimmt alle Kosten, die entsprechenden Leistungsanbietern für detailliert beschriebene Leistungen zur Wiederherstellung von Gesundheit aller erkrank-ter und unter den deutschen Versicherungsschutz fallenden Patienten oder für Erkran-kungen vermeidende Vorsorgemaßnahmen entstehen.


Leistungsanbieter offerieren der Gesundheitskasse ihre Angebote – Therapiebenennungen, ambulantärztliche oder klinische, Wirkungsbeschreibungen der von der Pharmaindustrie zur Verfügung gestellten Medikamente - und bekommen sodann ggf., wie bisher nach Überprüfung, eine Einsatz-, Liefer- und Abrechnungserlaubnis gemäß einer zwischen der Nachfrage (Gesundheits-kasse) und dem Angebot (Verbände der Anbieter) ausgehandelten und für alle Anbieter gültigen Preisliste.
Das Vertragssystem ist ständig offen für Änderungen, Ergänzungen und Annullierungen, wenn bessere oder preisgünstigere Diagnostik-, Therapie- oder Medikamentenangebote zur Verfügung gestellt werden oder Einschränkungen und höhere Preise sich als unumgehbar erweisen.
Daß alle Leistungen und Anwendungen einer ständigen Kontrolle und Bewertung durch die Gesundheitskasse unterliegen, muß sich von selbst verstehen. Siehe dazu weiter unten !


3) Die Gesundheitskasse refinanziert ihre Leistung durch Versicherungsbeiträge, die zu zahlen absolut alle steuerpflichtigen Bürger verpflichtet sind. An dieser Stelle sei noch einmal festgeschrieben: Bürger, die alle absolut gleiche Leistungen geliefert bekommen.
Die Beiträge werden von allen einkommensteuerpflichtigen Personen in der Form von Steuerzuschlägen und zusammen mit den Einkommenssteuern erhoben und zwar in ihrer Höhe dem gestaffelten Einkommensteuertarif entsprechend. Wobei in Betracht gezogen ist, daß sich die Steuertarife d.h. die entsprechenden Staffelungen immer ändern können und geändert werden sollten – Die Versicherungsbeiträge fließen nicht etwa in den steuerfinanzierten Staatshaushalt und werden von diesem auch niemals subventioniert. Sind die Gesamteinnahmen der Gesundheitskasse zu niedrig oder ergeben sich Überschüsse, werden die Einzelbeiträge durch Zu- oder Abschläge in Prozentsätzen der Grundversicherungsbeiträge korrigiert.


4) Das von der Gesundheitskasse über Ärzte, Kliniken und Industrie gelieferte Leistungsangebot richtet sich im Prinzip nach dem neuesten Stand der entsprechenden wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung. Eine Begrenzung der Ausgaben nach oben muß vom Gesetzgeber des Bundes mit Zweidrittelmehrheit angeordnet werden.


5) Die bisherigen sog. gesetzlichen und privaten Krankenkassen sind ab einem Tag X nicht mehr erforderlich. Dadurch werden enorme Kosten eingespart. Das überkommene Vermögen dieser Kassen wird anschließend diesen, d.h. deren Trägern überlassen, um die personal-soziale Abwicklung und die Vertrauensinteressen der Trägerunternehmen bzw. deren Eigentümer zu sichern.


6) Freiwillig abgeschlossene Kranken-Zusatzverträge mit staatsunabhängigen Anbietern sind zwar erlaubt, bringen aber nichts, da die Gesundheitskasse jedem Bürger bereits das Optimum liefert. –
Behandlungen von gefährdeten Patienten durch freiwillig ausgeübte Berufe und praktizierte Lebensweisen (Extrem-Sportler, Rauschmittelkonsumenten), die eindeutig ein höheres Gesundheitsrisiko haben, müssen von den Ärzten, Kliniken an die Gesundheitskasse gemeldet werden, auf daß diese den entsprechenden Patienten angemessene Kostenbeteiligungen in Rechnung stellen wird.


7) Einem Ausufern der Krankenkosten durch ungerechtfertigte ärztliche Maßnahmen, wie sie vor-her schon angesprochen wurden, wird dadurch begegnet, daß alle Maßnahmen, Anwendungen und Verschreibungen einer strengen Kontrolle durch unabhängige Kontrollinstitutionen (ähnlich dem heutigen Medizinischen Dienst und den Vertrauensärzten) gestellt werden, die eine Streichung von zu Behandlungen Autorisierten und von Zulieferern aus der Lieferer- und Abrechnungslizenz-Liste zu Folge haben können.

Die Alternative !

Achtung ! Hessenwahl 06.03.16: 15 % für eine Nur-Protestpartei

Frage: Herr Woltmann-Zeitler, was denken Sie darüber, daß gestern in Hessen eine ausschließlich Protestpartei rund 15 % der Wähler für ihren lauten aber alternativlosen Protest gewann ?

Antwort: Ich denke, daß Millionen Hessen mit der von den bisher regierenden Parteien abgelieferten Politik sachlich und emotional so unzufrieden sind, vom Establishment so enttäuscht - die 15 % Protestwähler stammen sämtlich von den Altparteien -, daß ihnen nun jede auch nur scheinbare Alternative recht ist, daß sie nur noch hoffen, schlechter könne es nicht mehr kommen.

 

F.: Bietet die AfD keine Zuversicht rechtfertigende Alternative ?

A.: Nein ! - Die Protestpartei protestiert nur und hat bis heute nicht einen Programmpunkt veröffentlicht, auf nicht einem Gebiet, dessen Verwirklichung per Saldo eine wirklich bessere Politik bedeuten würde.

 

F.: Wie sähe eine begrüßenswerte Alternative aus ?

A.: Eine der Altparteien oder ein entsprechendes Parteienbündnis oder eine neue Partei müßten mit einer wirklich neuen liberal-sozialen Politik auf dem Wählermarkt auftreten. Etwa als eine „Liberal-Soziale Union“.

 

F.: „Liberal-Soziale Union“ ?

A.: Gut, nennen wir sie so.

Dann sollte der Name der Partei mit „Liberalsozial“ - nicht „Sozialliberal“ - aufzeigen, daß man „sozial“ niemals mit „sozialistisch“ - plangebunden und obrigkeitsbestimmt -verwechseln werde, soziale Politik vielmehr im Rahmen selbstverantwortlicher Freiheit - unideologisch und tolerant – betreiben wird.

 

F.: Und doch auch „sozial“ … ?

A.: ... sollte sicherstellen, daß unter „liberal“ nicht „neoliberal“ mißverstanden wird. Was und wen immer auch die Benutzer des Schimpfwortes „neoliberal“ bekämpfen wollen. „Liberal, frei, unabhängig, autonom, aber dabei sozialgerecht, human, brüderlich“, müßte das signalisieren.

 

F.: Und „Union“ ? ...

A.: Und mit einer Union, einer Volkspartei ist hier eine Partei gemeint, die weder die Reichen schützen noch die Ärmeren nur stützen will, keine Klientel-Partei also, sondern eine, die die Interessen aller Menschen vertritt, die „Wohlstand für alle“ möglich machen wird; die eine Gesellschaft schafft, in der auch die Armen – durch Chancengleichheit und dann Eigeninitiative - zu gerechtem Wohlstand kommen können.

 

F.: Bitte, Herr Woltmann-Zeitler, benennen Sie das Programm einer sog. Liberal-Sozialen Union. Aber jedes Schlagwort muß auf „investigative“ Nachfrage hin mit einem ausführlichen, allgemeinverständlichen, sicher machbaren, nebenwirkungsfreien Ausführungsprogramm absolut stabilisiert werden können.

A.: Ja, das kann es. – Also:

 

Das wirklich alternative Grundsatzprogramm

 

Detailliertes Maßnahmenprogramm liegt vor

 

1) Einführung einer neuen, in jeder Hinsicht praktikablen und erfolgreichen Währungspolitik für Deutschland – auf der Grundlage einer neuen, logischen und entmystifizierten Geldphilosophie. Geld muß endlich als das für Wirtschaft, Kultur und Frieden „lebensnotwendige“ Instrument verstanden werden, als einen Diener, ohne den wir Menschen heute noch auf Bäumen oder in Höhlen lebten, nach 30 Lebensjahren sterben würden. Geld darf nicht länger verstanden werden als Macht an sich, wie ein Götze.

 

2) Das Ergebnis einer vernünftigen Währungspolitik wird sein: Nie mehr Angst vor Schulden, Inflation oder Finanzkrisen.

 

3) Es wird eine angemessene Währungspolitik, eine allen Menschen im Land immerwährende, ansonsten in jeder Hinsicht problemfreie Vollbeschäftigung sichern, alle vor unfreiwilliger Erwerbslosigkeit bewahren.

 

4) Wird für jedermann gerecht hohe Einkommen, gerecht niedrige Steuer- und Abgabenbelastungen bringen.

 

5) Kann für alle ein sowohl gerechtes, komfortables und auch bezahlbares Sozialversicherungssystem ermöglichen.

 

6) Bringt weitgehende Überwindung von Krieg und Terror, da diese Geiseln der Menschheit zwar unterschiedliche Anlässe, Auslöser haben mögen – aber überwiegend eine wirtschaftliche, währungspolitische, eine soziale Ursache, die beseitigt werden kann.

 

7) Wird die Voraussetzung für eine wirkungsvolle, nachhaltige und sozialverträgliche Umweltschutzpolitik schaffen. Sie bringt die erforderlichen wirtschaftspolitischen Voraussetzungen.

 

Eine entsprechende Politik stoppt die derzeitige „AfD“.

Jene „Protestorganisatoren“, die heutzutage mit ihrem kräfteverzehrenden Agieren

einer aussichtsreichen innovativen Suche

nach einer wirklichen Alternative für Deutschland

im Wege stehen.

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Währungsreform ?

Was ist eine Reform ? - Eine sogenannte Reform ist eine Maßnahme, die einen früher besseren Zustand wiederherstellt. Oder jedenfalls einen inzwischen schlechter gewordenen verbessert.

Dennoch, also obwohl der Begriff Reform tatsächlich positiv zu verstehen ist, haben die Menschen in Deutschland verbreitet große Angst explizit vor einer Währungsreform. Und das wiederum, obwohl noch nie ein Mensch eine wirkliche Währungsreform in Deutschland erlebt hat, eine Reform des Währungssystems überhaupt nicht und schon gar nicht eine im Sinne einer auf einen zuvor besseren Zustand zurückzuführende Maßnahme.

 

Das Währungssystem weltweit hat sich seit der Einführung des Instruments Währung, also seit der Ablösung der Tauschwirtschaft durch die Geldwirtschaft, niemals prinzipiell geändert, ist also auch nie reformiert worden.

 

 

 

„Na und ?“ -

 

Ludwig Erhard und die „Währungsreform“

 

 

 

Der Umtausch von deutschen DM in den EU-Euro war im Grunde nur ein Wechsel von Namen und eine Vergrößerung des Verbreitungsgebietes. Reformiert am System wurde da gar nichts. – Den Umtausch der Deutschen Reichsmark in die Deutsche Mark 1948 hielt selbst Bundeskanzler und Wirtschaftsprofessor Ludwig Erhard für im Prinzip überflüssig, wie er später bekannte. Er nannte die legendäre Aktion eine „kosmetische Maßnahme“, mit der man lediglich von der Währung des untergangenen „Großdeutschen Reichs“ wegkam, während doch „Österreich weiterhin ein ´Reich´ blieb“. - Und ebenso die Wertaufwertung von RM zu DM hielt Erhard für irrelevant. Daß um diese Zeit und danach die italienische Lira immer nur einen Bruchteil so viel Wert war wie die deutschen Zahlungseinheiten, „jedenfalls das hat der italienischen Wirtschaft niemals geschadet. Und wäre es bei der Reichsmark geblieben, hätte das Brot in Deutschland anschließend und noch einige Zeit vielleicht eben 30 RM statt später 3 DM gekostet. - Na und ? – Die Löhne wären entsprechend hoch gewesen“.

 

 

 

Des Kanzlers

 

Angst vor dem Volk

 

 

 

Auch als 1923 jene weltbekannte deutsche Hyper-Inflation endete, an die deutsche Politiker auch heute noch bei fast allen aktuellen währungspolitischen Entscheidungen denken, hatte es keineswegs eine Währungsreform gegeben. Auch 1923 wurde diesbezüglich gar nichts reformiert. Vielmehr wurde entweder ein beispielloses Verbrechen oder ein beispielloser Schwachsinn - einfach nur gestoppt. Notgedrungen.

 

Die – gestern wie heute - unvorstellbare Tatsache, daß den Menschen im Land damals alle ihre Ersparnisse genommen, ihnen Preissteigerungsraten in zweistelliger Höhe im Stundentakt zugemutet wurden und zum Versand eines Briefes, sage und schreibe, eine 1-Billionen-Marke vorgeschrieben war, konnte keinesfalls als eine Folge des 1918 verlorengegangenen Krieges erklärt werden. Deutschland war 1918 völlig unzerstört, die Produktionsmöglichkeiten im Land fast völlig erhalten geblieben und auch seinerzeit zehnfach höhere Reparationsverpflichtungen hätten nie das Rechnen in Trillionen-Summen erforderlich gemacht.

 

Wie absurd die Situation damals war, kann man sich vielleicht vor Augen führen, wenn man liest, wie eine seriöse deutsche Zeitung nach einem seriös erscheinenden deutschen Augen- und Ohrenzeugen davon berichten konnte, wie der damalige deutsche Reichskanzler sich - offenbar „verständnisvoll“ - davor fürchtete, „vom Volk an einem Laternenpfahl aufgehängt zu werden“. – Was 1923 praktiziert wurde war also keine Reform sondern eine verhaltenspsychologische therapeutische Rettungsmaßnahme.

 

 

 

 

 

Keine Reform, aber eine

 

Gesunde Währung

 

 

 

Allerdings muß heute am in Deutschland praktizierten Währungssystem unbedingt Bedeutsames verbessert werden. Wenn man auch in diesem Zusammenhang nicht von einer Reform sprechen kann, weil das System nie vorher besser war sondern von Anfang an einem Geburtsfehler litt. Einem Geburtsfehler, den man bei Einführung des Geldes, also einer Währung, damals wohl tatsächlich nicht ausschließen konnte. Damals nicht konnte, aber heute muß.

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Syrische Kleinstadt mitten in Berlin ?

In Berlin wird inzwischen, heftig mit Bandagen, ausgekämpft, ob man auf dem mitten in der Stadt liegenden großflächigen Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof eine spezielle Siedlung für etwa 7000 Flüchtlinge bauen soll. Gegebenenfalls für mehrheitlich Syrer. - Dann – tatsächlich - gerechter- und humanerweise mit eigenen Sportplätzen, Turnhallen, einem eigenen Jugend-, Kultur- und Medizinzentrum, gegebenenfalls einer Moschee. - Fast eine komplette Kleinstadt also. Mitten in Berlin. Im Zuge seitens der Befürworter des Projekts ganz gewiß gut gemeinter Integra-tionsbemühungen.


Integrationsbemühungen? – Dazu eine Überlegung:
Seinerzeit: Banater Schwaben, Siebenbürger Sachsen und Wolgadeutsche hatten sich in ihrer jeweils neuen Heimat nie integriert. Solange das politische Umfeld in den involvierten Staaten funktionierte, waren die Ansiedlungen der deutschen Zuwanderer, darunter auch Flüchtlinge, für "Drinnen und Draußen" fruchtbar und friedlich. Solange das politische Umfeld funktionierte ! Das Beispiel von damals gilt auch für Spree-Syrer heute: Solange das politische Umfeld funktionierte. Es funktioniert aber heutzutage in Deutschland nicht. Absolut nicht !


Deshalb benötigt Deutschland - heute dringender denn je - eine neue Wirtschaftspolitik, aufgrund derer dann nicht auch noch Zuwanderer jetzt noch knappe Arbeitsplätze beanspruchen, sondern, weil in Deutschland dann Vollbeschäftigung herrscht, alle Interessierten leicht Arbeit finden können und sich so Zuwanderer, automatisch und nur noch wenig als Zuwanderer wahrgenommen, übers ganze Land verteilen - dann integriert.


Desweiteren wird gebraucht eine aktive Außenpolitik, die bewirkt, daß alle Zuwanderer, die wollen, weil sie auch können, in ihre Heimat zurückkehren - können. Die meisten wollen das.
Deutschland braucht - auch deshalb - eine Neue Politik - ggf. auch unter Frau Merkel!

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Angela Merkel:   Nach ihr die Sintflut ?

 

 

Einblick ins Politische

 

 

 

Das Mädchen Angela wollte nicht Pfarrerin werden. Lieber ihr Leben erleben. Also studierte sie etwas Handfestes, Maschinenbau. Was ihr dann interessante Moskau-Reisen und schlüsselbedeutungsvolle russische Sprachkenntnisse einbrachte. Sowie etwas Einblick ins Politische. Dieses ohne jemals vom Politischen – seinerzeit vom sozialistischen Politischen – vereinnahmt zu werden.

 

 

 

Steigflug zur gesamtdeutschen Ministerin

 

 

 

1989 verfügte Angela Merkel immerhin über so viel Einblick, ohne selbst im Focus zu stehen, daß der letzte Ministerpräsident der DDR, Lothar Demaiziere, der selbst über keinen entsprechenden und zweckmäßigen Einblick verfügte, sie sogleich in sein Regierungsteam aufnahm. Und ab da erlebte sie sodann, im Osten als Rußland-Versteherin, im Westen als entsprechend unbelastet gewertet, in einer gerade sehr lebendigen Zeit ziemlich viel Leben. Und dieses Leben genoß sie. Und als der nach 1990 gesamtdeutsche Kanzler Kohl sowohl jemanden mit Osterfahrung als auch ein „Mädchen“ für seine Regierung benötigte, stieg Merkel schon 1991, im Steigflug also, zur gesamtdeutschen Bundesministerin auf.

 

 

 

Platz gemacht für die Bundeskanzlerin

 

 

 

Bald als Nachfolgerin des zuvor allgemein als kompetent anerkannten Klaus Töpfer jetzt weltweit als Umweltministerin unterwegs, erfreute sich Angela Merkel, für jedermann sichtbar, nun immer mehr ihres lebendigen Lebens, während ihr Umfeld, darunter respektable politische Mitbewerber-Persönlichkeiten, so sehr über die an ihm Vorbeisausende staunte, daß man in Zukunft nur noch für sie „Platz machte“. - 2005 wurde sie  – ohne wirklichen Gegenkandidaten aus ihrer Partei – zur deutschen Bundeskanzlerin gewählt.

 

 

 

Bussi und Kopfschütteln für eine fernsehbekannte „Klementine“

 

 

 

Als Bundeskanzlerin nun, von 2005 bis heute, ist Angela Merkel weltweit akzeptiert, das heißt, positiv angenommen, bewundert bis geliebt worden. Von überraschten männlichen ausländischen Politikern „als starke Frau“ – Bussi für Angela hier und dort -, von den Medien, kopfschüttelnd, wegen ihrer Kometenhaftigkeit und dabei Gelassenheit, mit der sie offensichtlich nichts Bedeutendes tat, nichts Innovatives kreativ steuerte, selten etwas entschied, eigentlich nie wirklich angestrengt, gar abgearbeitet wirkte, und vom Volk als „Mutti“. Als Mutti, die jedenfalls niemals vermeidbares Schlimmes verbockte, nie Angst vor Überraschungen aufkommen ließ und dabei immer aufmunternd „gut drauf“ war. Selbst Zukurzgekommene mokierten sich über sie allenfalls so wie über „zu wenig Taschengeld“. In der deutschen Öffentlichkeit erlebte man die Bundeskanzlerin wie früher einmal die resolute aber beliebte „Frau Klementine“ der TV-Waschmittelwerbung.

 

 

 

Wenn’s am Schönsten war, wollte sie dann aufhören ?

 

 

 

Nachdenkliche Beobachter begannen also vor einem Jahr, darüber nachzudenken, wann Merkel wohl – auf dem Gipfel ihrer Beliebtheit angekommen - zurücktreten oder das präsidiale Amt eines Bundespräsidenten antreten würde. Nach dem Motto: „Wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören !“ - „Am schönsten“ war es für sie vielleicht zu dem Zeitpunkt, als „die mächtigste Frau der Welt“ „die Griechen“ in die Knie gezwungen und zur Beruhigung der deutschen Besorgten die deutsche Euro-Politik durchgesetzt hatte, dabei einen Jens Weidmann und einen Wolfgang Schäuble an ihrer Seite. Jetzt schien eine günstige Gelegenheit nahe zu sein. Denn Merkel liebt das angenehm aufregende Leben, nicht den aufregend aufreibenden Kampf. – Doch Merkel blieb. Weil sie noch bleiben oder sich nicht verändern mochte ? Jedenfalls auch, weil man sie zu bleiben bat, da sie für ihr interessiertes Umfeld für die überschaubare Zukunft unentbehrlich war.

 

 

 

Die Zukunft brachte Millionen Zuwanderer

 

 

 

Aber die Zukunft kam anders daher als erwartet. Sie brachte über eine Million Zuwanderer nach Deutschland. Zuwanderer mit oft mehr, aber oft auch weniger zwingenden Fluchtgründen (Gefahren für Leib und Leben) oder mit durchaus unbedingt nachvollziehbaren Wohlstandswandergründen (Mangelnde Hoffnung auf eine gerechte Zukunftsperspektive). Und diese Millionen kamen übers Meer und über die sogenannte Balkanroute und wollten in einem Land Sicherheit finden beziehungsweise „ihr Glück machen“, das selbst Millionen Erwerbsarbeitslose und Millionen ausgewiesene oft große Not leidende Arme zu versorgen hat. - Woran Angela Merkel zwar keineswegs schuld war, was zweifelsohne aber darauf zurückgeführt werden muß, daß sie als Politikerin über kaum wirtschaftspolitische Kompetenz verfügt, die zur Schaffung und Erhaltung einer hinreichend erfolgreichen Konjunktur in Deutschland erforderlich ist. - Und die Zuwanderer drängten nach Deutschland mit größtem persönlichem Risikoeinsatz und mit kampfkräftiger Entschlossenheit.

 

 

 

Merkel vermied es aus humanen und intelligenten Gründen,

 

sich den Zuwanderern mit Gewalt entgegenzustellen

 

 

 

Als die Bundeskanzlerin, der zuvor Politiker, Presse und Publikum vorgeworfen hatten, zu wenig Autorität zu zeigen, jetzt, in einer relativ einsamen Entscheidung, Hunderttausenden anrückender Zuwanderer die deutsche Grenze relativ weit öffnete, die Zuwanderer, höflich gemeint, „willkommen“ hieß; Zuwanderer, Frauen, Kinder, die man nur mit brutalster Waffengewalt und damit zum Entsetzen der Weltöffentlichkeit hätte aufhalten können, als Merkel jetzt eine absolut humane und intelligente Entscheidung traf, da brach in Deutschland ein wilder beziehungsweise nur kosmetisch versteckter Sturm der angstgesteuerten Entrüstung aus. „Fünf Millionen Erwerbslose, Hartz-IV-Almosen, Kinderarmut, Strukturschwächen da und dort in Deutschland ! Und nun Millionen Zuwanderer, zu Lasten der deutschen öffentlichen Haushalte und Sozialkassen ! Zuwanderer, die unmöglich wenigstens mittelfristig zu integrieren sein werden ! Wirtschaftlich nicht, sozial nicht, kulturell nicht !“. So wurde kritisiert. Entsprechend wurde gegen die zuvor beliebte Kanzlerin nicht nur auf breiter Basis scharf protestiert, sondern wurde diese peinlich oft wüst beschimpft, erschreckend bedroht. Und immer mehr zuvor treu an ihr interessierte Gefolgsleute entfernten sich immer weiter „von der Fahne“, immer mehr Meinungsbefragte „kannten diese Frau“ auf einmal nicht – mehr. – Und seitdem nun ist für Angela Merkel der Zeitpunkt verpaßt, sich berühmt und befriedigt zur Ruhe zu setzen. – Wird sie da jetzt stattdessen fliehen, die Brocken hinwerfen ? Wegen der Vorwürfe, wegen des Stresses, wegen des Dilemmas des Unlösbaren ? Aus einem Dilemma fliehen, für das jedenfalls sie kein Lösungskonzept zur Verfügung zu haben scheint ?

 

 

 

Merkels Innere Stimme  oder  Nach ihr die Sintflut ?

 

 

 

Nein, Ruhestand geht jetzt nicht mehr. – Und eine Flucht würde eine zweifache Katastrophe verursachen: Einmal eine für Merkel persönliche: Gescheitert, verraten, um ein Recht zu einem Altersstand mit befriedigtem Blick zurück gebracht, würde sie sich fühlen, dabei von Gegnern und ehemaligen Anhängern mit Häme beziehungsweise Mitleid verabschiedet.

 

 

 

Auf die zweite Katastrophe könnte Merkel ihre innere Stimme hinweisen. - Oder hört sie sie vielleicht bereits und hält sie deshalb durch ? Trotz der gewaltigen Bedrohung, vor der Deutschland steht, und der persönlichen Anfeindungen, die sie lähmen könnten ? - Ahnt sie, fürchtet sie, daß nach ihr die „Sintflut“, das Chaos zu kommen droht ? Gegebenenfalls zwangsläufig kommen muß, da durch Merkels persönlichen Sturz nicht das sachliche Problem für Deutschland gelöst wäre ?

 

 

 

Und sieht sie, dann durchaus nüchtern, daß weit und breit in Deutschland kein sachlich und persönlich besser als sie geeigneter Steuermann, erst recht keine Steuerfrau, zu sehen ist, der oder die das „sinkende Schiff“ statt ihrer – gerade noch - vor einem „Untergang“ bewahren könnte ?

 

 

 

Schätzt Angela Merkel die derzeitige Sachlage so ein, ohne ihre persönliche Kompetenz zu überschätzen, daß, explizit weil ihre politische Entscheidung das Problem der Zuwanderung der Millionen human gelöst hat, sie, Merkel, jetzt „bleiben“ muß, da sie jetzt am ehesten prädestiniert ist, auch das Problem einer der notwendigen und zahlreichen Wiederrückwanderung beziehungsweise eines teilweisen Hierverbleibens zu bewältigen ?

 

 

 

Wo doch nur ihr, Merkel, die Zuwanderer und die Weltöffentlichkeit vertrauen können, wenn sie Rückwanderer in deren Heimat irgendwie zurückbegleiten möchte. Wenn sie verspricht und anfängt, nach einem konkreten Programm, daran mitzuarbeiten, die fernen Heimatländer zu Heimatländern mit Frieden, Wohlstand und Zukunft neu zu gestalten. Was politisch möglich ist !

 

 

 

Und Merkel– als tatsächlich sozial fühlender Mensch - vielleicht am ehesten in der Lage ist, eine andere, neue deutsche Wirtschaftspolitik zu erkennen und dann durchzusetzen, durch die Deutschland dann in den Stand versetzt wird, Neubürger wirtschaftlich und sozial voll zu integrieren. Ohne daß „Einheimische“ Schaden zu nehmen befürchten müssen. – Es gibt diese Politik !

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Werden Wachstum und Wohlstand in Deutschland 2016 steigen oder fallen ?

 

 Eine eindeutige Antwort

 

 

1) Die Antwort, ob „steigen oder fallen“, richtet sich in Deutschland heute ausschließlich danach, welche Währungspolitik Regierung und Parlament in Berlin demnächst beschließen, anordnen bzw. zulassen. Niemand wird die Politiker letztlich daran hindern, sich so oder so, positiv oder negativ, gut oder falsch zu entscheiden. – Von Politikern, Wissenschaftlern oder Publizisten, die dieser Darstellung widersprechen, darf man sich nicht einschüchtern lassen.

 

2) Ob Wachstum und Wohlstand in Deutschland 2016 und danach weiter steigen werden, ist primär davon abhängig, richtet sich primär und parallel fortlaufend danach, ob und wie viel zusätzliches neues Geld die Politik fortlaufend in Umlauf setzen läßt, damit mit Hilfe dieses zusätzlichen, neuen Geldes ein „wachsendes“ Mehr an Sozialprodukt, an Wohlstand bewirkenden Gütern gegen Geld abgesetzt werden kann, ein Wachstum des deutschen Sozialprodukts möglich wird.

 

3) Dieses zusätzliche Geld verursacht in Deutschland selbstverständlich niemals auch nur ansatzweise eine Geldwertminderung in Richtung auf Inflation, da die Warenmenge in Deutschland immer mit der Geldmenge mitsteigen, deren Ansteigen überhaupt erst durch die Vergrößerung der Geldmenge möglich gemacht wird.

 

4) Bei der hier angesprochenen Geldmengenpolitik wird es vielleicht „am Ende“ zu einem Wachstumstopp kommen, dann wenn einmal entweder die Produktionsmittel ausgehen (nirgendwo mehr Rohstoffe gekauft, Maschinen und Werkzeug in Betrieb gesetzt werden könnten), was aber in überschaubarer Zukunft ausgeschlossen werden kann; oder alle Menschen in Deutschland bedarfslos glücklich wären, rein gar nichts mehr nötig hätten oder sich - legitimerweise – zusätzlich wünschen würden - und dann auch – vernünftigerweise - nichts mehr produzieren, erarbeiten wollten. – Dann wären die Menschen allerdings nicht „erwerbsarbeitslos“ sondern wunschlos.

 

5) Im gegenwärtigen Deutschland können weit verbreitete objektive Armut und soziale Ungerechtigkeit überwunden, gerechte und deshalb akzeptable aber bisher unerreichbare zusätzliche Wünsche erfüllt, eine nachhaltige Umweltschutzpolitik betrieben werdennur durch die zukünftige Ausgabe von viel mehr kaufaktivem, produktionsanregendem Geld. (Öko-Güter sind wertvoller als Schund und bedeuten deshalb Wertewachstum, und dieses Wertewachstum ist mit Geld gehandeltes Sozialproduktwachstum.) – Und auch weil Millionen Zuwanderer sich nicht mit den Einheimischen eine durch diese Zuwanderer zu klein gewordene Geldmenge teilen können, wenn die Einheimischen nicht ihre Gürtel enger schnallen sollen, muß im Verhältnis zur Zahl der Zuwanderer mehr Geld in Umlauf gesetzt werden.

 

6) Das erforderliche zusätzliche Neugeld kann grundsätzlich in der Gestalt von Euro in den Wirtschaftskreislauf eingeführt werden, im Falle von auftretenden EU-internen Schwierigkeiten aber problemlos auch als autonome deutsche Zweitwährung, als „Deutsche Konjunktur-Mark - DKM“ etwa.

 

7) Selbstverständlich darf das zusätzliche Geld nicht über Geschäftsbanken emittiert sondern muß der Käuferseite zugeleitet werden. Es gilt nicht, eine angebotsorientierte, vielmehr eine nachfrageorientierte Geldpolitik zu betreiben. Die Geldeinführung an die Käuferseite ist organisatorisch kein Problem.

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Sehr viele haben sehr wenig - sehr wenige haben sehr viel. – Trotzdem: Empört Euch nicht – macht es besser !

Es steht derzeit im Fokus größter Aufmerksamkeit, daß – je nachdem wie dargestellt - „5 Prozent der Bevölkerung so viel besitzen wie die restlichen 95 Prozent“ oder daß „5 Prozent über 50 Prozent des Gesamtvermögens eines ganzen Volkes verfügen“. Sprecher der sich im vorliegenden Fall benachteiligt Fühlenden rufen dann gegebenenfalls dazu auf: „Empört Euch !“

 

Aber, „empören“ ? – Kann es hier wirklich angemessen sein, auf das Aufsehen Erregende mit Empörung zu reagieren, wird es dabei hilfreich sein können, eine hier wohl vorliegende Ungerechtigkeit zu überwinden ? Oder hemmt nicht vielleicht eine Empörung die Fähigkeiten, ein gravierendes und dennoch lösbares Problem allseits zufriedenstellend zu lösen ?

 

Gewiß doch, Empörung, ein vernehmbarer Aufschrei, kann einen Aufmarsch, einen Angriff, einen Sturm in Bewegung setzen. Zu einem Kampf der Armen gegen die Reichen um deren Reichtum aufrufen, zu einem Kampf für eine als gerechter empfundene Umverteilung des Reichtums zu Gunsten der Armen. - Aber:

 

Einmal brächte eine solche Umverteilung von oben nach unten schon rein rechnerisch nicht relevant viel. Wenn 5 von 100 Menschen Besitzer von 50 Prozent eines Gesamtvermögens 100 sind, hat jeder der 5 „Reichen“ 10 Vermögensteile für sich, jeder der 95 „Armen“ dagegen nur einen 0,5-Anteil. Eine gerecht gemeinte Verteilung des Gesamtvermögens auf alle 100 Menschen brächte jedem zuvor Armen allerdings auch nur 1 Vermögensanteil.

 

Letztlich entscheidend gegen einen Umverteilungskrieg spricht aber wohl die Tatsache, daß ein solcher Krieg niemals von den Armen gewonnen werden könnte – sie eher noch ärmer machen würde. In einem derartigen Krieg werden nämlich immer weit mehr als 50 Prozent auf der Seite der Reichen kämpfen, weil fast jeder an sich Arme sich gegenüber dem noch ärmeren Konkurrenten als bedrohter Reicher fühlen und sich entsprechend gegen die Ärmeren verteidigen wird.

 

Ein Eintreten für einen Umverteilungskampf verliert auch aufgrund der Tatsache an Überzeugungskraft, daß die „Reichen“ in der Wirklichkeit niemals auch nur annähernd so viel angenehmer und besser als die „Armen“ leben, wie sie „reicher“ sind, und die Armen kaum je tatsächlich so „reich“ leben möchten, wie es die Reichen – angeblich – tun oder tun können. In der Praxis besteht ja der Reichtum der Reichen weitgehend aus Betriebsvermögen, aus Vermögen von verwalteten Betrieben, das auch den Reichen nicht persönlich nützen könnte, wenn sie dieses Betriebsvermögen als ihr juristisches Eigentum besäßen. Ernsthaft behaupten, die Ärmeren könnten und würden immerhin das Betriebsvermögen besser als die zuvor Reichen einsetzen, vielleicht weil sie vorher ärmer waren, kann man – vernünftigerweise – nicht.

 

Also, die Ärmeren weiterhin ärmer bleiben lassen - wie bisher ?

Nein, das ist keinesfalls die „alternativlose“ Lösung ! – Vielmehr:

 

Alle (gesunden) Armen könnten ihren Einkommens- und Vermögensstand sukzessive für sie zufriedenstellend verbessern, ohne den Reichen etwas von ihrem legitim Erworbenen nehmen zu müssen - wogegen sich die Reichen denn ja auch - legitimerweise und erfolgreich - wehren würden, weil sie davon ausgehen, ihren Lebensstandart rechtschaffen und im gesetzlichen Rahmen verdient zu haben. Diese Verbesserung auf der Seite der Ärmeren würde automatisch schon mittelfristig eine fortschreitende Annäherung der bisher so unterschiedlichen Einkommens- und Vermögensverhältnisse bewirken.

 

Die Verbesserung, also die Überwindung der hier angesprochenen sozialen Ungerechtigkeit, ist dadurch zu erreichen, daß allen arbeitsfähigen Menschen ermöglicht wird, so viel Erwerbsarbeit zu leisten, wie sie leisten mögen. Indem wiederum der Absatz der so insgesamt möglichen und geschaffenen Güterproduktion dadurch ermöglicht wird, daß die für die ausreichende Geldversorgung des Marktes, des gewünschten Güterkreislaufs - gesetzlich - zuständige Zentrale Notenbank so viel Geld ausgibt und in Umlauf setzt, daß die mögliche, gewünschte, angestrebte Güterproduktion gegen kaufaktives Geld auch abgesetzt werden kann. Es ist ja die Geldmenge, die – neben der Bedarfsmenge und der möglichen, technisch- und ressourcenmäßig bedingten Produktionsmenge – den Umfang des erreichbaren Sozialproduktes und damit die Konjunktur auf dem Arbeitsmarkt bestimmt.

Automatisch und sofort steigen im Zuge der Verbesserung beziehungsweise schließlich Optimierung der Arbeitsmarkt-Konjunktur die Einkommen - und damit im Prinzip die Vermögen – aller Erwerbstätigen - so lange und so weit, bis auf dem Gebiet „Vermögen“ ein Zustand der Gerechtigkeit erreicht ist.

 

Also: Eine bessere Politik zu machen, ist erfolgversprechender und wirkt tatsächlich erfolgreicher, als sich gegen eine unzureichende Politik zu empören.

 

Deshalb: Bewegt Euch ! - Tut was ! - Macht es besser !

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Warum die USA Kriege führen – müssen

I. Ungerechte Kritik an den USA

II. Warum die USA Kriege führen - müssen

IIa. Eine Art von Idealismus

IIb. Empfundener sozialer Rückstand

IIc. Zwei gegensätzliche Philosophien

III. Die US Amerikaner sind keine Waffennarren !

IV. Warum Terroristen terrorisieren – zu müssen meinen

 

 

    I. Ungerechte Kritik an den USA

 

Die USA werden seit einiger Zeit, besonders in Deutschland, mal mehr, mal weniger, unfreundlich kritisiert, weil sie, so der Vorhalt, häufig, an den verschiedensten Orten der Welt, offiziell und direkt militärisch Krieg führten, beziehungsweise inoffiziell und indirekt intervenierten, obwohl sie dazu kein Recht hätten, d.h. sie ihre Aktivitäten nicht, eventuell durch Hinweis auf eine Wahrnehmung eigener wirklich elementarer Lebensinteressen, Verständnis erweckend rechtfertigen könnten. – So also die Kritik.

 

Diese Kritik ist ungerecht. Denn Tatsache ist zunächst einmal, sie zu bestreiten wäre eine Verleumdung, daß es auch in den USA, wie in jedem anderen Land der Welt, in Wirklichkeit kaum – dann kranke - maßgebliche Menschen gibt, die einen Krieg etwa von sich aus wünschen, leichtfertig billigen, unterstützen oder ihn gar persönlich aktiv mitführen. Quasi als „Wunschkrieger“ sozusagen fast eine, dann ärztlich diagnostizierbare, Lust verspüren bei dem Erleben, dem Wissen um, der Erwartung oder nur der Vorstellung von durch Kriege „verunglückter“, also getöteter, verletzter, gejagter oder verarmter „Kriegsbetroffener“. Nein, so sind auch „die Amerikaner“ nicht - die Amerikaner, die uns Deutsche 1945, unter Einsatz des Lebens Zigtausender, von der NS-Diktatur befreit und auch uns so das Ende eines fürchterlichen Krieges gebracht haben ! Nein, so sind sie nicht, die Amerikaner !

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Und wo es denn in den Vereinigten Staaten tatsächlich den einen oder anderen „Nero“ gäbe, der, erkennbar aus irrer Lust, „Rom“, Afghanistan, den Iran, Palästina, den Irak, Syrien o.ä. Orte gern brennen, Christen „in einer Arena“ oder überhaupt Menschen in einer „Schlacht“ gern bluten sähe, würde dieser kranke Irre in den USA wie in der übrigen Welt von seinem gesunden Umfeld schnell aus dem Verkehr gezogen. Und dabei sind dann - selbstverständlich auch in den USA - in dem hier definierten Sinne gesund nicht nur die „einfachen, friedliebenden Leute unten“, das Volk also, sondern ebenso die „strengen“ Polizisten und Richter oben - auch die Waffenindustriellen und die angeblich „rücksichtslos nach Märkten strebenden Neoliberalen“. Und schließlich im Prinzip auch die Politiker und die Militärs.

 

Ganz zweifelsohne: So gut wie alle Angehörigen des amerikanischen Volks, nicht zuletzt die Arbeiter aus der Waffenproduktion wie auch die entsprechenden Wirtschaftsführer, liegen lieber in einem Schlaraffenland am Weinbrunnen, pflanzen lieber Olivenbäumchen, „schaffen“ innerlich tatsächlich nur ungern Waffen, produzieren nicht ihrem inneren Wunsch entsprechend Kalaschnikows, Panzer Atomraketen, vielmehr immer nur sich dazu gezwungen fühlend, die Zähne zusammenbeißend, nicht etwa „zähnefletschend“. Und auch jeder „strenge Staatsschützer“ liest eigentlich lieber seinen Enkeln aus „Onkel Toms Hütte“ vor, als rebellierende Unruhe erzeugende „Schwarze zu verfolgen. Generale schreiten die Front lieber ab, als daß sie sich ihr angstvoll aussetzen. Und nur unmaßgeblich viele Wirtschaftsführer wie Politiker fühlen sich neurotisch dazu gezwungen, ihr Einflußgebiet auszuweiten, beziehungsweise „Lebensraum“ zu erobern. Nein, so gut wie kein Amerikaner möchte oder will explizit Krieg führen. Wenn er Krieg führt, fühlt er sich entsprechend dazu gezwungen !

 

Doch warum führt US-Amerika dann Kriege – oder betreibt Ähnliches ?

 

II. Warum die USA Kriege führen - müssen

 

Die USA haben drei zu respektierende und ernstzunehmende Motive für ihre immer wieder zu verzeichnenden direkten und indirekten militärischen Interventionen in den verschiedensten Regionen der Welt:

 

IIa. Eine Art von Idealismus

 

Die meisten US-Amerikaner, nicht nur einzelne Gruppen, sind überzeugte Idealisten. Ihre Vorfahren haben schließlich einmal den Atlantik „überschritten“, ihren Kontinent erst entdeckt und dann „urbar gemacht“, Freiheit und Demokratie miterfunden. Selbst Menschen der untersten sozialen Schichten dort sind irgendwie stolz auf ihre empfundene persönliche innere Unabhängigkeit, ihren - gegebenenfalls - Spielraum für Eigeninitiativen, rühmen ihren – immerhin quantitativ - großen Staat, den sie für dementsprechend großmächtig halten und der deshalb tatsächlich viel Großartiges und Hervorragendes erreicht habe und in Zukunft tatsächlich noch viel erreichen kann. Sie sind deshalb und verständlicherweise von „We can“-Versprechen geradezu fasziniert, empfinden ihre Gesellschaft, wie viel Schwächen sie an ihr auch selbst wahrnehmen, als Vorbild für die Menschen der anderen Länder der Erde.

 

Und deshalb verstehen sie es als ihre moralische Aufgabe, für hinreichende demokratische und freiheitliche Bedingungen auf möglichst der ganzen Welt zu sorgen. So wie sie die NS-Herrschaft in Europa beseitig haben, möchten sie im Prinzip überall auf der Welt Gesellschaftsformen etablieren, die der ihren Ansprüchen und ihrer Tradition entsprechen. Für dieses Selbstverständnis sollte man und kann man den Amerikanern zunächst einmal dankbar sein.

 

Diese Amerikaner, so ihr moralischer Impetus, wollen deshalb nun möglichst überall Marktwirtschaft statt Verteilungswirtschaft fördern bis einführen; mehr Individualität und Eigeninitiative, dafür weniger vom Staat zugeteilte Versorgung. Gegebenenfalls dann aber auch mehr, eigentlich Freiheit beschränkende, Ordnungs- und Moralprinzipien durchsetzen, sicherheitshalber, wenn sie empfinden, daß gewisse Freiheiten einem Volk schaden würden. Sie sehen ein Aufgaben-und Verpflichtungsspektrum für sich, das von der Beseitigung eines national-sozialistischen Regimes in Deutschland und Europa reichte, bis zu der Verhinderung von empfundener volksschädlicher „Libertinage“ („sexueller Freiheit“) da oder dort reichen kann, von der Einführung von Handelsfreiheit um der Freiheit als Prinzip Willen bis eventuell zur – gegebenenfalls als notgedrungen empfundenen – begrenzten Freigabe einer exzessiven Nutzung der Erde, die dann leider zwangsläufig zu Gunsten eines nur augenblicklichen, nicht nachhaltigen Vorteils führen mag.

 

Sie wollen oftmals für Menschengruppen auf der Erde ein politisches individuelles Selbstbestimmungsrecht erkämpfen, gegebenenfalls auch auf die Gefahr hin, daß ein solches Selbstbestimmungsrecht am Ende Schaden für die Freiheitskämpfer selbst als auch für andere Involvierte zur Folge haben könnte. Grundsätzlich meinen US-Amerikaner meistens, anderenorts Freiheiten oder Reglementierungen schaffen oder ausschalten zu sollen, schon weil sie diese Freiheiten oder Reglementierungen selbst schätzen, beziehungsweise zu erleiden gelernt haben und nun meinen, ihre entsprechenden Erfahrungen anderen Menschen auf der Erde zugutekommen lassen zu sollen. Vielleicht sieht man in den USA den Wert einer Demokratie zu absolut, übersieht, daß – noch – ungebildete Massen, die guten Herzens aber ohne hinreichende Sachkenntnis mitbestimmen wollen, eventuell keinen Nutzen sondern viel Schaden verursachen können. Daß eine Masse – noch – ohne politischen Durchblick ja auch verführt worden sein kann und dann das Falsche für sich selbst fordert und anstrebt.

 

Die US-Amerikaner meinen gegebenenfalls manches, weil sie es gut meinen, weil sie ehrlich meinen, ihre Intervention täte den jeweils Begünstigten gut oder würde sie vor Schaden bewahren. Und deshalb darf man die Amerikaner nicht schelten, sondern sollte sie lediglich im gegebenen Fall respektvoll fragen, ob sie sich nicht selbst zu viel zumuten, wenn sie zu oft und zu verbreitet die Last eines Weltpolizisten, beziehungsweise Weltbefreiers auf sich nehmen. Hilfreicher ist es in solchen Fällen vielleicht, unseren amerikanischen Freunden – nicht pseudohöflich sondern ehrlich gemeint – Rat und Tat dabei anzubieten, gute Ziele – erfolgreich - mit ziviler Politik statt mit Waffengewalt anzusteuern.

 

 

 

 

Deutschen kann man die amerikanische „Militärpolitik der Guten Absichten“ an folgenden entsprechenden deutschen Beispielen erläutern:

In Deutschland wird kaum verstanden und nur widerwillig akzeptiert, wenn Frauen in anderen Ländern der Welt, in Asien und Afrika etwa, nicht mit den Männern „gleichberechtigt“ sind, dieses oder jenes tun müssen oder nicht tun dürfen, was die Männer dort nicht tun müssen oder sehr wohl tun dürfen; daß Frauen sich dort mehr oder weniger „verschleiern“ müssen, nicht luftig und frei kleiden dürfen, nicht Auto fahren, studieren, gar wählen dürfen, körperliche Züchtigungen gegebenenfalls hinnehmen müssen. – Oder: Wir in Deutschland mißbilligen fast durchweg scharf, wenn die Politik in uns fremden Ländern, „Kulturdenkmäler“ zerstört, nennen jede entsprechende Beseitigung, aus welchen dort vielleicht als relevant empfundenen Motiven auch immer, Ausdruck von Vandalismus. Wir Deutschen gehen da – unsererseits selbstbewußt und mit „den armen Unterdrückten und Beraubten“ mitfühlend – durchgängig davon aus, daß unsere „moderne Lebensart“ besser sei, als die alte finstere „dort hinten“, und sind schnell bereit, zu schimpfen, zu verurteilen, zu intervenieren, am Ende auch militärisch unsere Ordnung, die unserer neuen Zeit, durchzusetzen.

 

Obwohl in Deutschland Frauen sich noch vor relativ wenigen Jahren „bedeckt halten“ mußten und es noch heute müssen, nicht studieren durften, während in paradiesischen Gegenden unbekümmert frei gelebt – auch freiwillig „schulfrei“ - und geliebt wurde und wird. Obwohl dort überall ja nicht deutsche Kultur „geschändet“ wird sondern deren Kultur – und nicht etwa „unsere Weltkultur“. Obwohl wir in Deutschland konsequent Zeugnisse unserer hiesige Geschichte beseitigen, wenn uns diese unsere Geschichte nicht mehr gefällt – und sich kein Asiate drüber aufregt, wenn wir Bismarck- oder Marx-Trophäen schleifen. - Wir sollten deshalb den Amerikaner nicht vorwerfen, wenn die sich überall „kümmern“, wenn wir uns ebenso weltweit kümmern beziehungsweise die Amerikaner bei ihrem „Kümmern“ unterstützen.

 

Noch etwas anderes - oder etwas, was vielleicht schon zuvor angesprochen wurde, dann noch einmal anders gesagt: Wir im Westen – und damit auch die im Focus dieses Essays stehenden US-Amerikaner – fühlen uns durchweg genötigt und deshalb schnell auch berechtigt, mehr oder weniger militärisch angreifend „einzugreifen“, wenn andere Bewegungen, Völker und Staaten „Strafverfolgungsmethoden“ oder „Kriegspraktiken“ praktizieren, die wir als inhuman empfinden – von den uns nicht sympathischen Rechtsnormen dort an dieser Stelle abgesehen. Dann etwa, wenn man dort Mitmenschen „Gliedmaßen nimmt“, weil mit denen gestohlen wurde, oder Ehebrecher exemplarisch streng bestraft oder prophylaktisch entsprechend abzuschrecken sucht. Wenn „man“ sogenannte „Kindersoldaten“ „zum Einsatz bringt“.

 

In solchen Zusammenhängen sind die USA – und auch die USA-Kritiker – verständlicherweise – sehr betroffen, und wenn die USA dann ihre – unsere – Vorstellungen von - unserer - Humanität gewaltsam verbreiten und durchsetzen wollen, dürfen wir diesen ehrbaren Kämpfern für mehr Humanität keine bösen Vorwürfe machen. Allenfalls – tief seufzend - Verständnis für die uns unmenschlich brutal erscheinenden Methoden der Fremden zu wecken versuchen, in dem wir darauf hinweisen, daß es im Prinzip nicht Sadisten sind, die dort wüten, sondern Angsthabende, die mit einem real existierenden Problem ohne ihre „Gewaltmaßnahmen“ nicht fertigwerden können, weil dieses sie – vielleicht mengenmäßig - überfordert und sie es außerdem als Folge eines unmoralischen oder – vor ihrem Gott straffälligen Tuns verstehen.

 

Zu den – zweifelsohne – inhumanen „Strafverfolgungsmethoden“ und „Kriegspraktiken“: Nicht nur dort, wo die Amerikaner gegen inhumanes Vorgehen kämpfen – auch von uns Deutschen von der Hoffnung begleitet, sie möchten das Gute an sich durchsetzen – sondern auch sonst wo, auch in den USA und nahe bei uns, werden Menschen „zur Strafe“ oder zur Abschreckung, das heißt eigentlich: aus Angst, hingerichtet, wurden „Hexen“ aus Angst vor diesen – nicht aus Sadismus – verbrannt. Und – letztschrecklich: Die sogenannten Kindersoldaten sind keine Kinder sondern Soldaten, die keine Kinder mehr sind. Diese armen jungen Menschen werden im Grunde nicht von verbrecherischen Unmenschen verantwortungslos und leichtfertig geopfert, vielmehr opfern sie sich, schon als Kinder aufgrund ihrer erlebten Lebensbedingungen auf einen empfundenen Angstfeind eingefühlt, von ihrem Schicksal zu einer „Freiwilligkeit gezwungen“ - entsetzlich, tragisch –, aus einem eigenen gefühlten „Selbsterhaltungsgetriebensein“ heraus, meist selbst. Daß da auch Sadisten antreiben oder das meist Selbstopfern jedenfalls nicht verhindern, ist so, wie es leider ist. Aber: nicht Sadisten machen einen Krieg, sondern der Krieg macht die Sadisten.

 

Und warum herrscht da und da und da Krieg ? Jedenfalls kann man ihn nicht per Krieg verhindern oder überwinden. Vielleicht hätte ein – hier eigentlich ansonsten nicht kompetenter – Dichter seine Antwort so formuliert: „Erst kommt der Bauch, dann der Friede !“. Oder noch banaler aber wahr: „Satter Bauch kriegt nicht gern !“

Helfen wir den wohlmeinenden Amerikanern also, sich - auf rechte und dann erfolgversprechende Weise – um Frieden, Humanität, Gerechtigkeit und Wohlstand auf der Welt zu kümmern !

 

IIb. Empfundener sozialer Rückstand

 

Zwar fühlen die US-Amerikaner heute sehr wohl, daß es jeweils einer der ihren war, der als erster seine Füße auf den Boden des Mondes gesetzt, 389 Patente auf dem Gebiete der Elektrotechnik angemeldet, einen Großteil der Menschen – einst - mit seiner Musik „in the mood“ versetzt hat; daß ihr Land noch heute über den größten Staatshaushalt der Welt verfügt und mit dem Empire-State-Building einmal über das entsprechend höchste Gebäude - verfügt hat – und schließlich ihr Militär diese unsere Welt 1945 von zwei faschistischen Herrschaftssystemen befreite.

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Allerdings empfinden sehr viele Amerikaner - die Anhänger der Republikanischen wie der Demokratischen Partei - inzwischen auch, wenn sie sich heute mit ihren tatsächlichen historischen Helden und tatsächlichen historischen Erfolgen identifizieren, nur so etwas wie ein Gefühl von Ersatzbefriedigung. – Sie leiden heute in großer Zahl darunter, daß sich ihr tatsächlich wunderbares Land mit seinen wahrlich fast schier unbegrenzten Möglichkeiten gegebenenfalls von Russen aus dem All zur Erde zurückretten lassen muß, Koreaner ebenso wie sie sehr leistungsfähige Computer bauen können, China über wirtschaftliche Erfolge verfügt, die manche Amerikaner auf dieses Land blicken lassen, wie Kain auf Abel gesehen haben mag; daß Wüstensöhne unserer Zeit nicht mehr – überwiegend – in Zelten hausen müssen sondern in Wolkenkratzern residieren können – und schließlich daß die USA ihren letzten Kriege, die in Vietnam, Afghanistan und im Irak – jedenfalls nicht mehr erfolgreich wie frühere abgeschlossen haben.

 

Und die US-Amerikaner – besonders die „mittleren“ und die kleinen Leute - leiden geradezu schmerzhaft besonders darunter, daß ihr heutiger durchschnittlicher wirtschaftlicher und sozialer Standard weltauffallend niedriger ist als der in manchen Ländern Europas und etwa in Australien. Der heutige Durchschnittsamerikaner ernährt sich leider billiger, wohnt weniger sicher und weniger komfortabel und ist schlechter alters- und krankenversorgt als Erdenbürger in anderen Ländern mit vergleichbaren Grundvoraussetzungen. Weltbekannte, angesehene und erfolgreiche Schriftsteller, auch patriotische amerikanische, berichten aufsehenerregend davon, wie „heruntergekommen“ (gemeint nicht im moralischen sondern im sozioökonomischen Sinn) ganze Staaten der Vereinigten Staaten heute sind, Gegenden zerfallen, wie zahlreich die Menschen dort auf ein Wunder warten, wenn sie noch warten und nicht nur dahinresignieren. Wie leicht sich aber auch aus den unzufriedenen, hilflosen und sich mißachtend fühlenden Massen ein verständlicherweise neidisches, revolutionär rebellierendes und mehr und mehr auch nach außerhalb aggressiv orientiertes Potential entwickeln kann.

 

Nun fühlen – fast alle - Menschen, die sich im Vergleich mit anderen als sozial unterlegen wahrnehmen und keine Möglichkeit sehen, ihren „Rückstand“ durch eigenes Bemühen zu überwinden, sich als ungerecht benachteiligt, suchen dann nach dem schuldigen Verursacher ihrer Benachteiligung und nach einem Weg, ihre Benachteiligung auszugleichen oder zu kompensieren. Bei der Bestimmung „ihrer“ Schuldigen und der Auswahl ihres Weges sind sie dann naturgemäß nicht sehr aufmerksam und sorgfältig; in Fällen von Not und Wut empfinden Menschen immer als vordringlicher, sich überhaupt zu agieren als vorsichtig nur zu hoffen und abzuwarten. Und aggressiv agieren beziehungsweise reagieren die Menschen dann gegebenenfalls meist mit im Prinzip relativ gutem Gewissen, da sie sich ja zu „Unrecht benachteiligt“ fühlen und deshalb „das Recht haben“, „auszugleichen“, jetzt zu ihren Gunsten, also egozentrisch bis egoistisch „zuzulangen“.

 

Dabei handelt sich also keineswegs um eine spezifisch amerikanische Unart oder gar Bedenklichkeit. So sind wir Menschen – im Prinzip – alle. Der Mensch ist eben kein sozial gesinnter Engel, vielmehr ist er ein – sagen wir – „Wesen“, das von seiner Geburt an bis zu seinem Tod nicht nur für sich selbst verantwortlich ist sondern auch „in erster Linie für zuerst“ sich und seine unmittelbaren Nachkommen – zu sorgen sich verpflichtet und berechtigt fühlt. Und das im relevanten Fall – letztlich mit allen Konsequenzen.

 

Speziell die US-Amerikaner versuchen, sich zu „wehren“, in dem sie sich bemühen – empfundene ausgleichende Gerechtigkeit schaffend sowie sicherheitshalber, damit sie nicht irgendwann noch weiter zurückgelassen werden könnten –, weltweit möglichst viel von den Produkten zu verkaufen, über die sie reichlich verfügen – Rohöl und bestimmte Feldfrüchte zum Beispiel, – und sich überall auf der Erde Absatzmärkte zu sichern und entsprechende Konkurrenten klein genug zu halten beziehungsweise zu verdrängen. Daß ihr Bemühen um Absatzmärkte draußen für sie einen „Schuß ins Ofenrohr“ – drinnen - darstellt, nehmen sie nicht entsprechend wahr. Vielmehr: Da, wo ihnen die – aus ihrer Sicht für sie existentiell wichtigen - Absatzmärkte streitig gemacht werden oder einmal streitig oder jedenfalls unattraktiv gemacht werden könnten, da bemühen sie sich, die aktuelle Konstellation und die zukünftige Entwicklung unter ihre Kontrolle zu bringen oder zu halten. Dabei denken die US Amerikaner durchaus ehrlich, unter einem Naturrecht stehend zu handeln und vorzugehen. Und da sollte man ihnen, die sich in einem Recht sehen, das für sie also ein Naturrecht ist, keine Vorwürfe machen. Das wäre unfair und bringt auch nichts.

Das Vorgehen der USA auf der Welt, mag es von außen als diplomatisch zu sehr drängend, als - geheimdienstlich - zu wenig diskret oder – bei militärischen Interventionen - nicht hinreichend gerechtfertigt oder zu rücksichtslos erscheinen, mag es draußen Unverständnis oder gar Angst wecken, muß so lange letztlich weitgehend unkritisiert bleiben, hingenommen werden, wie den Amerikaner nicht von seinen Freunden eine wirklich hilfreiche und in diesem Fall uneigennützige Hand geboten wird, damit diese ihr Problem – durch ihre Politik im eigenen Land – überwinden, wieder – ohne Gesichtsverlust - zu der beispielgebenden Größe zurückfinden können, für die sie noch bis zur Mitte des 20. Jahrhundert bewundert wurden.

 

Eine solche problemlösende Politik für Amerika, die in erster Linie eine entsprechende inneramerikanische Wirtschaftspolitik beziehungsweise Währungspolitik sein muß, eine jedenfalls andere als die bisher betriebene, darf und sollte man – vielleicht von Europa aus – bescheiden vorleben. Da hätte das demokratische Europa, ein demokratisches Deutschland eine durchaus erfolgsmögliche Aufgabe. Den Amerikanern besserwisserisch und hochnäsig eine „richtigere“ Politik quasi vorschreiben zu wollen, wäre aber unangemessen und würde kontraproduktiv wirken. Gegebenenfalls sehr kontraproduktiv.

 

IIc. Zwei gegensätzliche Philosophien

 

Die US-Amerikaner kämpfen – jedenfalls mehrheitlich und unabhängig davon, ob sie „Republikaner“ oder „Demokraten“ sind – für eine dem Individuum möglichst viel Freiraum gewährende Gesellschaftsform, das heißt dann im Wirtschaftsbereich: für eine – im Prinzip immer freie – Marktwirtschaft und gegen eine mehr auf ein Kollektiv ausgerichtete Verteilerwirtschaft, eine Planwirtschaft. Die Philosophie „Planwirtschaft“, von der sich die Amerikaner wohl mehrheitlich bedroht fühlen und die sie deshalb bekämpfen, sehen sie heute, mehr oder weniger überall außerhalb der „Staaten“, entweder bereits existierend oder sich entwickelnd, weshalb die USA dagegen halten. – Die Geschichte dieses Konfliktes:

 

Am Anfang der Menschheit stand der Handel, das ist per Definition der „freie Handel“, wenn man so will, die heute so genannte Freie Marktwirtschaft. Es stand da also der Handel, bei dem mit der Hand nicht nur abgewogen, geschätzt sondern auch gestikulierend über den Stand des Handels geurteilt, schließlich der Handel per Handschlag handfest gemacht wurde. Eine Zu- und Verteilerwirtschaft gab es nur innerhalb von Familien- und Sippengemeinschaften sowie in der Beziehung zwischen Obrigkeiten, die das Volk als quasi von Gott eingesetzt verstand, und eben diesem Volk. Das Prinzip der hoheitlichen Zuweisungen akzeptierte man, der ausgehandelte Handel funktionierte leidlich, zunächst als direkter Tauschhandel, anschließend als indirekter Handel, vermittelt durch das Tauschmittel Geld.

 

Was nicht besagt, daß die Menschen, geschweige denn alle Menschen, in dieser „Freien Marktwirtschaft“, in diesem frei ablaufendem Wirtschaftssystem, zufrieden waren beziehungsweise zufriedengestellt werden konnten. Das im Laufe der Geschichte immerzu fortschreitende Anwachsen des Wohlstandes in seiner Gesamtheit, eines Wohlstandes als Ergebnis fortwährender Erfindungen neuer Produktionstechniken sowie Findungen neuer Rohstoffquellen, teilte sich nämlich immer mehr, und das wurde im Volk immer mehr als empörend ungerecht wahrgenommen, auf nur relativ wenige immer Reichere auf der einen Seite und immer mehr Arme auf der anderen. Die Ursache der Ungerechtigkeit sahen das Volk und seine Denker sodann, weil man damals keine andere Ursache ausmachen konnte, in der herrschenden frei ablaufenden Wirtschaft, von der man – richtig - beobachtete, daß die bereits Reichen in ihr tatsächlich mehr Möglichkeit hatten, Reichtum weiter zu mehren, als die Armen geringen Wohlstand relevant vergrößern konnten.

 

Das Volk empfand und die Denker dachten daher, wenn man den Wohlstand – jedenfalls möglichst – gerecht nach einem gerechten Plan auf alle Menschen verteile sowie alle Menschen verpflichte, im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten und eines vernünftigen Plans für die Gesamtwohlstandsentwicklung zu arbeiten, würde das eine mehr oder weniger, jedenfalls hinreichende Gerechtigkeit schaffen. Man plante dementsprechend – guten Glaubens und guten Willens - als Alternative zur Marktwirtschaft, in der, nicht wirklich kausal mit der, man nicht zufrieden war, die sozial gemeinte Planwirtschaft. Und versuchte diese dann auch da oder dort oder weltweit einzuführen. - „Völker, hört die Signale ! Auf zum letzten Gefecht ! Die Internationale erkämpft des Menschen Recht“. - Gemeint war bei diesem Aufruf eine soziale Gerechtigkeit.

 

Allerdings: Die Planwirtschaft klappte nicht zufriedenstellend. – Wo die angestrebte gerechte Verteilung vielleicht funktioniert hätte, funktionierte aber die Erfüllung des Menschheitswunsches nach relevanter Vergrößerung des insgesamt zu verteilenden Wohlstandes nicht hinreichend. Denn, einem Naturgesetz entsprechend, strebten die Menschen, denen die geplante Wirtschaft bedeutsamen Vorteil für alle bringen sollte, grundsätzlich egoistisch, das heißt: primär nach Vorteilen für sich selbst. Sie trachteten durchweg danach, möglichst viel vom Gesamtwohlstand - in erster Linie jedenfalls – zu eigenem Nutzen zu gewinnen und ihre Eigenleistungen – aus Eigennutz – entsprechend zu beschränken. Dagegen brachte die Marktwirtschaft, wo man sie beibehielt,  wenn schon einen nicht gerecht verteilten, dann aber doch immer in der Gesamtsumme größeren Wohlstand als die auf Gerechtigkeit zielende Planwirtschaft.  - Weiter brachte die Planwirtschaft deshalb keinen Segen, weltweit verbreitet so wahrgenommen, weil ihre Vertreter sich gezwungen fühlten, sie gegebenenfalls auch mit „gutgemeinter“ Gewalt einführen beziehungsweise gerecht praktizieren zu sollen, zu dürfen. - So fehlte in den Augen der Verteidiger der – selbst von ihnen so wahrgenommenen - „ungerechten“ Marktwirtschaft in dem Model Planwirtschaft zusätzlich noch genug Wohlstand als Summe und die hinreichende persönliche Freiheit – die sie meinten.

 

In den Kämpfen, gegebenenfalls Kriegen, die meistens die USA eröffnen und dann auch überwiegend bestreiten, handelt es sich tragischerweise im Kern um eine menschheitshistorische Auseinandersetzung zwischen zwei bedeutenden gegensätzlichen philosophischen Positionen: Was hat für den Menschen Priorität, das Individuum oder die Gesellschaft ?

 

Dabei wissen die „Individualisten“ sehr wohl, daß in ihrem Einflußbereich nicht alles zum Besten bestellt ist, wenn sie auch nicht die Marktwirtschaft als den dafür Verursacher sehen; aber sie halten die „Alternative Kollektivismus“ für noch weniger „gut“ und haben denn auch die deutliche Beobachtung gemacht, daß die Alternative, die heute so genannte „sozialistische Planwirtschaft“, in der Vergangenheit „im Land und weltweit“ meist sehr schreckliche Formen angenommen hat. Die Anhänger der sogenannten „kapitalistischen Marktwirtschaft“ versuchen deshalb, die Ausbreitung des für sie „Schlechteren“ grundsätzlich zu verhindern, dessen Übergreifen auf ihre Welt, die Infizierung ihrer Welt mit dem „Ungeist“ präventiv auszuschließen. Wobei sie bezüglich Letzterem speziell von der Angst belastet sind, unzufriedene Massen in ihrem Bereich könnten sich am Ende besonders leicht entsprechend infizieren lassen und „ihr eigenes Land“ in ein Chaos stürzen. Denn „das andere“ gilt ja für sie als keineswegs besser.

 

Die „andere Seite“, die sozialistische, planwirtschaftliche, hält ihren Weg zur sozialen Gerechtigkeit für noch nicht „richtig“ zu Ende gegangen, zu Ende „gekämpft“. Sie gesteht dessen augenblickliche Schwächen, Fallen und „Noch“verhindernisse, meint aber, lediglich noch nachbessern und bisher gemachte Fehler korrigieren zu müssen. Dann, am Ende, werde man erfolgreich sein und allen Menschen Gerechtigkeit und Zufriedenheit bringen.

 

Obwohl man anfangs noch international beglücken wollte, möchte man heutzutage eigentlich lediglich in seinen jeweiligen Regionen „nationalsozialistisch“ aktiv sein; außerhalb seiner Grenzen bemüht man sich im Prinzip nur noch um die Verteidigung seiner – gemeint gutgemeinten - Bemühungen gegen die „Bösen“ draußen, die das „Fortschreiten des sozialistischen Sozialismus“ zu verhindern trachteten. Gegen jene Bösen, die ihrerseits – siehe vor ! – meinen, sich gegen die Ausweitung des „Schlechteren“, gegen eine diesbezügliche Infizierung der in ihrem Land so zahlreichen – wegen der sozialen Ungerechtigkeit gegebenenfalls leicht infizierbaren - Unzufriedenen schützen zu müssen.

 

Das heutige weltweite Chaos, das kriegerische Kämpfen, Zerstören, Verletzen, Töten, überall auf der Welt, kann und sollte eigentlich und letztlich verglichen werden, um es noch klar sehen zu können , als verzweifelten und verbissenen Kampf zweier Boxer, die beide innerlich schwach und nach außen so treffunfähig sind, daß der Kampf wegen „Technischen und moralischen K.O.s auf beiden Seiten“ abgebrochen, aufgegeben gehört, beendet. Keiner kann gewinnen, alle dagegen drohen am Ende – dramatisch, fürchterlich, entscheidend - zu verlieren !

 

Man lasse sich da nicht täuschen. Es werden in Wirklichkeit heute nirgendwo wirkliche Religionskriege geführt, ebenso wenig, wie frühere Kreuzzüge der Kreuzritter in ihrem Kernmotiv Religionskriege waren – oder Columbus ein Missionar für seine Religion. Auch mag es ein aktueller Anlaß zum kriegerischen oder vorkriegerischen Tun der USA sein, es ist aber nicht Folge der wahren Kriegsgrundursache, wenn die USA vor noch nicht kurzer Zeit mit Saudi-Arabien gegen den Iran positioniert waren, damals als das Öl noch knapp war und für die Amerikaner nicht zu teuer sein durfte, während die Amerikaner inzwischen, weil sie selbst „zu viel“ teures Öl fördern und wegen ihrer Vorkosten nun hohe Preise nötig haben, zu den Saudis auf Distanz gehen, weil diese in der Gegenwart viel und daher dann billiges Öl verkaufen, während die Ökonomen in Teheran noch in Zukunft, deshalb heute weniger und demzufolge teures Öl anzubieten interessiert sind. Die Preise für USA-Öl also nicht unterbieten.

 

Letztlich sind die Kriege weltweit Kriege zwischen zwei Philosophien: Markt oder Plan, „Individuum“ oder „Kollektiv“ ? – Also:

Um ihre Philosophie zu verteidigen, wollten die USA („Individuum“) – nach dem Verlust des Iran             an Mossadegh beziehungsweise Chomeini („Kollektiv“) nachvollziehbarerweise - in Afghanistan ein- und gegen Rußland („Kollektiv) vorrücken.

Um sich vor den USA zu schützen, „marschierte“ sodann zunächst Rußland dort ein.

Um diesem Schachzug der Russen zu begegnen, unterstützen die US Amerikaner sodann Rebellen in Afghanistan (eigentlich „Kollektiv“) gegen die Russen und zwangen so die Russen zum Wiederabzug.

 

Weil anschließend die Taliban („Kollektiv“) US-Interessen an Afghanistan im Weg standen, Taliban steht den Russen näher als den USA, bekämpfte man jetzt die Taliban.

Der Kampf gegen den Feind Taliban mußten die USA inzwischen als unentschieden aufgeben.

Nachvollziehbar, man darf es den Amerikanern nicht vorwerfen, wollten sich die schon früher gleichzeitig und jetzt aktuell aktiver im Nahen Osten gegen direkte Interessengefährdungen aus den Ländern dort und gegen Infektionsgefährdungen von dort schützen, weshalb sie die Arabische Republik („Individuum“) in Kuweit gegen den Irak („Kollektiv“) unterstützten.

 

Als sich nach dem US-Erfolg über den Irak ein Anschlußfeind, ein inzwischen allgemein äußerst gefährlicher Gegner auftat, die IS („Kollektiv“), bekämpften die USA folgerichtig jetzt auch die IS.

Gleichzeitig sehen sich die USA schon seit längerem gezwungen, ihre Interessen in der Region auch zu vertreten, in dem sie das derzeit in Syrien noch herrschende Assad-System („Kollektiv“) unter ihre Kontrolle nehmen, das ihrerseits vom IS bekämpft wird (weil dieses weniger konsequent „Kollektiv“ ist als IS).

Letztlich verfolgen die USA neuerdings Interessen im „Öl-Staat“ Kurdistan, wo sie zu beeinflussen suchen, daß diese Macht demnächst zur Gemeinschaft „Individuum“ nicht „Kollektiv“ gehört.

 

Aus dem fundamentalen Konflikt, dem ewigen teuren Kampf und den immer wieder neuen elenden Kriegen zwischen den Philosophien – sie seien hier so bezeichnet - „Individualismus“ und „Kollektivismus“ können sich die USA – zu ihrem und zum Nutzen der ganzen Welt – heraushalten, den Konflikt vielmehr auflösen beziehungsweise entsprechende Auseinandersetzungen völlig „unnötig“ machen, wenn sie sich darauf besinnen und untereinander entsprechend einigen, daß sich ihre USA, ein Land mit tatsächlich – fast – unbegrenzten Möglichkeiten, mit Hilfe einer im Prinzip von der übrigen Welt weitgehend unabhängigen und autonomen inneramerikanischen Politik, das heißt, weil Politik grundsätzlich überwiegend Währungspolitik sein muß, einer anderen neuen Wirtschaftspolitik für die USA, weitgehend heraushalten müssen und können. Daß ihnen die ganze Welt für Importe und – als Voraussetzung fürs Importieren – Exporte offen steht, wenn sie erst einmal, und das besonders dann, im eigenen Land, über ihr Währungssystem, ihre Wirtschaft, damit ihre Sozialstruktur, reformieren, sie sich zunächst auf sich selbst konzentrieren, ihr „eigenes Haus in Ordnung bringen“, statt die übrige Welt verbessern zu wollen und sich für ihre hausgemachte Miesere in der übrigen Welt schadlos halten – zu müssen.

 

Amerika hat dazu grundsätzlich, absolut, ab sofort und schnell, eine unbedingt realistische Möglichkeit und aktuelle Gelegenheit. - They must do - what they can ! – Und wenn die USA die in ihrem Land praktizierte Marktwirtschaft erst auf die Grundlage eines neuen hinreichend funktionsfähigen Währungssystem gestellt haben, wird diese Marktwirtschaft - automatisch mehr und mehr – auch voll sozialgerecht funktionieren - so daß Anhänger der Kollektiv-Philosophie die auf das Individuum Mensch ausgerichtete Marktwirtschaft nachmachen werden, statt sie, wie die Amerikaner befürchten, per direkter Gewalt oder schleichender Infizierung zu bedrohen.

 

 

III. Die US-Amerikaner sind keine Waffennarren !

 

Nein, sind sie nicht ! Sondern eher – auch was die Waffen angeht – sentimentale Vergangenheitsliebhaber. Oder sympathische, aber pseudopotente Angeber, die den Entdecker- und Vereinigungskampf in der Geschichte ihres Landes nachempfinden.

 

Wenn es heute in den USA keine industrieproduzierten Waffen „in Bürgerhand“ gäbe, wäre die Gefahr von „Mord und Todschlag“ dort mitnichten geringer. In den USA gibt es heute noch wie früher schon – das kann jeder Amerikabesucher täglich hautnah feststellen und wird in angesehener Literatur von US-Amerikanern bedrückend und eindrücklich beschrieben - relevante Gewaltkräfte, die heute auch ohne Pistolen und Schnellfeuergewehren kämpfen und morgen eventuell vermehrt kämpfen werden. Und ihre Guns u.a. werden sie schon auch einsetzen, wenn sie die nun einmal haben, oder aber auch „erforderlichenfalls“ alles reichlich andere, ihnen immer genug zur Verfügung stehende Wirksame, was ihnen gerade in die Hände kommt.

 

„Gegebenenfalls, erforderlichenfalls“. – Ein Amerikaner – wie im Prinzip jeder andere Erdenbürger – erschießt einen Einbrecher oder bricht ihm gegebenenfalls mit aufgestellten Fallen das Genick. Er erschießt die untreue Ehemalige oder – vergiftet sie. – Die heute bedrohlich wirkenden Waffenarsenale kommen erst dann wirklich relevant zum Einsatz – so ist zu befürchten und Entsprechendes zu vermeiden sollte erste Aufgabe der USA-Politik sein – wenn es dieser Politik nicht gelingt, die großen Massen von armen und ärmsten Mitbürgern, die heute – nicht nur da und dort sondern über ganze Landstriche hinweg – resignierend dahinhoffen, eine wirtschaftliche und soziale Zukunft zu eröffnen.

 

Solange das nicht gelingt, werden die „US-Armen“ den „US-Reichen“ und Scheinbarreichen immer bedrohlich erscheinen, welche Hautfarbe sie auch haben mögen; und so lange werden die Reichen und die Scheinbar- und Möchtegernreichen oder auch die Menschen, die nur Angst vor Unruhe und Terror vielleicht einmal Rebellierender verspüren, sich fürchten und sich mit ausreichenden Waffen jeder Art potentiell zu schützen trachten. Und gegebenenfalls auch dann und wann heute schon – vermeintlich vorwärtsverteidigend – ihre Waffen einsetzen. - Und -   auf der anderen Seite – werden sich die sich unterprivilegiert Fühlenden gegen die Sich-schützen–Wollenden entsprechend bewaffnen.  Ein hilfreiches US-Konzept also - nur: Wohlstand statt Waffen !

 

 

IV. Warum Terroristen terrorisieren – zu müssen meinen

 

Als Terroristen bezeichnete Kämpfer bewirken direkt entsetzliches Unheil. Sie entsetzen besonders deswegen, weil sie Frauen und Kinder „zu Hause“ und nicht nur Männer „an der Front“ heimsuchen, weil sie keinen amtlich verkündeten Krieg führen sondern, so gesehen, inoffizielle Überfälle ausführen, aus einem Hinterhalt angreifen und nicht wie die Soldaten Friedrichs II. in gereihten und offenen Formationen zum gegenseitigen Töten aufmarschieren, weil sie ihre „unkonventionellen“ und nicht legitimierte oder gesegnete „Kriegshandwerkzeuge“ einsetzen.

 

Allerdings töten Terroristen, wenn sie töten und wie auch immer sie töten, nicht um des Tötens an sich Willen. Selbst wenn sie nur ein taktisches Ziel verfolgen, also Angst machen wollen, ist nicht das taktisch Angestrebte, die Angst also, das Ziel; in solchen Fällen ist dann eben nicht „der Weg das Ziel“. So unrechtmäßig, unmoralisch, unmenschlich oder absurd es Betroffene und Beobachtende auch immer erfühlen mögen, die Terroristen kämpfen, um ein politisches Ziel zu erreichen, von dem sie meinen, gegebenenfalls nur sie meinen, es rechtfertige ihr Tun. Sie meinen, ihr politisches Ziel sei entsprechend elementar wichtig, ihr Tun entsprechend – letztlich - angemessen. Manchmal zweifeln sie an der Angemessenheit, dann behaupten sie diese umso nachdrücklicher, um in einem inneren Konflikt vor sich selbst bestehen zu können. Einzelkämpfer, die tatsächlich nicht mehr für ein Ziel kämpfen, dieses Ziel etwa aus ihrem intelligenten Auge verloren oder es von vorn herein nie verinnerlicht haben, sondern nur mitgerissen, gewissermaßen „automatisch“ vorgehen, sind in der wirklichen Praxis niemals zahlenmäßig relevant und werden von den wirklich zielorientierten Kämpfern – um des eigenen Ziels Willen – immer weitestgehend unter Kontrolle gehalten. Wobei dann leider vieles, leider Gottes viel zu vieles der Kontrolle entgehen kann. Und in der Praxis entgeht. - Entsetzlich !

 

Also die Terroristen meinen, kämpfen zu müssen, also zu sollen. Und was sollen beziehungsweise können sie dann anderes tun als das, was sie gegebenenfalls für notwendig „meinen“ ? Kann man Menschen überhaupt von ihrer gemeinten Überzeugung wirklich abbringen ? Oder kann man tatsächlich nur ihr Handeln stoppen, während die Überzeugung in den Emotionsspeichern der Gestoppten oder ihren Nachfolgern verbleibt, dort wuchert, stärker wird, um auf eine spätere Chance zu warten ? - Und zwangsläufig kämpfen die terrorisierenden Kämpfer mit den Waffen und Mitteln, die ihnen zu Verfügung stehen. Wollten sie auf deren Einsatz verzichten und auf den Besitz „saubererer“ Waffen warten, müßten sie in der Praxis das Kämpfen einstellen. Das kämpfen eines Kampfes, den sie gegebenenfalls für existentiell notwendig, deshalb für unverzichtbar und naturlegitimiert – wenn auch gesetzwidrig – „meinen“.

 

Kann es da vielleicht einzig hilfreich und für alle schutzbringend sein – für alle -, mit den für sich meinungsüberzeugten Kämpfern zu reden, sie ernst zu nehmen, so wie sie zunächst sind und - zunächst noch ? - handeln, von ihnen in klarer Erfahrung zu bringen, welches da die, wirklich gemeint, entscheidend wichtigen Ziele sind ?

Und dann gemeinsam ein Konzept zu erarbeiten, nach dem diese Ziele erreicht werden können, ohne legitime Interessen anderer zu beeinträchtigen – besonders ohne menschliche Opfer – hüben und drüben ? Denn explizit Unheil anrichten zu wollen, zu müssen, das meinen die Terroristen wohl im Grunde nicht !

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Das „Merkel-plus-Assad-Konzept“ – ein Weg zu Frieden, Sicherheit und Wohlstand im Nahen Osten ?